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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4683 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Gerd | 29.09.2018 | 11:43 Uhr
Frau Schlotheuber fordert konstruktive Kommunikation? Droht den Doktorand_innen nach der Festveranstaltung in einer unprofesionell emotionalen Hasstirade dann aber mit "Konsequenzen"? Was bitte ist daran konstruktiv?

Wenn junge Wissenschaftler begründete Kritik äußern und dafür vom Vorstand des Historikerverbandes mit Konsequenzen bedroht werden, die in dieser Form nur negative Auswirkungen auf die Karriere der jungen Menschen meinen können ... wenn also Einschüchterung das Mittel der Wahl ist, um dem angeblich so sehr am Herzen liegenden "Nachwuchs" zu begegnen, dann ist das ein Armutszeugnis für den Verband.

Nicht die Doktoranden sollten in der verbalen Schusslinie stehen, sondern das völlig misratene Konfliktmanagement des Verbandes.
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Georgios Chatzoudis | 18.09.2018 | 35247 Aufrufe | 12 | Interviews

"Diese Körper sind von Angst erfüllt"

Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

tx | 29.09.2018 | 10:28 Uhr
Ein erfrischend deutliches Statement, dass ich gerne weiterverbreite, soweit es meine Reichweite zulässt. Vor allem die Dekonstruktion der vermeintlichen "Objektivität" der bürgerlichen (und damit eben eben doch Lügen-)Presse finde ich äußerst luzide.
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Georgios Chatzoudis | 18.09.2018 | 35247 Aufrufe | 12 | Interviews

"Diese Körper sind von Angst erfüllt"

Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

Fritz Iversen | 29.09.2018 | 09:51 Uhr
Danke für diese Perspektive auf den tatsächlich rätselhaftesten Punkt, die "Mordlust", in der die männliche Aggressivität endgültig jede zivilisierte Gezähmtheit und jede Affektkontrolle verliert und monströses Untaten-Potenzial erhält. Ich frage mich allerdings, ob der Kern der Hypothese richtig ist: "Die Mordlust hat schlimmere körperliche Motoren: Angst des fragmentierenden Körpers vorm Untergang; vorm Verschlungenwerden von den umgebenden Realitäten."
Die Angst vor einer Bedrohung kann logischerweise immer psychische Energie bereitstellen, also "motivieren". Es gibt allerdings ein zweites Motiv, das gerade bei diffusen Auslöschungswünschen viel regelmäßiger zu beiobachten ist: Hass. Hass ist gekennzeichnet als der Wunsch, dass etwas nicht existieren soll. Solcher Hass kann sich auch auf Gegenstände beziehen, auf Tiere, auf Bäume, also "auf alles, was existiert", oder eben relativ häufig auf andere Menschen oder Menschengruppen, manchmal auch auf sich selbst. Hass drängt innerlich auf die komplette Beseitigung, gebiert diesen Wunsch, zu zerkleinern, zu verbrennen, zu töten, verschwinden zu lassen. Bei Menschen gehen die Auslöschungswünsche verschiedene Wege: Bei einigen besonders hilflosen "Männerkörpern" den Weg nackter Spontangewalt, bei gebremsteren Charakteren den Weg des Deligierens an Interessenvertreter, und die Schlauen organisieren Propaganda für "politische Lösungen" wie Abschieben, Einsperren, Burggräben ziehen etc. Der schlaue Hass ist unkörperlich, stammt aber aus dem gleichen Wunsch nach Beseitigung des Verhassten wie bei den "mordlüsternen" Körpern das persönliche Ausagieren des Wunsches in wörtlicher Form.
Jetzt bliebe zu fragen, wo der Hass auf X jeweils herkommt. Die Möglichkeit zum Hass hat wohl jeder und jede, kommt auch in jedes Menschen Leben vor (siehe z.B. wie Theweleit selbst an einer Stelle quasi nur die "Beseitigung" gewisser Leute für eine mögliche Lösung hält, im Sinne eines Unsichtbarmachens oder Verschwindenlassens aus der Öffentlichkeit).
Der Hass auf Fremde und Andersartige könnte allerdings tatsächlich seine Ursachen im ungeschützten Jungenkörper haben. Jungen müssen in einem charakteristischen Zwiespalt aufwachsen, der für Mädchen genau nicht gilt (da gibt es andere Grundkonflikte): Sie sollen nicht weinen, stark sein, Sieger sein etc., sind aber tatsächlich so schutzlos und liebebedürftig wie jedes Kind.
Vermutlich liegt da ein Grund, warum Jungen sehr früh anfangen mit Bewaffnung zu liebäugeln - der Stock ist der ersehnte Kraftzuwachs. Und dass sich auf den Fremden dann das General-Trauma projiziert, als Kind den Größeren überall ausgeliefert zu sein, während man sich doch stark und mutig fühlen sollte, erscheint mir nachvollziehbar.
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Mareike Heide | 29.09.2018 | 01:01 Uhr
Absolute Unterstützung!!!
Ernsthaft, zur Sicherheit das eigene Poster mitbringen etc. - das kann man doch nur schreiben, wenn man selbst nie in der Situation war. Finanziell ausgebrannt, mit den Nerven am Ende und immer das Gefühl 'Alles was ich tue, reicht nicht' - so ist die Standardsituation als Doktorand. Die Situation Promovierender ist absolut unannehmbar. Der VHD trägt nicht zur Besserung bei. Allein vor 2 Jahren die Kommentare zur Preisverleihung. Ständig der Kommentar "Hoffentlich kommt das Projekt auch zum Ende!" - nicht selten ist das eine Frage der Unterstützung durch den/die Doktorvater/Doktormutter und vor allem Möglichkeiten der Finanzierung.
Abgesehen davon: als Teilnehmerin des Doktorandenforums 2016 (und Preisträgerin, also kein Kommentar aus Frust!) kann ich sagen, dass absolute Unsicherheit herrschte hinsichtlich der Anforderungen. Was sollte aufs Plakat? Wieviel Mühe soll man sich mit der ästhetischen Gestaltung geben? Ist Optik oder Inhalt wichtiger? Was sollte man in dem geforderten "Kurzreferat" thematisieren - nur Inhalt, oder auch Gestaltung? Dann die Präsentation in einem Zelt - häufig stand man Stunden da, ohne dass ein Besucher kam und Interesse zeigte.
Das schlimmste aber war wirklich die permanente Erinnerung daran, dass es ja so viele gibt, die nicht abschließen...sowohl bei der "Eröffnungsrede" (anwesend: die Doktoranden und die Jury) zum Doktorandenforum, als als auch bei der Festveranstaltung, bei der die Preise verliehen wurden. Permanent der Hinweis: na hoffentlich kommt das noch zum Ende.
Ich denke, dass in vielen Fällen, in denen Doktorarbeiten nicht zum Ende kommen, der Fehler auch im System zu suchen ist (wieder: keine Kritik aus Frust; ich habe abgeschlossen). Wie finanziert man diese Zeit? Hat man ausreichend Unterstützung vom/von Doktorvater/Doktormutter? Hat man Hilfe (die braucht man einfach!), um sich ein Netzwerk aufzubauen? Etc., etc.
Ein Doktorand/eine Doktorandin hat so viele Hindernisse und Hürden zu nehmen - vor allem, wenn er/sie im wissenschaftlichen Betrieb bleiben will. Da sollte es viel mehr Hilfestellungen geben. Und da sollte vor allem auch eine ansprechendere, besser unterstützte Präsentation möglich sein, als es bisher der Fall war (wieder: kein Frust! Ich hab ein Glück Kontakte knüpfen können).
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Nikolai Okunew | 28.09.2018 | 23:56 Uhr
'Wenn ich schon bei der Postersektion mitmache, dann bringe ich doch zu Sicherheit mein eigenes Poster, schick ausgedruckt, selbst noch mit!'

Satire darf Alles?

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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Karoline Döring | 28.09.2018 | 22:11 Uhr
Als Replik auf Jan Keupp & Randnotiz: Es handele sich "vor allem um die schätzenswerte Anstrengung ganz konkreter Personen, die übrigens zum Gutteil noch nicht oder gerade erst promoviert sind." Genau das ist doch Teil des Problems! Ein Kongress dieser Größenordnung und von so herausragender Bedeutung erfordert ein professionelles Eventmanagent. Sicher war das Team mit Herzblut dabei. Der Erfolgsdruck ist auch immens hoch. Angesichts der vielen anderen Verpflichtungen junger Forschender in prekären Beschäftigungsverhältnissen ist so ein Engagement in der Tagungsorganisation m. E. problematisch, gerade wenn wenige bis keine Ressourcen zur Verfügung stehen. Ich würde mir wünschen, dass die Kritik der Promovierenden auch zu einem Nachdenken über die Organisationsstruktzr des Kongresses allgemein führt. Warum muss der größte Kongress der Geschichtswissenschaft ein Wanderzirkus sein, der alle zwei Jahre mit völlig neuem Team in völlig neuer Umgebung gastiert & dabei Ressourcen ausbrennt ("bis an den Rand der Erschöpfung") ? Wo bleibt die Nachhaltigkeit? Welcher Rahmen ist noch zu bewältigen und wo ist es nur noch mit Abstrichen zu schaffen? Sicher, der IMC in Leeds ist so erfolgreich, weil man dort 200 Pfund Anmeldegebühr blecht, die in die Organisation fließen, aber auch und gerade weil dort organisatorisch & personell nicht jedes Jahr das Rad neu erfunden werden muss.
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Raphaela L. | 28.09.2018 | 22:06 Uhr
Dann sollte man auf derlei Ausschreibungen verzichten, wenn man sie nicht ernst meint oder anders formulieren.

Und warum Leute selbst schuld sind, wenn sie das Angebot wahrnehmen ihre Poster ausdrucken zu lassen, verstehe ich auch nicht.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4683 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Michael Offermann | 28.09.2018 | 22:05 Uhr
Jenseits organisatorischer Pannen, wie sie vorkommen können, fand ich schon immer, dass bloss das Signal eines separaten Posterprogramms für Doktorierende auf ein ausgeprägtes Hierarchieverständnis schliessen lässt: die richtigen Historiker dürfen in die Sessionen, die Doktorierenden kriegen ein Poster (auch wenn den Doktorierenden auf individueller Basis ein Vortrag in Sessionen offen steht). Viel spannender fände ich ja eine Postersession nur für Ordinarien, aber darauf dürfte man wohl lange warten...
Auf dieses grundsätzliche Problem eines separaten "Nachwuchs"programms und die von den Autoren des offenen Briefs genannten konkreten Kritikpunkte (v. a. unklare Bewertungskriterien der Poster, mangelhafte Kommunikation und Werbung) geht dieser Antwortbrief leider nicht ein, sondern enthält nur eine unbefriedigend floskelhafte Aussage zur Förderung der Doktorierenden. Soviel zur gewünschten offenen Diskussion. Ich hoffe, sie wird andernorts tatsächlich geführt und die Teilnehmer des Doktorandenforums erhalten noch ein ernsthaftes Gesprächsangebot.
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Mike K. | 28.09.2018 | 21:24 Uhr
Die offizielle Funktionsbeschreibung der Postersektion ("Damit wird einer begrenzten Anzahl von Doktorand/innen der Geschichtswissenschaft die Möglichkeit geboten, ihre Forschungsvorhaben einer breiten Fachöffentlichkeit in Form eines DIN A0-Posters vorzustellen und darüber hinaus Kontakte für ihre weitere berufliche Zukunft zu knüpfen.") derartig beim Wort zu nehmen, ist, sorry, etwas naiv. Und als ob der HT das einzige Forum wäre, um sich als DoktorandIn in der Fachwelt bekannt zu machen! Es gibt doch täglich CfP für Tagungen und Workshops, auf denen man die wirklich relevanten Leute trifft. Die Postersektion ist dennoch ein unglückliches Format, das falsche Erwartungen weckt und Enttäuschungen hervorruft - also besser abschaffen. Aber noch ein Wort in Sachen Orga: Wenn ich schon bei der Postersektion mitmache, dann bringe ich doch zu Sicherheit mein eigenes Poster, schick ausgedruckt, selbst noch mit! Und ich rücke es dann auch etwas besser ins Licht, wenn es schief hängt. So schwer kann das doch nicht sein.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4683 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

MikeK | 28.09.2018 | 21:08 Uhr
Dass Sektionen nicht für Doktoranden offen sind, stimmt doch gar nicht. Im Übrigen werden Historikertage als Chancenpool und Network-Gelegenheit vollkommen überschätzt, also alle wieder abregen.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4683 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Schmiedt | 28.09.2018 | 19:39 Uhr
Auch, wenn der Kommentar meiner Vorrednerin etwas hart formuliert ist, hat sich ein Teil der Professorenschaft gestern tatsächlich ziemlich unsäglich verhalten. Promovierende äußern berechtigte Kritik und die Silberrücken fühlen sich direkt in ihrer persönlichen Ehre angegriffen?
Positiv war jedoch, wie viele meiner Kolleg/innen den Doktorand/innen beigesprungen sind. Solidarität ist auch unter Historiker/innen ein hohes Gut!
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4683 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Laura K. Mayer | 28.09.2018 | 19:17 Uhr
"Viele von uns engagieren sich auch weit darüberhinaus in der Förderung von Doktoranden und Doktorandinnen."

Dieses Engagement konnte man gestern Abend beobachten, als zahlreiche gestandene Professoren und Promovierten nach der Festveranstaltung die Doktorand/innen für ihren Brief in Einzel- und Gruppengesprächen auf eine Art und Weise runtermachten, die stark an Nestbeschmutzer-Rethorik gewisser rechter Strömung erinnert.
Alle auf einen bzw. einzelne als Bestrafung dafür, dass sie ihre Meinung äußern? Sehr fair und engagiert.

Alles in allem scheinen die Promovierenden von dieser Förderung wenig mitzuerleben, denn sonst hätte es diesen Brief nicht gegeben.
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Raphaela L. | 28.09.2018 | 19:08 Uhr
Ich möchte mich hiermit dem offenen Brief anschließen. Ich habe mir gerade den Call for Posters hier angeschaut. Darin steht:
"Damit wird einer begrenzten Anzahl von Doktorand/innen der Geschichtswissenschaft die Möglichkeit geboten, ihre Forschungsvorhaben einer breiten Fachöffentlichkeit in Form eines DIN A0-Posters vorzustellen und darüber hinaus Kontakte für ihre weitere berufliche Zukunft zu knüpfen."

Wenn ich mir das vor Ort richtig angeschaut habe, wurde die angesprochene "breite Fachöffentlichkeit" nicht erreicht, ich denke daher auch, dass die Möglichkeit "Kontakte für ihre weitere berufliche Zukunft zu knüpfen" eher nicht gegeben waren.

"Die angenommenen Bewerber/innen werden im Frühjahr 2018 benachrichtigt und erhalten eine Handreichung mit Hinweisen sowie den Kriterien für die formale Gestaltung der Poster. Die Poster werden einer Jury auf dem Historikertag in einem Kurzvortrag präsentiert. Die besten Präsentationen werden prämiert."

Aus Transparenzgründen würde mich nun tatsächlich interessieren, was in der Handreichung steht. Ich habe sowohl nach dem Historikertag 2016 als auch dem diesjährigen gehört, die Jury sei sich wegen der Bewertungskriterien auch nicht sicher gewesen.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4683 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

J. T. | 28.09.2018 | 18:59 Uhr
Zitat: "wünschen uns dabei aber eine konstruktive Kommunikationsform"

Welche wäre denn konstruktiv? Versuchen Promovierende in den verschiedenen Fachforen auf ihre Probleme aufmerksam zu machen, werden sie in der Regel von einer schieren Übermacht an Professor/innen und Promovierten niedergemacht.
Äußern sie die Kritik gegenüber Einzelpersonen, so passiert gar nichts. Anders ist nicht zu erklären, warum die Problematik seit mindestens zehn Jahren im Umfeld des Historikertages existiert.
Die Promovierenden haben einen klar formulieren Brief geschrieben, der keine Einzelperson angreift und deutlich macht, dass es ihnen darum geht, einen Wandel anzustoßen. Sie nennen die Punkte, die ihnen wichtig sind. Wast daran nicht konstruktiv?
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4683 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Raphaela L. | 28.09.2018 | 18:51 Uhr
Die Lektüre Ihrer Antwort führt mich zu folgenden Fragen:
"Sechs der Preise, die der Verband verleiht, sind Dissertationspreise" - Dissertationspreise werden für abgeschlossene Promotionen verliehen. Davon haben aktuell Promovierende nichts. Auf dem Historikertag gibt es Dank der Körberstiftung eine Einbindung von Schülerinnen und Schülern. Warum werden vielversprechende Studierende nicht eingebunden? Warum werden sehr gute Bachelor- und Masterarbeiten nicht ausgezeichnet? Das wäre ja auch eine Wertschätzung.

"Die Einbindung von Doktoranden und und Doktorandinnen und ihren Forschungsthemen nimmt einen Großteil der Arbeit des Ausschusses, des Vorstands und der Geschäftsstelle in Anspruch. Viele von uns engagieren sich auch weit darüberhinaus in der Förderung von Doktoranden und Doktorandinnen."

Es wäre schön, hier Beispiele zu hören. Schön wäre auch, wenn sich die Ausrichtenden des Historikertages dazu äußern würden, warum die Beteiligung von Doktoranden bei Sektionen anscheinend nicht möglich ist.
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Nikolai Okunew | 28.09.2018 | 17:19 Uhr
Als Mitunterschreiber bedanke ich mich für das meist namentlich erbrachte positive Feedback. Es wäre viel zu einzelnen Aspekten zu sagen, ich möchte mich aber auf drei beschränken, die ich als Ergänzung zum Brief verstehe und die Richtung in die dieser gehen sollte mMn klarer macht. 1. Uns ging es nicht um Personen. Anders als gestern mitunter behauptet hat die Mehrzahl der Promovierenden auch Erfahrung in der Organisation von Kongressen - sowohl als (unbezahlte) Hilfskräfte, als auch in der Planung. Die Schwierigkeit die vielen beweglichen Teile zu einer funktionieren Maschine zusammenzuführen sind also bekannt - dass dabei beinahe zwangsläufig Dinge schief laufen ebenfalls. Ab einem gewissen Punkt konnte ich mir aber nicht helfen die Missstände beim Forum, aber auch als Ausdruck systemischer oder struktureller Unzulänglichkeiten zu begreifen. Diese Debatte wurde beim Verfassen des Briefs auch geführt und die Kritik genau dieser Missstände war erklärtes Ziel. Falls dies aus der Sprache des Briefes nicht ersichtlich wird, ist das wohl eher der beidseitigen Erregung als böser Absichten geschuldet. 2. Es ging uns nicht um Konkurrenz. Im Gegenteil: Maßgeblich beteiligt beim Verfassen des Briefes waren Promovierende deren Poster gerade und pünktlich hingen. Ich wollte mich mit diesem Brief solidarisch mit den Promovierenden zeigen deren Poster erst gar nicht gedruckt wurden, schief und in Bodennähe hingen oder rückseitig auf Stellwände einsam und beinahe unsichtbar in der Ecke platziert waren. Die spontane Wortmeldung bei der Vergabe des Preises ist Beleg dafür, dass die Situation derartig war, dass selbst eine Prämierung einen bitteren Beigeschmack haben musste. Von einem Eklat sollte hier nicht gesprochen werden. Eine Reihe von Teilnehmenden hat mir gegenüber angekündigt den Preis gar nicht annehmen zu wollen. Eine Geste, die wohl fehl am Platz gewesen wäre, aber die ebenfalls zeigt, dass es hier nicht um die verletzte Eitelkeit privilegierter aber pubertärer Wissenschaftler_innen ging. 3. Es ist ein offener Brief auf einer wissenschaftlichen Plattform. Die Kritik bleibt innerhalb der Community. 68 wäre solch eine Form der Kritik wohl als bürgerlich verlacht worden. Wenn der Ort und Zeitpunkt der Kritik - über den Kritisierte in Machtpositionen wohl stets am liebsten selbst verfügen würden - als Ausdruck fehlenden Respekts verstanden wurde, dann war auch dies nicht mein Wunsch und, so glaube ich, auch nicht der anderen Unterschreibenden.
Ich bin mir sicher, dass es gelingen kann die Projekte Promovierender besser auf Historikertagen zu platzieren. Ein (gemeinsames) Nachdenken darüber scheint mir lohnend.

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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Julius M. K. | 28.09.2018 | 15:52 Uhr
Es ist mir eine Ehre Nummer 50 zu sein! Weiter so! Es wird Zeit, dass sich was ändert. Seit mindestens 10 Jahren sind die Zustände beim Historikertag mies für Promovierende. Es reicht!
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Julius M. K. | 28.09.2018 | 15:48 Uhr
Volle Unterstützung!!!!!
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Joost | 28.09.2018 | 15:45 Uhr
Weiter so! Ihr seid mutig und engagiert euch für unsere Fachdisziplin! Macht weiter!
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Berit K. | 28.09.2018 | 15:39 Uhr
Volle Unterstützung! Toll, dass endlich mal was passiert! Wird Zeit!