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M.A. Jens Christian Schneider | 02.03.2011 | 10243 Aufrufe | 2 | Ankündigungen

M4HUMAN PROGRAMME
Marie Curie Fellowships of the Gerda Henkel Foundation

M.A. Jens Christian Schneider | 09.03.2011 | 09:31 Uhr
Due to the fact you´re from Bulgaria it´s possible to apply for both mobility categories, incoming and outgoing. If you´re eligible for the M4HUMAN programme depends on your research experiences and other criteria - please have a look at our M4Human-Website
www.gerda-henkel-stiftung.de/m4human
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Dominic Larue | 22.02.2011 | 2188 Aufrufe | 2 | Veranstaltungen

Feiern – Singen – Schunkeln. Karnevalsaufführungen vom Mittelalter bis heute

11.11.2011 – 13.11.2011 | Hochschule für Musik und Tanz, Köln

M.A. Jens Christian Schneider | 01.03.2011 | 12:10 Uhr
Zur Erhaltung regional/lokal bedeutsamer Traditionen muss man sie nicht nur miterleben, sondern sie auch erforschen und verstehen. Zumindest kann es nicht schaden, den Background solcher Veranstaltungen wie dem rheinischen (Straßen)Karneval auch auf anderem Niveau zu beleuchten als jenem, das leider häufig in Form von Schnapsleichen durch die Lokalnachrichten geistert. Karneval ist kein Fest der geistig Armen - gerade dieses Image zu beseitigen ist ein wertvoller Nebenaspekt von wissenschaftlichen Veranstaltungen, die sich nicht zu schade sind, etwas scheinbar Banales zu untersuchen. Ergebnis kann nur die Relativierung angeblicher Banalität sein - Karneval ist viel mehr als Büttenrede und Alkohol: Karneval ist identitätsstiftend für das Rheinland, ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur. Vielleicht sollten sich das alle jene Atheisten, Karnevalsfeinde und selbsterklärte Anti-Spießer mal vergegenwärtigen: Die Welt in der sie leben und die sie zu großen Teilen schätzen, ist erwachsen aus Dingen wie dem Karneval. Die Wurzeln der Gesellschaft und ihrer Kultur zu verleugen ist nicht viel besser als sich selbst zu verleugnen. Daher ein Hoch auf den Karneval und auf Veranstaltungen wie diese Tagung!
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Christian Dzaack | 29.04.2010 | 2043 Aufrufe | 1 | Artikel

Public History: Erinnerung als Auftrag

M.A. Jens Christian Schneider | 07.05.2010 | 13:15 Uhr
Ich schätze sowohl die Institution sowie ihre Arbeit, aber einen Kommentar muss ich kurz loswerden: Ist es denn unbedingt nötig, zumal es hier wirklich um deutsch-deutsche Geschichte geht, mit Anglizismen zu arbeiten? Muss selbst eine Institution wie diese hip und trendy sein? "History goes public" - manchmal kann man derartige Parolen einfach nicht mehr hören....
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Ferdinand Knauß | 05.05.2010 | 5159 Aufrufe | 2 | Artikel

Das Zeitalter des allmächtigen Ford

M.A. Jens Christian Schneider | 07.05.2010 | 13:10 Uhr
Soziale Verantwortung der Arbeitgeber gegenüber ihren Arbeitnehmern (auch bei den Kruppianern u.ä. beobachtet) wäre in der Tat wünschenswert, ist aber nicht ausgestorben. Die Umstellung eines einzelnen Unternehmens kann aber ohnehin nichts bewirken. Man sollte aber hier nun auch kein Fass aufmachen, in dem man die Themen Mindestlöhne und Kurzarbeit in die Manege wirft. Ford war damals in gewisser Weise ein Gegenentwurf zum Manchester-Kapitalismus. Was haben wir heute? Den Heuschrecken-Kapitalismus? Wie immer man das hyperbeschleunigte, globalisierte und auf nicht existierenden Werten basierende Wirtschaftssystem nennen möchte, in dem wir uns bewegen, mit Fordismus können wir die großen Fragen von heute nicht mehr beantworten. Das riecht doch zu sehr nach Staat im Staat, nach einem Werkssozialismus sozusagen. Ich persönlich denke bei Ford immer gleich an die damaligen Stellenangebote, in denen explizit darauf hingewiesen wurde, dass Juden natürlich keine Anstellung bekommen können. Deswegen darf man alle anderen Ideen und Leistungen Fords nicht unter den Teppich kehren, aber das heutige Unternehmen Ford ist nur noch eines von vielen - weder sonderlich sozial noch sonderlich innovativ. Das zumindest hätte er nicht gewollt. Wenn selbst das eigene Unternehmen den Pfad des Fordismus verlassen musste, kann man daran vielleicht ablesen, dass er einfach ausgedient hat. So schön eine nostalgische Vision von Vollbeschäftigung bei guten Löhnen auch sein mag.
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Dr. Susanne Froehlich (geb. Pilhofer) | 04.03.2010 | 1641 Aufrufe | 1 | Artikel

Überdruß und andere gute Gründe,
in den Krieg zu ziehen. -
Handlungsmotive bei Herodot

M.A. Jens Christian Schneider | 04.03.2010 | 11:50 Uhr
Was Herodot schon konnte, vermögen 25 Jahrhunderte später nur wenige Medien: Nicht nur deskriptiv sondern analysierend berichten. Wie lernunwillig die Menschheit doch sein kann. Und, wenn ich Frau Fröhlich bzgl. Herodots Kriegsbegründungen zitieren darf: "Selbstüberschätzung und Wahn, Stolz, Ehre, Zorn, Rachegelüste, Neid, Reue, Scham, Angst, Mißtrauen, Zweifel, Zwang, Armut, Neugier, strategisches Kalkül und Machtstreben, Gier, aber auch göttliches Geheiß, Träume und Orakelsprüche" - Jeder dieser Gründe führt auch heute noch zu Kriegen - nur dass andere vermeintliche Gründe als Camouflage darüber ausgebreitet werden. Wenn ich an Wahn und (angebliches) göttliches Geheiß denke, befinden wir uns im Grunde mitten im modernen "Terrorismus-Krieg" - leider nicht nur auf Seiten des Terrorismus, sondern auch auf Seiten westlicher Regierungschefs, ohne jetzt jemand Speziellen benennen zu wollen. Bald oder in 25 Jahrhunderten werden Historiker auf Frau Fröhlichs Arbeit zurückgreifen können und sie als Ausgangspunkt für eine auf einen längeren Zeitraum angelegten Analyse nehmen, nämlich warum sich die Kriegsgründe kaum ändern, deren offizielle Umschreibung aber so selten mit der Realität übereinstimmt.
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Dr. Daniel Stahl | 19.02.2010 | 3069 Aufrufe | 3 | Artikel

Die Suche nach NS-Tätern in Südamerika

M.A. Jens Christian Schneider | 03.03.2010 | 16:42 Uhr
Hier möchte ich auf meinen Kommentar zum Fall "Klaus Barbie" verweisen. Er passt auch auf dieses Thema. Schön, dass es auch schon so verwandte Themen gemeinsam ins Portal geschafft haben.
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Georgios Chatzoudis | 24.02.2010 | 2380 Aufrufe | 2 | Artikel

„Archaeoworks“ – Bericht über die Messe zu „Archäologischen Berufswelten“ in Berlin

M.A. Jens Christian Schneider | 03.03.2010 | 16:39 Uhr
"Und was machst Du damit, wenn Du fertig bist?" - Das kennen wohl (beinahe) alle Archäologen und Historiker... Schade, dass diese Messe anscheinend wenige Angebote bereit hielt und damit ja am Hauptinteresse der Besucher vorbeischoss. Geredet, gezeigt und erklärt wird immer viel... an den Hochschulen tauchen mitunter Menschen auf, die es "geschafft" haben, aus einem historischen Studium eine erfolgreiche Karriere zu basteln, aber konkrete Tipps gibt es da meiner Erfahrung nach auch nicht. "Sie sind nicht spezialisiert, Sie können alles!" - Davon kann man sich nichts kaufen - der Arbeitsmarkt sucht keine Alleskönner, höchstens welche mit zwanzig Jahren Berufserfahrung. Wenn schon eine Messe wie die archaeoworks keine Antworten liefert,wer dann? Und kann sie denn Antworten liefern, da u.a. von der HU und der FU organisiert? - Sind Hochschulen denn besonders interessiert daran, dass Absolventen in Lohn und Brot kommen? Da höre ich wenig von guten Erfahrungen und habe selber auch keine gemacht. "Hier ist Ihr Zeugnis. Tschüss!"
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Dr. Daniel Stahl | 27.02.2010 | 11768 Aufrufe | 2 | Artikel

Der Fall "Klaus Barbie"
Teil 1 - Die Enttarnung des "Schlächters von Lyon"

M.A. Jens Christian Schneider | 03.03.2010 | 12:41 Uhr
Dass die Amerikaner über die so genannte "Rattenlinie" unzählige Ustascha- und NS-"Schergen" nach (Süd)amerika verschifft haben ist ja allgemein bekannt. Mich wundert nur, dass es dagegen keinen größeren weltweiten Aufschrei gab/gibt. Nicht wenige kamen nicht nur in Südamerika sondern auch bei den US-amerikanischen Geheimdiensten selbst unter - wo ist denn da der Geist eines internationalen Kriegsverbrechertribunals? Wenn die USA als moralisches Vorbild fungieren wollen - und das wollen sie, wie wir wissen - sollten sie vielleicht auch endlich einmal internationale Vereinbarungen anerkennen, anstatt nur den eigenen Bedürfnissen zuzuarbeiten. Der Fall "Klaus Barbie" steht in der gleichen Reihe wie die vorgeschobene "Weapons of Mass Destruction"-Iraklüge in der an Peinlichkeit nicht zu überbietenden Show von Colin Powell. Gut, dass wenigstens Historiker schonungslos die Fakten benennen, wenn die Politik schon zu feige dazu ist.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 1711 Aufrufe | 1 | Artikel

Warum promovieren oder vom Nutzen safawidischer Hofchroniken

M.A. Jens Christian Schneider | 26.02.2010 | 10:27 Uhr
Also ich finde das Thema von Herrn Trausch in jedem Fall lesenswert, möchte aber etwas anderes beitragen: Die Frage "Wer liest das überhaupt?" kann man sich stellen, wenn es um das Einnorden (ja, das soll Einnorden und nicht Einordnen heißen - erwähne das nur, weil mir bei diesem Wort häufig Tippfehler unterstellt werden) eines Umfangs oder eines Stils geht, aber ansonsten stelle zumindest ich mir diese Frage bzgl. meiner Dissertation überhaupt nicht. Ich setze mir nicht das Ziel, möglichst viele Menschen zu erreichen bzw. möglichst viele Exemplare zu verkaufen (Das ist natürlich überspitzt formuliert. Mir ist klar, dass Herr Trausch das nicht so meint.) - würde ich nur einen Gedanken daran verschwenden, litte augenblicklich die wissenschaftliche Qualität. Wissenschaftliche Exzellenz an erster Stelle - möglichst sollten danach auch keine weiteren Stellen folgen, außer vielleicht ein gewisser sprachlicher Schliff.

Chroniken wurden, wie wir wissen, häufig aus einem bestimmten missionarischen Denken heraus verfasst, als Rechtfertigung, Lobpreisung, politische Anspruchsbegründung etc. - ich sehe da keine Parallelen zu einer Dissertation. Die erstellt zwar Thesen, die sie zu untermauern versucht, aber hat sie den Anspruch "die Welt zu verändern"? Ich sehe sie als wertvollen Beitrag für die wissenschaftliche Gesamtdisziplin und als Vorarbeit für darauf aufbauende Forschung. Ob sie soundso oft bei Amazon angeklickt oder verkauft wird überlege ich mir während des Schreibens sicher nicht.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 5400 Aufrufe | 8 | Umfragen

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

M.A. Jens Christian Schneider | 26.02.2010 | 10:08 Uhr
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 5400 Aufrufe | 8 | Umfragen

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

M.A. Jens Christian Schneider | 26.02.2010 | 10:07 Uhr
Eigentlich hätte ich gar nichts ankreuzen wollen, denn in der Geschichtswissenschaft sollte es nicht darum gehen, was man GLAUBT. Ich habe mich vor einigen Monaten erstmals etwas intensiver mit dem Thema befasst und kann nur allgemein empfehlen dass man, bevor zu Monographien und Bildbänden gegriffen wird, doch erst einmal an die Quellen geht. Eine kleine, feine und außerordentlich gut lesbare Quellensammlung findet sich im Reclam-Büchlein "Varus, Varus!", zu finden z.B. unter diesem Link Varus bei Reclam
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Georgios Chatzoudis | 19.02.2010 | 3625 Aufrufe | 4 | Umfragen

Welches Datum eignet sich für den deutschen Nationalfeiertag am Besten?

M.A. Jens Christian Schneider | 25.02.2010 | 17:24 Uhr
Ich habe über dieses Thema schon mit vielen Menschen diskutiert und absolut niemand konnte sich mit dem 3.10. anfreunden. Der Sedantag scheidet logischerweise aus, ebenso der 11. August (Unterzeichnung der Weimarer Verfassung durch Ebert), da die Weimarer Republik nicht als Vorbild gelten kann. Wer also hat festgelegt, dass es der 9.11. nicht sein kann? Und wer sagt, dass sich dies nicht ändern lässt? Ich kann meinen Vorrednern nur Recht geben: Der 9.11. verkörpert Licht und Schatten, dient als Mahnung statt als Selbstbeweihräucherung. Wir feiern also, angesichts einer so langen deutschen Geschichte, "nur" das Ende eines gerade einmal vierzig Jahre existenten Konstrukts? Sehr kurz gegriffen, wie ich finde.