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Christiane Lange | 20.06.2014 | 1662 Aufrufe | Vorträge |
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Das Architekturmodell als Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie und Fotomodell

Vortrag von Oliver Elser anlässlich des Symposiums "Das Modell" am 15. September 2013 in Krefeld

Architekturmodelle sind für einige Bauten unabdingbar, wie zum Beispiel für den Deutschen Pavillon der EXPO '67 in Montreal. An verschiedenen Modellstudien des 20. Jahrhunderts stellt Oliver Elser, Kurator des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt a. M., den Umgang der Architekten mit ihren Modellen vor. So fand sogar im Jahre 1930 ein Ball statt, auf dem die Architekten das Gebäude als Kostüm trugen, das sie gerade gebaut hatten - der berühmte us-amerikanische Architekt William Van Alen erschien als seine eigene spätere Schöpfung: als Chrysler Building.

Symposium „Das Modell“

Das Symposium „Das Modell“ am 15. September 2013 reflektiert die Ausstellungsform von MIES 1:1 selbst als Visualisierungstechnik und künstlerische Strategie. Das letzte von drei Symposien, zu denen renommierte Referenten aus Kunst, Architektur und Wissenschaft zugesagt haben, veranstaltete Projekt MIK e. V. in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München.

Das 1:1-Modell war Thema und zugleich Tagungsort dreier Symposien, von denen sich das erste mit dem Phänomen Ludwig Mies van der Rohe als ikonengleichem Architekten beschäftigte. Die Transformation und Aktualisierung seiner Entwürfe für die Gegenwart durch Sanierung, Rekonstruktion und Umnutzung wurden vorgestellt. Darüber hinaus wurden die theoretischen, politischen und denkmalpflegerischen Paradigmen dieser „Zugriffe“ auf Mies van der Rohes Erbe diskutiert. Sie standen künstlerischen Interventionen gegenüber, die an den von Mies van der Rohe entworfenen Häusern Lange und Esters, Krefeld, sowie an der Neuen Nationalgalerie, Berlin, als Orte für zeitgenössische Kunst vorgenommen wurden.

Das Symposium fand im begehbaren 1:1-Modell statt.

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