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Georgios Chatzoudis | 04/10/2020 | 1317 Views | 2 | Interviews

9. April 2020 | Coronakrise: Auch eine Klassenfrage?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Erich Katterfeld | 12.04.2020 | 11:58
Nehmen wir mal folgende Aussage von Herr Chatzoudis aus dem Gespräch:

"Europäische Strukturen schaffen für eine gemeinsame Politik in Sachen Steuer, Finanzen und Soziales/Gesundheit."

Das hat nun mit dem Coronavirus nichts zu tun. Eine 'gemeinsame' europäische Politik wird genau dasselbe machen wie die nationalen Politiken, nur in größerem Rahmen. Es ist jetzt schon absehbar, dass eine europäische Außenpolitik genau so machtversessen und gewaltbereit und ungerecht sein wird, wie die derzeitige Politik der USA etwa.
Was man aus der Coronakrise lernen kann, scheint mir Folgendes zu sein:

1. Viele, wenn nicht alle Krisen sind global
(Corona, Klima, gewaltsame Konflikte)

2. Der Kapitalismus ist nicht nur ein Problem, sondern auch die Lösung
(Welches System könnte denn bitte Millionen von Atemschutzmasken zeitnah herstellen?)

3. Die Politik ist nicht an 'Gerechtigkeit' interessiert, sondern an 'Macht'
(Aktuelles Beispiel: "Die Pandemie als Druckmittel", german-foreign-policy)

4. Das Nationale geht über das Internationale/Globale
(Deswegen war De Gaulles "Europa der Vaterländer" der richtigere Weg für ein Europa; Deutschland selbst fährt ja auch ein föderales System)

Soweit ein kleiner Aspekt der Debatte.
An dieser Stelle möchte ich den beteiligten Diskutanten ein Dankeschön für die hohe Qualität der Argumentation danken. Ein besonderes Dankeschön gilt dem Initiator des Coronalogbuches.
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Georgios Chatzoudis | 03/31/2020 | 4941 Views | 3 | Interviews

"Wir sind Opfer unserer medizinischen Erfolge"

Interview mit Malte Thießen über Seuchen und Impfen in der Moderne

Ruth Bussche | 08.04.2020 | 15:07
Das kann man so eigentlich nicht stehen lassen:

"...so gibt es keine Belege, dass das Virus tatsächlich gefährlicher ist als Influenza. In China und Italien und in Spanien und in vielen regionen der Welt mehr existieren aber weder Gesetze noch Wünsche, so etwas wie Luftreinhaltung zu praktizieren- der Mundschutz in China dient der verzweifelten prävention vor Lungenkrankheiten durch Umweltvergiftung und vergifteter Luft."

Darüber ist jetzt schon mehrfach aufgeklärt worden, dass Corona nichts mit dreckiger Luft zu tun hat. Da kann ist den NDR-Podcast nur empfehlen...

Vielen Dank jedenfalls für die historische Einordnung. Das macht aktuell einiges besser verständlich, auch die zunehmende Distanzierung von Impfungen.
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Georgios Chatzoudis | 03/31/2020 | 4941 Views | 3 | Interviews

"Wir sind Opfer unserer medizinischen Erfolge"

Interview mit Malte Thießen über Seuchen und Impfen in der Moderne

Beate Winzer | 08.04.2020 | 12:50
Den Optimismus teile ich nicht: Gerade eben wurde das Gesetz zur digitalen Patientenakte beschlossen, nach der alle Daten von Patienten, ohne dass diese dagegen vorgehen können, öffentlich- zugänglich allen Ärzten, dem Praxispersonal, den Krankenhäusern und damit allem Missbruach und vor allem aller Verwertung freigegeben. Der Mensch als Material, das frei zugänglich ist- dieser Alptraum ist nun Realität. Was das neue Virus selbst angeht, so gibt es keine Belege, dass das Virus tatsächlich gefährlicher ist als Influenza. In China und Italien und in Spanien und in vielen regionen der Welt mehr existieren aber weder Gesetze noch Wünsche, so etwas wie Luftreinhaltung zu praktizieren- der Mundschutz in China dient der verzweifelten prävention vor Lungenkrankheiten durch Umweltvergiftung und vergifteter Luft.
In NRW sind viele Menschen betroffen- ob es wohl einen Zusammenhang gibt mit der Kohleföderung und der Staublunge? Oder der höheren Krebshäufigkeit? Lungenkrebs ?
Ich denke, dass die gegenwärtigen Massnahmen zum einen Verzeifelung und Aktionismus entspringen und zum zweiten dem Wunsch nach Überwachung. Ein "Starker Staat" kann immerhin seine Büger überwachen und auswerten, womit der Wirtschaft doch wieder gedient wäre während eine Gesellschaft, in der Rufe nach Zwangsquarantäne für Ältere, für Menschen mit Behinderung, erzwungene Heimeinweisung, Wegsperren, Überwachen und Verwahren, immer stärker an Vehemenz gewinnen, nichts aus der jüngeren Geschichte gelernt hat. Wenigstens die Frage nach Verträgen von Biochemikern und Ärzten mit der Pharmaindustrie, die schon immer zu unethischen und illegalen Menschenversuchen führten, könnte hinterfragt werden. So stellt sich mir die Frage, ob das nicht auch gleichzeitig ein Massenexperiment darstellt. In jedem Fall ist es nicht akzeptabel, die Grundrechte auszusetzen und eben NICHTS zu tun, um das privatisierte und ökonomisierte Gesundheitswesen zu verbessern. Ulla Schmidt, die dieses unternehmen wollte, scheiterte nicht an einer Spanienreise sondern an ökonomischen Interessen der "Wohlfahrtsverbände".
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Ingolf Seidel | 03/28/2020 | 829 Views | 2 | Announcements

"Unangepasst. Repressionserfahrungen von Frauen in der DDR"

DIRK BRILKA | 06.04.2020 | 10:51
Die Ehemalige DDR war insgesamt ein Unrechtstaat und eine Diktatur. Anstifter und Mitwisser und gehilfen Machen sich auch strafbar.. Wer weg schaut und es zulässt macht sich dessen mitschuldig.... . Aufklärung von 1989 bis 2020... Stasi methoden Zersetzung mehtoden GEHIRN wäsche... Alle sekten ähnliche Skulpturen sind nicht für die allgemeinheit und gesellschaft und Regierung gut spaltet nur.
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Dipl.-Ing. Architekt Reinhard Gunst | 07/22/2018 | 989 Views | 1 | Articles

Sarapis und das Kolosseum

Das Denkmal des Vespasians

Dr. Thomas Küntzel M.A. | 02.04.2020 | 15:34
Klaus Stefan Freyberger präsentierte 2016 die Theorie, das Kolosseum sei schon unter Kaiser Augustus errichtet worden und wurde unter Vespasian nur erneuert. Funktioniert die Theorie dann auch? Möglicherweise wurden die Bauzeiten auf die Sonnenachsen abgestimmt, auch bei Erneuerungsmaßnahmen.
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Dipl.-Ing. Architekt Reinhard Gunst | 04/08/2018 | 928 Views | 1 | Articles

Für Mercurius gebaut

Bauen und Mythologie

Dr. Thomas Küntzel M.A. | 02.04.2020 | 15:24
Noch die früh- und hochmittelalterliche Galluskirche über der Forumsbasilika richtete sich nach der Sonne, aber man bezog sich nun anscheinend auf Daten um Christi Himmelfahrt (z.B. 17. Mai 882 oder 15. Mai 1007), wobei allerdings der Kalenderfehler zu berücksichtigen ist. Mehr dazu im Ladenburger Jahrbuch 2018, S. 30.
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Georgios Chatzoudis | 09/16/2015 | 3757 Views | 7 | Polls

Online-Kommentare löschen? Ja oder Nein?

Eine Umfrage zur Kommentar-Kultur

Beate Winzer | 30.03.2020 | 14:05
Das Recht auf Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das jederzeit zu verteidigen ist. Auch ist eine Meinung eben eine Meinung, die zu hören ist, auch wenn der Adressat diese nicht teilt. Unsachlich ist ebenfalls relativ, durch was ist Sachlichkeit definiert? Was ist sachlich?

Dennoch ist zu unterscheiden von Meinung:

Als Beispiel : Nach meiner Meinung ist es eine Beschneidung der Demokratie und ein Verstoß gegen Schengen, die Verfassung und die Charta der Vereinten Nationen, die Grenzen zu schließen. Hier werden Grundrechte außer Kraft gesetzt, was mich persönlich empört!
Hier kann eine andere Meinung dagegen gesetzt werden.

Zu berücksichtigen sind Emotionen:
Es empört mich, dass Menschen mit Behinderung keinen Zugang zu Schulen und Fitnesscentern mehr haben. Damit werden wir erst krank gemacht. Das ist ein Skandal. Ich bin so erbost ob dieser Regelung, dass mir noch andere Vergleiche einfallen. Menschen mit Behinderungen sind also weniger wichtig als mutmaßlich Grippekranke, weil die Politik seit 40 Jahren das Gesundheitswesen privatisiert und ökonomisiert. Damit hat die Medizin, was sie immer wollte: freien Zugang zu unseren Daten. Ohne Widerspruchsmöglichkeit. Das sage ich aus Wut. Meine Daten gehören mir! Ganz besonders meine Patientendaten, meine Bewegungsprofile und auch sonst gehen keinen Arzt oder Informatiker meine Daten etwas an. Welche Bedeutung hat das für die Medizininformatik und deren Firmen? Oder die Bioinformatik?

zu Beleidigungen. Hier gibt es einen klaren Straftatsbestandsbestand, der auch eingehalten werden muss.

Solche Beleidigungen sind einfach zu unterlassen und zu löschen.
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Dipl. Rest. Christina Verbeek | 12/22/2016 | 16772 Views | 9 | Articles

Conservation work at the temple of Amenhotep III at Thebes, By The Colossi of Memnon and Amenhotep III Temple Conservation Project

CTT Conference, 11 February 2016 in Luxor | Paper Hourig Sourouzian, Elena Mora Ruedas, Maria Antonia Moreno, Miguel Angel Lopez Marcos

Village Talkies | 30.03.2020 | 12:06
Best Corporate Video Production Company in Bangalore and top Explainer Video Company in Bangalore , 3d, 2d Animation Video Makers in Chennai.
Great article, Charles. Thanks for it.
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Georgios Chatzoudis | 03/28/2020 | 1105 Views | 2 | Interviews

27. März 2020 | Coronakrise: Eine Überraschung?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

R.Gunst | 30.03.2020 | 10:03

Die plappernden Papageien
`Olaf Scholz sagte gestern, dass es keine Pläne, keine Baupause gäbe. Aber warum eigentlich nicht?´... Allein dieser Teil der Unterhaltung zeigt das komplette Versagen der intellektuellen Schicht angesichts dieser Ereignisse. Ja, dieser Satz zeigt gleichzeitig auch das Versagen unseres Bildungssystems, das nur noch alimentierte Papageien produziert , die völlig kritiklos jede noch so große Dummheit nachplappern Als Papageien haben sie am gut gefüllten Futtertopf eines völlig verlernt, kritische Fragen zu stellen.

Angesichts dieses in der Geschichte beispiellosen Ereignisses gäbe es doch genügend Fragen, denn Olf Scholz und seine Lüge wird durch die Bundesdrucksache 17/12051 rasch enttarnt, Wohl eine Überforderung für Papageien, die für die Addition von 1 und 1 sicherheitshalber ihr Smartphone einsetzen, denn sonst hätten sie sich längst folgende Frage stellen müssen. Warum wurde die Krise 4 Wochen vor ihrem Ausbruch mit genau jenen, völlig überzogenen Annahmen aus der Bundesdruckerei simuliert?. Welcher Papagei hier noch nicht stutzig wird, wird dies vielleicht bei einer weiteren Frage. Wie kann es sein, dass die gleichen Protagonisten, die das Horrorszenario am 18. Oktober 2019 entwerfen ließen, nun an Impfungen und an EDV-Prgrammen für Schulen kräftigst mitverdienen?

Der Politik ist längst bewusst, dass unsere Bildung grundweg versagt hat und gerade deshalb erfreut sie sich ja geradezu herzhaft am begeisterten Plappern der völlig verdummten Papageien.
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Georgios Chatzoudis | 03/27/2020 | 2032 Views | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Marco Lange | 29.03.2020 | 20:57
Danke für die freundliche Rückmeldung.

Mögen Sie weiterhin gut und intensiv diskutieren.

Alles Gute und bleiben Sie gesund.

Marco Lange
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Georgios Chatzoudis | 03/29/2020 | 953 Views | 2 | Interviews

28. März 2020 | Coronakrise: Ein Leben im "social distancing"-Modus?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Jens-Holger Jensen | 29.03.2020 | 15:13
Meinen herzlichen Dank an Dame und die Herren für die interessante Diskussion.
Zum Thema soziale und/oder physische Distanz möchte ich auf zwei Beiträge aufmerksam machen, die an diesem Wochenende in der F.A.Z (Niklas Maak) und im BR-Fernsehen (BR-Stammtisch, Prof. Klaus Bogenberger) zu lesen bzw. zu hören sind.
Niklas Maak geht in einem ganzseitigen Artikel auf die aktuelle Situation in der "Stadt des Ausnahmezustands" ein und berichtet von einem kürzlich erschienenen Buch der spanischen Architekturtheoretikerin Prof. Beatriz Colomina. Er nennt das Werk "X-Ray Architecture" ein "Schlüsselwerk zur aktuellen Krise und ihren möglichen Folgen für die Stadtplanung".

Der Verkehrswissenschaftler Bogenberger überraschte heute seine Stammtisch-Schwestern und Brüder mit dem Vorschlag: auf Fußwegen einen Richtungsbezug einzuführen. https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/sonntags-stammtisch/index.html (ab 34:45).

Ich bin auf die weiteren Gesprächsprotokolle sehr gespannt und wünsche weiterhin anregende Gespräche in weiterhin angenehmer Atmosphäre.


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Georgios Chatzoudis | 03/27/2020 | 2032 Views | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Marco Lange | 28.03.2020 | 23:20
Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren,

Ihr Aufmerksamkeitsdefizit in allen Ehren, so, wie sie hier geisteswissenschaftliches Denken explizieren, machen Sie keine Werbung für ihre Disziplinen. Im Gegenteil. Während es Herr Drosten, und im übrigen verkürzen Sie die Virologen leider nur auf Ihn, u.a. in Podcasts immer wieder versucht, seine Expertise im Kampf gegen das Virus nachvollziehbar, wissenschaftlich fundiert und mit einer gehörigen Portion Vorsicht, nämlich um die Artikulation seines begrenzten Wissens und der Forderung um Unbedingtheit der Zuarbeit anderer Wissenschaftsdisziplinen bei der politischen Entscheidungsfindung, darlegt, überschlagen Sie sich hier im Kern im den Gedanken: Wissen wir da wirklich, was wir tun? Warum fragt uns niemand?

So stellt man eine bzw. gleich mehrere Disziplinen nicht im Mediendschungel seriös dar. Bleiben Sie so, wie es viele andere Wissenschaften gerade auch tun, bei Ihren Leisten und legen Sie sortiert, fundiert und nicht im Medienschlagwortjagon Bedenken und Einwände klar und sachlich dar. Anders kann man sie nicht ernst nehmen - zumindest nicht als halbwegs wissenschaftlich interessierter Bürger.

Mit freundlichen Grüßen
Marco Lange
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Georgios Chatzoudis | 03/27/2020 | 2032 Views | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Quentin Quencher | 27.03.2020 | 23:20
Sehr geehrter Herr Chatzoudis, vielen Dank für die Antwort. Vielleicht ist es eine Marotte von mir, prinzipiell keine Texte mit „Sternchen“ zu lesen, denn eigentlich scheue ich mich nicht davor, in die Gedankenwelt von anderen Personen vordringen. Auch und gerade wenn ich anderer Meinung bin, so interessiert es mich doch, wie anders Gestrickte denken. Aber das Gendersternchen löst eine derartige innere Abstoßungsreaktion aus, dass es mir einfach unmöglich ist, mich mit solchen Texten zu befassen.
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Georgios Chatzoudis | 03/27/2020 | 2032 Views | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Quentin Quencher | 27.03.2020 | 13:26
So ärgerlich, gerne hätte ich den Text gelesen, aber alles voller Gendersternchen. Ich kann das nicht lesen! Und werde auch solch verunstaltete Texte in Zukunft nicht lesen.
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Georgios Chatzoudis | 03/27/2020 | 2032 Views | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Marius Meinhof | 27.03.2020 | 12:44
Tolle Debatte.
Finde es aber Schade, dass die Frage "warum waren wir unvorbereitet" irgendwie untergegangen ist. Ich denke, es gäbe einiges zu sagen zu der noch Ende Februar vielfach geäußerten Überzeugung, dass ein Virus, das eine Katastrophe im Entwicklungsland China auslöst, vom deutschen Gesundheitssystem verkraftet werden kann. Da steckt doch eine Art Distanzierung Europas von den Entwicklungsländern dahinter, vielleicht eine Form von othering? Die Nachrichten über China waren ja mindestens auch auf Englisch zugänglich, warum hat das anscheinend fast niemand in EU, USA usw. auf 'uns' bezogen?

Das wäre dann auch meine völlig utopische Hoffnung auf eine positive Folge: Dass Europa sich vielleicht etwas verletzlicher fühlt, zumindest nicht mehr denkt, Zusammenbruch des Gesundheitssystems durch Pandemien kann es nur in Asien und Afrika geben. Vielleicht ein stärkeres Gefühl dafür, global in einem Boot zu sitzen (oder in der Sprache der chinesischen Propaganda: eine globale Schicksalsgemeinschaft zu sein)?
Ich glaube nicht, dass das passieren wird, ist nur so eine spekulative Idee einer möglichen positiven Folge.
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 7021 Views | 57 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Terese | 19.03.2020 | 11:39
Man fragt sich in der Tat, Herr Chatzoudis, was sie geritten hat, diesen Mann auftreten zu lassen?

Es wird immer rechte, linke oder religiöse Fanatiker geben, aber ist es nicht Aufgabe der Zivilgesellschaft, zu der ich sie zähle, solchen Leute keine Bühne zu geben? Europa braucht nicht noch mehr Spalter, sondern Versöhner.

Wirklich ein Tiefpunkt in einem sonst guten Portal. Na ja, lassen wir es mal als Ausrutscher durchgehen.
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Georgios Chatzoudis | 03/16/2020 | 1261 Views | 1 | Talks

Das Ende des Liberalismus?

L.I.S.A.Bücherkeller mit Ulrike Gúerot (Folge 2)

Quentin Quencher | 16.03.2020 | 19:54
Mir fehlt bei der Betrachtung der Veränderungen um den gegenwärtigen Liberalismus, der Aspekt der „geschützten Räume“. Der Liberalismus stellte einen solchen zur Verfügung, das Individuum sollte vor dem Zugriff und den Begehrlichkeiten der Staatsmacht geschützt werden. Dies war insofern möglich, als in einer bipolaren Welt der „Westen“, sprich die USA, die Möglichkeit dafür schuf. Dies war sozusagen der äußerste Schutzrahmen, in dem der Liberalismus seine Schutzfunktion des Individuums ausüben konnte.

Nun, in einer multipolaren Welt, entwickeln sich andere geschützte Räume, in allererster Linie durch die Renaissance der Nationalstaaten. Der äußere Schutzrahmen ist nun nicht mehr so sehr ideologisch begründet, als der „Freie Westen“ beispielsweise, sondern mehr identitär in Form von Volkszugehörigkeit, vielleicht noch, bei Vielvölkerstaaten, als Staatszugehörigkeit. Doch selbst hier sehen wir, wie fragil diese Räume sind. Gerade auch in Hinblick auf die EU.

Ein Liberalismus, der sich in den Raum „Freier Westen“ einordnen konnte, hier seine Schutzfunktion für das Individuum entwickelte, ja sich sogar als Verstärkung des Raumes „Freiheit“ verstand, war aber immer auf den Schutz einer Gemeinschaft angewiesen. Dies führt heute nun zwangsläufig zu Konflikten und einem Anpassungsdruck an den Schutzraum der Nation.
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Dipl. Rest. Christina Verbeek | 12/22/2016 | 16772 Views | 9 | Articles

Conservation work at the temple of Amenhotep III at Thebes, By The Colossi of Memnon and Amenhotep III Temple Conservation Project

CTT Conference, 11 February 2016 in Luxor | Paper Hourig Sourouzian, Elena Mora Ruedas, Maria Antonia Moreno, Miguel Angel Lopez Marcos

Dr. Bruno Sandkühler | 14.03.2020 | 23:57
The first time I visited Kom el-Hitan while the first big stela was re-erected. How many times since, I wandered across the fields or looked over the waters covering the shattered remains of the temple!
And then work started, and every year I saw new pieces of the puzzle being unearthed, thanks to the work of Dr. Sourouzian and her marvelous team. By now, the glory of this huge architectural complex is faintly reappearing, and this wonderful website is a big help for our imagination. A big THANK YOU to all who have contributed!
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Tobias Thelen | 03/02/2020 | 1044 Views | 1 | Presentations

Marcus Böick | Die Treuhand. Idee - Praxis - Erfahrung 1990-1994

Vortragsreihe der Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart

Jan-Holger Kirsch | 11.03.2020 | 12:34
Siehe zum Nachlesen auch:
Marcus Böick, »Das ist nunmal der freie Markt«. Konzeptionen des Marktes beim Wirtschaftsumbau in Ostdeutschland nach 1989, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 12 (2015), S. 448-473,
URL: https://zeithistorische-forschungen.de/3-2015/5270 (Open Access)
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Georgios Chatzoudis | 09/25/2018 | 3362 Views | 1 | Interviews

"Historischer Zusammenhang zwischen Neoliberalismus und Linksliberalismus"

Interview mit Andreas Reckwitz über die Gesellschaft der Singularitäten

Pau Simek | 08.03.2020 | 17:06
Ob ich voreingenommen bin … man sieht was man sehen will? Mein Eindruck nämlich, die Postmoderne wird immer mehr als oberflächlich bis dumm abgelehnt … Sie ist doch nicht eine „Explosion“ von neuen Ideen … Immer mehr fragen sich, ob man einige wichtige Ideen der Frühmoderne und des Frühliberalismus nicht retten und weiterentwickeln muss, sonst endet der ach soooo „liberaler“ Kapitalismus in einer Katastrophe. So gat Prof. Reckwitz sogar kein Problem mit dem Klassenbegriff usw
"Ich will den Begriff [Neoliberalismus], der ja seinen Wert hat, eigentlich retten, indem ich ihn wieder auf seine Kernbedeutung zurückführe: auf die neoliberale Politik, die Politik der Vermarktlichung, die zweifellos in den letzten Jahrzehnten prägend war."
Die Marktwirtschaft war ursprünglich nicht eine „freiheitliche“, sondern eine geregelte Ordnung (Spinoza, Hume, Smith, …), der Neoliberalismus ist ihr Verrat und Henker
Marktwirtschaft neue denken
http://marktwirtschaft-neu-denken.de/