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Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5381 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Albert Bömer | 15.03.2010 | 12:22
Was soll eine derartige Abstimmung ohne genauere Informationen was für und gegen die einzelne Theorie spricht. Eine differenziertere Aufstellung der einzelnen Theorien wäre hilfreicher gewesen, wobei auch Hinweise für Lokalisationsversuche abseits dieser vier aufgeführten Gegenden sinnvoll gewesen wäre. Auch ich habe mich über viele Jahre hinweg mit diesem Thema beschäftigt, wobei für mich (und mittlerweile auch für viele andere) ein vollkommen anderes Gebiet für den Ort der Clades Variana wahrscheinlich wird. Nachzulesen unter:

http://www.clades-variana.com
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Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5381 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Dipl.Ing. Peter Oppitz | 04.03.2010 | 18:05
Auch ich habe große Probleme, eine unter den verschiedenen Ortsbestimmungen zu wählen. Immerhin gibt es mehr als 700 verschiedene Orte, an denen die Varusschlacht stattgefunden haben kann. Über mehrere Jahre habe ich mich mit dem Komplex befasst und schließlich ein kleines Buch geschrieben: "Das Geheimnis der Varusschlacht." im Zagara-Verlag, € 9,80, erschienen. Unter den Althistorikern werden meine Überlegungen diskutiert, aber hinter vorgehaltener Hand, weil der Bericht über die V. von Cassius Dio noch immer als maßgebend gilt. Schon Paul Höfer (1888, "Die Varusschlacht") hat diesen Text angezweifelt und als tendenziöse Darstellung erkannt. Jedoch kam er nicht gegen die Autorität von Prof. Dr. Theodor Mommsen an (1885, "Die römische Geschichte"). Weil es sehr schwer ist, einmal Gelerntes zu hinterfragen, wird noch lange über die Bewertung der verschiedenen, römischen Texte diskutiert werden.
Die neueste Veröffentlichung stammt von dem Althistoriker Dr. Peter Kehne in " Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 78/2009, S.135-180. Dort hat er seine Argumente zusammengestellt, warum am Kalkrieser Berg ein Kampf unter Caecina, einem Legaten von Germanicus, im Jahr 15 oder 16 n.Chr. stattgefunden hat.
Frau Tatjana Moor-Freber wird sicherlich bei Tacitus (Ann. I, 61) die pietätvolle Bestattung der zusammengelesenen Knochenreste der gefallenen Legionäre in einem Tumulus noch einmal nachlesen. Dort ist von nur einem Tumulus ( ein weiteres Mal in Ann. II, 7) die Rede. Also einem Bauwerk über der Erde und nicht von 8 (acht!!!) Knochengruben in der Erde. Außerdem war es zu der Zeit bei den Römern üblich, die Leichen(reste) zu verbrennen bevor die Asche weihevoll bestattet wurde. Brandspuren gibt es aber nicht in Kalkriese!
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Dr. Susanne Froehlich (geb. Pilhofer) | 03/04/2010 | 1633 Views | 1 | Articles

Überdruß und andere gute Gründe,
in den Krieg zu ziehen. -
Handlungsmotive bei Herodot

M.A. Jens Christian Schneider | 04.03.2010 | 11:50
Was Herodot schon konnte, vermögen 25 Jahrhunderte später nur wenige Medien: Nicht nur deskriptiv sondern analysierend berichten. Wie lernunwillig die Menschheit doch sein kann. Und, wenn ich Frau Fröhlich bzgl. Herodots Kriegsbegründungen zitieren darf: "Selbstüberschätzung und Wahn, Stolz, Ehre, Zorn, Rachegelüste, Neid, Reue, Scham, Angst, Mißtrauen, Zweifel, Zwang, Armut, Neugier, strategisches Kalkül und Machtstreben, Gier, aber auch göttliches Geheiß, Träume und Orakelsprüche" - Jeder dieser Gründe führt auch heute noch zu Kriegen - nur dass andere vermeintliche Gründe als Camouflage darüber ausgebreitet werden. Wenn ich an Wahn und (angebliches) göttliches Geheiß denke, befinden wir uns im Grunde mitten im modernen "Terrorismus-Krieg" - leider nicht nur auf Seiten des Terrorismus, sondern auch auf Seiten westlicher Regierungschefs, ohne jetzt jemand Speziellen benennen zu wollen. Bald oder in 25 Jahrhunderten werden Historiker auf Frau Fröhlichs Arbeit zurückgreifen können und sie als Ausgangspunkt für eine auf einen längeren Zeitraum angelegten Analyse nehmen, nämlich warum sich die Kriegsgründe kaum ändern, deren offizielle Umschreibung aber so selten mit der Realität übereinstimmt.
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Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5381 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Tatjana Moor-Freber | 03.03.2010 | 20:07
Was für Kalkriese spricht, ist die Tatsache, DASS dort eine wirklich große Schlacht stattgefunden hat. Das können die anderen Orte angesichts der Fundlage einfach nicht von sich behaupten. Ob es aber tatsächlich die Varusschlacht war??? Dazu gab es einfach zu viele Zusammenstöße mit den Germanen innerhalb des in Frage kommenden Zeitfensters.

Ein wichtiges Indiz sind auch die Funde menschlicher Knochen, die offensichtlich mehrere Jahre unbestattet im Wald auf dem Schlachtfeld gelegen haben. Das entspricht vollkommen dem Bericht des Tacitus, dass sich erst Jahre nach der Schlacht eine römische Expedition unter dem Feldherrn Germanicus in die Nähe des Schlachtfelds gewagt und die herumliegenden Gebeine förmlich bestattet habe. Das würde für Kalkriese als Ort der Varusschlacht sprechen.
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Dr. Daniel Stahl | 02/19/2010 | 3058 Views | 3 | Articles

Die Suche nach NS-Tätern in Südamerika

M.A. Jens Christian Schneider | 03.03.2010 | 16:42
Hier möchte ich auf meinen Kommentar zum Fall "Klaus Barbie" verweisen. Er passt auch auf dieses Thema. Schön, dass es auch schon so verwandte Themen gemeinsam ins Portal geschafft haben.
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Georgios Chatzoudis | 02/24/2010 | 2371 Views | 2 | Articles

„Archaeoworks“ – Bericht über die Messe zu „Archäologischen Berufswelten“ in Berlin

M.A. Jens Christian Schneider | 03.03.2010 | 16:39
"Und was machst Du damit, wenn Du fertig bist?" - Das kennen wohl (beinahe) alle Archäologen und Historiker... Schade, dass diese Messe anscheinend wenige Angebote bereit hielt und damit ja am Hauptinteresse der Besucher vorbeischoss. Geredet, gezeigt und erklärt wird immer viel... an den Hochschulen tauchen mitunter Menschen auf, die es "geschafft" haben, aus einem historischen Studium eine erfolgreiche Karriere zu basteln, aber konkrete Tipps gibt es da meiner Erfahrung nach auch nicht. "Sie sind nicht spezialisiert, Sie können alles!" - Davon kann man sich nichts kaufen - der Arbeitsmarkt sucht keine Alleskönner, höchstens welche mit zwanzig Jahren Berufserfahrung. Wenn schon eine Messe wie die archaeoworks keine Antworten liefert,wer dann? Und kann sie denn Antworten liefern, da u.a. von der HU und der FU organisiert? - Sind Hochschulen denn besonders interessiert daran, dass Absolventen in Lohn und Brot kommen? Da höre ich wenig von guten Erfahrungen und habe selber auch keine gemacht. "Hier ist Ihr Zeugnis. Tschüss!"
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Dr. Daniel Stahl | 02/27/2010 | 11719 Views | 2 | Articles

Der Fall "Klaus Barbie"
Teil 1 - Die Enttarnung des "Schlächters von Lyon"

M.A. Jens Christian Schneider | 03.03.2010 | 12:41
Dass die Amerikaner über die so genannte "Rattenlinie" unzählige Ustascha- und NS-"Schergen" nach (Süd)amerika verschifft haben ist ja allgemein bekannt. Mich wundert nur, dass es dagegen keinen größeren weltweiten Aufschrei gab/gibt. Nicht wenige kamen nicht nur in Südamerika sondern auch bei den US-amerikanischen Geheimdiensten selbst unter - wo ist denn da der Geist eines internationalen Kriegsverbrechertribunals? Wenn die USA als moralisches Vorbild fungieren wollen - und das wollen sie, wie wir wissen - sollten sie vielleicht auch endlich einmal internationale Vereinbarungen anerkennen, anstatt nur den eigenen Bedürfnissen zuzuarbeiten. Der Fall "Klaus Barbie" steht in der gleichen Reihe wie die vorgeschobene "Weapons of Mass Destruction"-Iraklüge in der an Peinlichkeit nicht zu überbietenden Show von Colin Powell. Gut, dass wenigstens Historiker schonungslos die Fakten benennen, wenn die Politik schon zu feige dazu ist.
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Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5381 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

M.A. Annegret Hols | 27.02.2010 | 15:07
Da ich nur zwei Theorien kenne, nämlich die nördliche, sprich Kalkriese, und die östliche, sprich in der Nähe von Detmold, kann ich nicht mit abstimmen. Es wäre daher hilfreich gewesen, alle vier Möglichkeiten kurz vorzustellen.
Was wird eigentlich aus dem Ergebnis der Abstimmung?
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Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 1707 Views | 1 | Articles

Warum promovieren oder vom Nutzen safawidischer Hofchroniken

M.A. Jens Christian Schneider | 26.02.2010 | 10:27
Also ich finde das Thema von Herrn Trausch in jedem Fall lesenswert, möchte aber etwas anderes beitragen: Die Frage "Wer liest das überhaupt?" kann man sich stellen, wenn es um das Einnorden (ja, das soll Einnorden und nicht Einordnen heißen - erwähne das nur, weil mir bei diesem Wort häufig Tippfehler unterstellt werden) eines Umfangs oder eines Stils geht, aber ansonsten stelle zumindest ich mir diese Frage bzgl. meiner Dissertation überhaupt nicht. Ich setze mir nicht das Ziel, möglichst viele Menschen zu erreichen bzw. möglichst viele Exemplare zu verkaufen (Das ist natürlich überspitzt formuliert. Mir ist klar, dass Herr Trausch das nicht so meint.) - würde ich nur einen Gedanken daran verschwenden, litte augenblicklich die wissenschaftliche Qualität. Wissenschaftliche Exzellenz an erster Stelle - möglichst sollten danach auch keine weiteren Stellen folgen, außer vielleicht ein gewisser sprachlicher Schliff.

Chroniken wurden, wie wir wissen, häufig aus einem bestimmten missionarischen Denken heraus verfasst, als Rechtfertigung, Lobpreisung, politische Anspruchsbegründung etc. - ich sehe da keine Parallelen zu einer Dissertation. Die erstellt zwar Thesen, die sie zu untermauern versucht, aber hat sie den Anspruch "die Welt zu verändern"? Ich sehe sie als wertvollen Beitrag für die wissenschaftliche Gesamtdisziplin und als Vorarbeit für darauf aufbauende Forschung. Ob sie soundso oft bei Amazon angeklickt oder verkauft wird überlege ich mir während des Schreibens sicher nicht.
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Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5381 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

M.A. Jens Christian Schneider | 26.02.2010 | 10:08
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Georgios Chatzoudis | 02/26/2010 | 5381 Views | 8 | Polls

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

M.A. Jens Christian Schneider | 26.02.2010 | 10:07
Eigentlich hätte ich gar nichts ankreuzen wollen, denn in der Geschichtswissenschaft sollte es nicht darum gehen, was man GLAUBT. Ich habe mich vor einigen Monaten erstmals etwas intensiver mit dem Thema befasst und kann nur allgemein empfehlen dass man, bevor zu Monographien und Bildbänden gegriffen wird, doch erst einmal an die Quellen geht. Eine kleine, feine und außerordentlich gut lesbare Quellensammlung findet sich im Reclam-Büchlein "Varus, Varus!", zu finden z.B. unter diesem Link Varus bei Reclam
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Georgios Chatzoudis | 02/19/2010 | 3599 Views | 4 | Polls

Welches Datum eignet sich für den deutschen Nationalfeiertag am Besten?

M.A. Jens Christian Schneider | 25.02.2010 | 17:24
Ich habe über dieses Thema schon mit vielen Menschen diskutiert und absolut niemand konnte sich mit dem 3.10. anfreunden. Der Sedantag scheidet logischerweise aus, ebenso der 11. August (Unterzeichnung der Weimarer Verfassung durch Ebert), da die Weimarer Republik nicht als Vorbild gelten kann. Wer also hat festgelegt, dass es der 9.11. nicht sein kann? Und wer sagt, dass sich dies nicht ändern lässt? Ich kann meinen Vorrednern nur Recht geben: Der 9.11. verkörpert Licht und Schatten, dient als Mahnung statt als Selbstbeweihräucherung. Wir feiern also, angesichts einer so langen deutschen Geschichte, "nur" das Ende eines gerade einmal vierzig Jahre existenten Konstrukts? Sehr kurz gegriffen, wie ich finde.
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Georgios Chatzoudis | 02/19/2010 | 3599 Views | 4 | Polls

Welches Datum eignet sich für den deutschen Nationalfeiertag am Besten?

Ulrich Ch. blortz | 24.02.2010 | 14:09
Ich kann Frau Froehlich nur zustimmen. Der 9.11. ist durch Scheidemann Geburtsstunde der Republik - immer noch unsere Staatsform - geworden, ein freudiger Moment der deutschen Geschichte wie der Mauerfall. Daneben steht er für finstere und finsterste Begebenheiten. Zusammen machen sie "die" deutsche Geschichte der Neuzeit aus - viel mehr als das künstliche Datum des 3.10.
(Außerdem hätten wir so im tristen November wieder einen Feiertag anstelle des Buß- und Bettages ;-)).
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Georgios Chatzoudis | 02/19/2010 | 3599 Views | 4 | Polls

Welches Datum eignet sich für den deutschen Nationalfeiertag am Besten?

Rainer Escher | 24.02.2010 | 09:30
Ich wüsste zwar im Moment keine Alternative.
Aber einen deutscher Nationalfeiertag nur an der Trennung bzw. Aufhebung der Trennung der ehemaligen beiden deutschen Staaten aufzuhängen halte ich auf lange Sicht nicht besonders gut.
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Dr. Daniel Stahl | 02/19/2010 | 3058 Views | 3 | Articles

Die Suche nach NS-Tätern in Südamerika

Dr. Hans Moser | 23.02.2010 | 20:56
Dazu ein Link zum Buch Nazis auf der Flucht, das wissenschaftlich fundiert herausarbeitet welche Organisationen Herrn Eichmann auf der Flucht geholfen haben. http://www.youtube.com/watch?v=lrVDHHcNh9A . Man sollte sich auch Fragen, wer denn die Akteure waren, die ein solch langes Versteckspiel erst möglich machten.
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L.I.S.A. Redaktion | 02/23/2010 | 85750 Views | 2 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

“Degenerate art” – Nazi iconoclasm (Germany)

Mag. Heimo Hübler | 23.02.2010 | 20:21
ich finde es sehr gut, dass so ein forum existiert. bin schon gespannt wie die reihe weiter geht. nur weiter so und viel durchhaltevermögen.
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Georgios Chatzoudis | 02/19/2010 | 3599 Views | 4 | Polls

Welches Datum eignet sich für den deutschen Nationalfeiertag am Besten?

Der neunte November ist ja nicht nur der Tag des Mauerfalls: 1918 rief Philipp Scheidemann die deutsche Republik aus (und Karl Liebknecht die Räterepublik), am neunten November 1923 wurde der Hitler-Ludendorff-Putsch niedergeschlagen, 1938 wurde an diesem Datum die Reichspogromnacht inszeniert ... Als Nationalfeiertag wäre der neunte November geeignet, an verschiedene Aspekte der deutschen Geschichte zu erinnern.