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Dr. Maike Schmidt | 29.08.2019 | 271 Aufrufe | Artikel |
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Besatzungsherrschaft und Alltag im Rheinland - Die belgische, britische und amerikanische Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg

Susanne Brandt (Düsseldorf) | Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg im Westen

In ihrem Plenarvortrag geht Susanne Brandt (Düsseldorf) ihrer zentralen These nach, dass eine Vielfalt von Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg nebeneinander existierte. Obwohl gesellschaftliche und politische Kräfte ein Interesse daran hatten, die Erinnerung zu verdrängen, entbrannte in der Nachkriegszeit ein Streit um die Deutungshoheit des Krieges. Brandt bezeichnet ihn als „Stellungskrieg der Denkmäler“, bei dem unterschiedliche Erinnerungsformen nebeneinander existierten. Reisen auf Schlachtfelder, Feiertagskultur, Errichtung von Denkmälern legen davon Zeugnis ab, wie Susanne Brandt in ihrem Vortrag zeigt.

Copyright: Gerda Henkel Stiftung 2019

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Begrüßung durch Ralf-Peter Fuchs (Duisburg-Essen) und Georg Mölich (LVR)

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Die Tagung

In vielen Gebieten des Rheinlands war der Aufbruch in die Demokratie nach dem Systemwechsel von 1919 mit der Erfahrung einer fremden Besatzung verbunden, die in Teilen bis zum Zusammenbruch der Weimarer Republik andauern sollte. Während die Auswirkungen der französischen Besatzung auf das Rheinland in dieser Zeit bereits eingehend erforscht wurden, sind Publikationen zur Geschichte der belgischen, britischen und US-amerikanischen Besatzungszone rar gesät. Entsprechend rückt die Veranstaltung diese weniger erforschten Besatzungsherrschaften in den Fokus. Ziel ist es, ein differenziertes Bild der betroffenen rheinischen Gebiete in der Weimarer Republik zu zeichnen, die politische Organisation der Besatzung und die Prägung des Alltags zu erörtern und auf der Grundlage einer Sondierung bislang unbearbeiteten Archivmaterials neue Forschungsimpulse zu setzen.

Bei H-Soz-Kult findet sich ein Tagungsbericht, verfasst von Gregor M. Weiermüller, vom Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen.

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