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Aktuell kommentierte Beiträge
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Diplom Fotografie Markus Georg Reintgen | 02.03.2017 | 903 Aufrufe | 5 | Artikel

Prora

Scherben von Prora

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Georgios Chatzoudis | 21.02.2017 | 1736 Aufrufe | 5 | Interviews

Digitaler Kapitalismus - der Weg aus der Wachstumskrise?

Interview mit Philipp Staab über Wachstum im digitalen Kapitalismus

Manfred Meyer | 10.10.2018 | 18:39 Uhr
Schlußfolgerungen habe ich nicht gefunden nur Beschreibungen einer Gefahr.
Was und wem nutzt das ?
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Georgios Chatzoudis | 21.10.2014 | 3012 Aufrufe | 2 | Interviews

"Otto Dann war ein zutiefst politisch denkender Historiker"

Interview mit Peter Alter zum Tod von Otto Dann

Wan Jan | 05.10.2018 | 17:56 Uhr
Heute, vor 100 Jahren, hielt Reichskanzlers Prinzen Max von Baden eine Regierungserklärung im Reichstag.

In den vergangenen Tagen habe ich das oben erwähnte 'Nation und Nationalismus in Deutschland 1770 - 1990' gelesen, nur auf diesem Wege wurde mir bewusst, dass wir heute damit das 100-jährige Jubiläum hierzu begehen...

Gerade eben habe ich das Buch fertig gelesen und wollte jetzt mehr über Otto Dann recherchieren; einer der Treffer, den ich mir näher anschaute, ist dieses Interview anlässlich seines Todes.

Ich kann den von Dr. Klaus Pabst gemachten Aussagen zustimmen, nach meinem (etwas oberflächlichen, weil nicht weiterführenden) Eindruck nach dem Lesen dieses massiven Standardwerks.

+++



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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

L.I.S.A.Redaktion | 04.10.2018 | 13:41 Uhr
Als L.I.S.A.Redaktion weisen wir daraufhin, dass der Kommentar von Frau Hilgert nachweislich kein sogenannter Fake-Beitrag ist. Einer Anmeldung zur Kommentierung von Beiträgen bedarf es nicht. Ihre L.I.S.A.Redaktion
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Geballte Lesekompetenz | 04.10.2018 | 10:48 Uhr
Es ist schade, dass jetzt hier mit Fake-Beiträgen die bisher weitgehend sachliche Diskussion gestört werden soll.

Der Beitrag von "Nora Hilgert" ist ein Fake-Beitrag.
a) Frau Dr. Hilgert besitzt in diesem Forum einen offiziellen Account ( https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/dr._nora_hilgert ). Dieser wurde hier nicht genutzt, sondern ein anonymer Wegwerf-Account.

b) Der Beitrag von der vorgeblichen "Nora Hilgert" ist nicht nur voller seltsamer Plattitüden und Floskeln, er ist auch gespickt mit Grammatikfehlern. Frau Dr. Hilgert ist promovierte Historikerin und der deutschen Sprache mächtig. Das hier ist eine Beleidigung.

Der Beitrag soll die Leitung des VHD und Frau Dr. Hilgert desavouieren. Hier sind wir alle aufgefordert, ruhig und respektvoll den Dialog fortzuführen und nicht auf solche Provokationen hereinzufallen.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Nora Hilgert | 04.10.2018 | 08:28 Uhr
Das Doktorandenforum soll dem Anspruch nach eine Plattform bieten, eigene Projekte vorzustellen, mit Mitstreitern ins Gespräch zu kommen, Kontakte und Netzwerke auf dem Historikertag zu knüpfen, die weit über den eigentlichen Posterraum hinausgegen, der mehr ein Initial ist als etwas Statisches. Mit einem Poster hier präsent zu sein, ist aus unserer Sicht also vielmehr als ein Wettbewerb, es ist als Chance gedacht, die jede und jeder für sich ausgestalten kann. Dass es in diesem Jahr verschiedene organisatorische Missgeschicke und Pannen gab, tut uns leid und an verschiedenen Stellen haben wir uns bereits dafür entschuldigt. Auf diese Pannen mit einem offenen Brief zu reagieren, war eine Möglichkeit, den Unmut auf verschiedenen Veranstaltungen öffentlich zu äußern schloss sich an. Als Veranstalter hätten wir uns gewünscht, dass man direkt auf uns zukommt, bevor die sozialen Medien eingebunden werden. Aber wir können damit umgehen, da es uns immer um den Dialog geht, der, egal wie groß der Dissens ist, aufrecht erhalten bleiben muss. Dialog muss in jedem Zusammenhang kollegial und respektvoll sein, egal wie hoch die Emotionen kochen. Wenn aber aus Gesprächen, wie Eva Schlotheuber und ich sie im Anschluss an die Festveranstaltung geführt haben, gemacht wird, dass einzelnen Personen gedroht worden sei (siehe die Kommentare oben), verlässt dies eine akzeptable Ebene. Warum sollte jemand gedroht worden sein und in welcher Weise? Womöglich, dass Karrieren verhindert oder behindert werden? Dies hat so in keiner Weise und an keiner Stelle stattgefunden, das möchte ich unmissverständlich betonen und klarstellen. Ich kann mir nicht erklären, wie und warum diese Behauptung in den Raum gestellt worden ist. Bei mir persönlich weckt eine solche Aussage das ungute Bild, dass Karriere weniger als Selbstleistung denn als Fremdleistung eingeschätzt wird. Sicherlich sind wir alle in irgendwelchen Abhängigkeiten, aber es ist doch ganz klar festzustellen, dass jeder und jede selbst für das eigene Fortkommen zuständig ist. Aber dies führt ohnehin ganz weit weg von den eigentlichen Kritikpunkten am Doktorandenforum. Daher sei noch einmal deutlich zu betonen: Niemand wurde etwas angedroht! Einzig, und das wird auch in der obigen offenen Antwort gesagt, werden wir das Doktorandenforum in dieser Form nicht fortsetzen wollen, da es für alle Seiten viel Aufwand bedeutet, der eine Kosten-Nutzen-Rechnung nicht zu erfüllen scheint. Diese Entscheidung liegt an dem allgemein geäußerten Unmut, aber keinesfalls an den leiseren oder lauteren Äußerungen einzelner Personen. Ich möchte noch einmal betonen, dass Dialog von uns sehr groß geschrieben wird und wir deshalb mit allen Personen, die am Doktorandenforum in diesem Jahr beteiligt waren, in Kontakt treten werden, um deren konstruktive Kritik aufzunehmen, die uns wirklich wichtig ist.
Für uns gilt es nun nach vorne zu schauen, denn nach dem Kongress ist eben auch wiederum vor dem Kongress.
Nora Hilgert, Geschäftsführerin VHD
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Dr. Jutta Hergenhan | 03.10.2018 | 14:45 Uhr
Vollste Unterstützung auch von mir!
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Garnet Bräunig | 03.10.2018 | 13:10 Uhr
"Unsere jungen Menschen haben nicht nur Anspruch auf Bildung, auf berufliche Qualifikation und die Chance zur Eigenverantwortung. Am wichtigsten ist, daß wir ihnen das Gefühl geben, erwünscht, gebraucht und gefordert zu sein." (Roman Herzog)
Und was geschieht auf dem Deutschen Historikertag? Den mutigen DoktorandInnen wird mit beruflichen Konsequenzen gedroht! Ihnen gilt meine volle Unterstützung.
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Georgios Chatzoudis | 15.08.2017 | 3802 Aufrufe | 4 | Interviews

"Anpassung an kranke gesellschaftliche Verhältnisse"

Interview mit Hans-Joachim Maaz über das Phänomen der Normopathie

Georg Gärtner | 02.10.2018 | 22:00 Uhr
ob Arno Gruen oder H.J.Maaz

Lassen wir dankbar sein, dass es H.J. Maaz gibt und Arno Gruen gab, der leider nicht mehr lebt.

Beide sind wertvoll.

LOVE AND MERCY ist die Losung
ein schöner einfacher und genialer (das passt oft zusammen) Song von Brian Wilson
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Andreas Kolbenschlag | 02.10.2018 | 17:11 Uhr
Ich beobachte die Diskussion als Außenstehender. Ich bin kein Promovierender, sondern "nur" ein Student der Geschichte und möchte einen Aspekt ansprechen, der in dieser Diskussion völlig untergeht. Erlauben Sie mir daher als Außenseiter ein paar zugegebenermaßen polemische Worte.

Warum werden "Promovierende nicht ausreichend gewürdigt" auf dem Historikertag? Die allgemeine Situation und der Stellenwert von Promovierenden sind in Wahrheit doch auch "hausgemacht". Es ist doch so, dass sich Doktoranden in lustvoller Devotion universitären Strukturen unterwerfen. Niemand traut sich, etwas zu verändern. Jeder hat die eigene Karriere im Kopf und niemand will eine eigene Meinung riskieren. Kollektive Anpassung und Hörigkeit beschreiben das Verhalten vieler Promovierenden in der Geschichtswissenschaft der Gegenwart. Diese Bequemlichkeit blockiert ernsthafte strukturelle Veränderungen, die die Position des Nachwuchses verbessern könnten. Liebe Promovierende, Ihr seid zu einem großen Teil selbst Schuld an dem beklagten Stellenwert und an der mangelnden Würdigung eures Beitrages in der Geschichtswissenschaft.

Der von Promovierenden verfasste offene Brief spielt Promovierende gegen Promovierte aus und hat eine Diskussion entzündet, die das Verhältnis zwischen Promovierenden und Professoren nachhaltig belasten wird. Der Brief disqualifiziert sich daher als "Rumgeheule" einiger Promovierender: Nur wird dies niemandem helfen. Zweifelsohne ist der Stellenwert vieler Promovierender nicht das "Gelbe vom Ei" und veränderungswürdig. Gleichwohl würde es der Diskussion gut tun, wenn auch "die" Promovierenden ihren eigenen Beitrag des "grundlegenden Problems", so heißt es in dem Brief, kritisch reflektieren würden. "Trotzig-kindliches" Gejammer, z.B. die Kritik über das fehlende Hinweisschild am Eingang des Posterforums und die fehlenden/ungedruckten Poster, hilft niemandem weiter und kann man nicht ernst nehmen. Ehrliche und konstruktive Kritik sieht anders aus. Stattdessen entlarvt sich der offene Brief der Promovierenden als Litanei der Eitelkeiten und des gekränkten Stolzes.

Liebe Promovierende: Sucht mit Promovierten, Professoren und Kollegen den konstruktiven und vor allem den gemeinsamen Austausch; organisiert euch besser und bildet Einrichtungen, die sich den grundlegenden Problemen des Nachwuchses in der Geschichtswissenschaft nachhaltig annehmen; seid auch ehrlich zu euch selbst und reflektiert euer eigenes Verhalten. Und seid vor allem Dingen eines mehr: selbstbewusster!
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Lang S. | 30.09.2018 | 21:52 Uhr
Das Verhalten der Verbandsspitze ist der von der Zunft angestrebten gesellschaftlichen Bedeutung des Faches unangemessen.
Die "Antwort" von Schlotheuber und Bösch offenbart entweder eine eklatante Leseschwäche der Autoren oder ihre Ignoranz für das Anliegen der Promovierenden. Ihre Ansage ist deutlich: Der VHD will und kann Promovierende nicht repräsentieren.

Nach dem unprofessionellen Verhalten von Schlotheuber auch im Vorfeld der "Antwort" kann man ihr nur raten, das Amt niederzulegen, wenn sie dem Verband nicht weiter schaden möchte.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Tillmann H. | 30.09.2018 | 10:54 Uhr
Selbst, wenn die Kritik der Doktoranden nicht gerechtfertigt wäre, ist das Drohen mit "Konsequenzen" drohen, wie es Frau Schlotheuber nach dem Festakt getan hat, inakzeptabel.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Raphaela L. | 30.09.2018 | 10:15 Uhr
Vielleicht sollte die Forderung nach mehr Lesekompetenz bei allen noch irgendwo aufgenommen werden.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

M.W. | 30.09.2018 | 09:46 Uhr
Zitat von Herrn Tandkühler: "Endlich wird einmal diese egozentrische Psuschalkritik an der höchst lobenswerten Nachwuchsarbeit des Verbands zurechtgerückt."

1. Pauschalkritik? Die Doktorand/innen haben konkrete Punkte benannt. Es ging nie darum, pauschal die Verbandsarbeit zu kritisieren.

2. Lobenswerte Nachwuchsarbeit? Zumindest im Falle des Historikertages kam der lobenswerte Aspekt dieser Arbeit wohl nicht bei den Adressat/innen an.

3. Egozentrisch? Egozentrisch ist hier nur das Verhalten (einzelner) Verbandsmitglieder, die glauben, ihre Meinung zur "Nachwuchsförderung" sei relevanter als die des sogenannten Nachwuches selbst.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Theo Paul | 30.09.2018 | 00:45 Uhr
Hätte der Verbandsvorstand direkt auf der Tagung mit einer Entschuldigung und einem Gesprächsangebot reagiert, wäre der Aufruhr sofort beendet gewesen. Gruppen, die sich unverstanden fühlen, mobilisieren alle Kräfte, wenn das Fass zum Überlaufen gebracht wurde. Dagegen hilft jedoch, Kritik anzunehmen und auf die Gruppe einzugehen. Aus Geschichte lernen ist eben doch nicht so einfach.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Shomas Tandkühler | 30.09.2018 | 00:16 Uhr
Endlich wird einmal diese egozentrische Psuschalkritik an der höchst lobenswerten Nachwuchsarbeit des Verbands zurechtgerückt. Das zu kritisieren, war wirklich der falsche Ansatz.
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Sebastian Krumwinkel | 29.09.2018 | 21:22 Uhr
Als Promovierter der Mathematik verfolge ich die Geschehnisse rund um das Nachwuchsforum des Historikertages gewissermaßen als Externer, aber nicht minder interessiert. Ich kann die Kritik der Doktorand_innen nicht im Einzelnen beurteilen, doch ist das nicht nötig, um die Alarmglocken zu hören: Allein die Tatsache, dass sich auf der größten geisteswissenschaftlichen Konferenz Europas spontan dutzende Nachwuchs-Wissenschafter_innen in dieser Form organisieren, die von ihnen wahrgenommenen Missstände offen und konkret kommunizieren, dass sie dabei ihre Karriere oder womöglich ihre Promotion in Gefahr bringen, dass sich über zahlreiche Kanäle Teilnehmer_innen vergangener Historikertage ähnlich äußern, ist Hinweis genug, dass einiges schiefläuft im Umgang mit dem historischen Nachwuchs.

Die Fähigkeit, sich fortwährender Kritik zu unterziehen, sollte eine Selbstverständlichkeit für jeden Wissenschaftler sein. In ihrer Antwort lassen Frau Schlotheuber und Herr Bösch im Namen des VHD diese Fähigkeit vermissen. Die Antwort enthält leider nur wenig Konkretes außer der Anzahl der Teilnehmer_innen und der kurzfristigen Absage von Räumlichkeiten. Dass Pannen bei einer solchen Großveranstaltung passieren, wird den Veranstaltern jeder verzeihen. Wer ansonsten aber ein fröhliches „Was denn, alles super, weiter so!“ kommuniziert, der will schnell wegbügeln, was knistert und knittert. Es scheint, als lassen Doktormütter und -väter ihre eigenen Kinder hier im Regen stehen. Angemessen wäre gewesen, sich mit den Doktorand_innen an einen Tisch, besser noch in einen Konferenzsaal zu setzen und sich schnellstmöglich in einen Dialog zu begeben.

Solche Vorgänge wären in meiner Wissenschaft übrigens völlig undenkbar. Alle Beteiligten reden dort auf Augenhöhe, eine Trennung zwischen Promovierenden und Promovierten wie sie im offenen Brief der Doktorand_innen beschrieben wird, kannte ich allenfalls vom Titel auf dem Türschild. Zudem wird Kritik mit offenen Armen empfangen und eine selbstgerechte Antwort wie die des VHD würde vielen Kollegen das Blut in den Kopf schießen lassen. Warum legt die Geschichtswissenschaft soviel Wert auf Hierarchie?

Es wird ja heute allerorts gepredigt, dass der Nachwuchs unser wichtigster Rohstoff ist. In Tagen wie diesen erkennt man, wem dieses Credo wirklich am Herzen liegt.
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Promovierende Historikertag | 27.09.2018 | 10472 Aufrufe | 61 | Artikel

Gespaltene Zunft? Welchen Stellenwert haben Promovierende für den Historiker_innenverband?

Offener Brief an die Mitglieder des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Luise | 29.09.2018 | 15:54 Uhr
Meine volle Unterstützung für dieses Anliegen!
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

Wenzel Seibold | 29.09.2018 | 14:30 Uhr
Es geht nicht nur um die „Rolle und Partizipation der Doktorandinnen und Doktoranden auf dem Historikertag“. Neben dem Doktorand*innenforum waren die Rahmenbedingungen auch für das Schnupper-histocamp nicht prickelnd. Auffindbarkeit (fehlende Wegweiser), Räumlichkeiten (Keller), Ausstattung (kein vorbereitetes Visualisierungsmaterial; beginnende Bauarbeiten in den Räumen kurz vor der Veranstaltung) vermittelten nicht das Gefühl, große Unterstützung zu erfahren. Dass die Organisation eines so großen Kongresses eine sehr komplexe Aufgabe ist, die überwiegend sehr erfolgreich durchgeführt wurde, ist anzuerkennen und durch etwas Improvisation konnte auch unter den gegebenen Umständen erfolgreich „gecampt“ werden. Die gegenüber jungen Forscher*innen − mit Sicherheit ohne böse Absicht − zum Ausdruck gebrachte Wenigbeachtung auf dem Historiker*innentag ist jedoch Teil tiefer gehender Schieflagen.

Für all diejenigen, die sich auf den unteren Ebenen der akademischen Laufbahn bewegen, geht es um existenzielle Fragen: Habe ich eine Zukunftsperspektive in diesem Beruf? Lässt sich dieser Beruf mit einer Familie vereinbaren? Wann werde ich länger als ein oder zwei Jahre im Voraus planen können?

Diese Unsicherheit wirkt sich nicht nur auf die einzelnen Personen aus, die sich vielleicht irgendwann beruflich umorientieren oder sich noch stärker darum bemühen, wahrhaft in die „Zunft“ aufgenommen zu werden, sie wirkt auch auf die Inhalte der Wissenschaft. Texte und Forschungsfragen werden nicht nur um ihrer selbst willen, sondern stets auch mit dem Hintergedanken an die damit einhergehende Reputation verfasst und ausgewählt. Netzwerke wie sie auf dem Historiker*innentag geknüpft werden, folgen oft ähnlichen Prämissen. Mit der Zeit entsteht so eine primär um sich kreisende und sich von aktuellen Fragen und der Allgemeinheit entfremdende Gruppe. Die wichtige gesellschaftliche Aufgabe der Geschichtswissenschaft gerät dadurch aus dem Fokus. In einer Zeit, in der demokratische und friedenssichernde Errungenschaften zunehmend infrage gestellt werden, in der rechte Parteien öffentlich Geschichtsverfälschungen verbreiten, können und dürfen sich das Historiker*innen nicht leisten.

Die auf dem Historiker*innentag in Münster verabschiedete „Resolution zu gegenwärtigen Gefährdungen der Demokratie“ ist ein wichtiges Signal und weit mehr als ein bloßes „Parteitag spielen“ wie es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/historikertag-stellt-sich-gegen-die-afd-15812149.html) dargestellt wird. Und auch innerhalb der Sektionen wurde das Um-sich-selbst-Kreisen durch Inhalte und Rückbindung an aktuelle Entwicklungen aufgebrochen. Aufgabe eines Interessenverbands, der sich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verpflichtet sieht, ist es aber auch, die von jungen Wissenschaftler*innen artikulierten Probleme ernst zu nehmen, sie klar zu benennen und Lösungen aufzuzeigen. Die Konkretisierung der oben angedeuteten „konstruktiven Kommunikationsform“ wäre als Gesprächsangebot ein erster wichtiger Schritt. Nach dem Austausch gilt es dann, Lösungen einzufordern − auch in Opposition zu Arbeitgeber*innen, Institutionen und Politik.

Die Alternative wäre #wissenschaftverhüten − eine (weitere) Alternative, die sich kein am Allgemeinwohl orientierter Mensch wünschen kann.
https://www.openhistory.de/kondom/
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Prof. Dr. Eva Schlotheuber | 28.09.2018 | 4692 Aufrufe | 19 | Artikel

Antwort auf den Offenen Brief der Doktorandinnen und Doktoranden

Von Eva Schlotheuber und Frank Bösch

S. N. | 29.09.2018 | 12:42 Uhr
Nun zeigt die Verbandsspitze ihr wahres Gesicht: Kein Wort der Entschuldigung! Die von den Promovierenden benannten Missstände werden auf ein Detailproblem - 4 von 55 Postern fehlten - reduziert und damit marginalisiert. Ansonsten wird wortreich abgewiegelt. Ein weiterer Beleg dafür, wie wenig die Anliegen des sogenannten Nachwuchs beim VHD ernst genommen werden.