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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5316 Views | 43 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Kati | 19.09.2019 | 07:43
Es geht immer nur ums Geld bei den Linksliberalen. Ob beim Klima, bei der Versöhnung der Völker, bei den Flüchtlingen, bei Europa.

Geld, Geld, Geld.

Das ist aus meiner Sicht das Problem. Keine intelligenten Ansätze, nichts. Nur immer das Geld anderer Leute rausprügeln. Und sich dann wundern, warum die Rechten immer stärker werden.








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Georgios Chatzoudis | 09/09/2019 | 918 Views | 3 | Interviews

Wohin mit diesem Europa?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Ulrike Guérot

M. Ulrich | 12.09.2019 | 07:50
Sehr geehrter Herr Wolff, es mag sein, dass es stimmt, was sie sagen, aber das reicht schlichtweg nicht. Es funktioniert immer weniger Diskussionen aus dem Weg zu gehen, nur weil sie dem linksalternativen Mainstream nicht genügen. Miriam Lau hat hier einen guten Artikel verfasst:

https://www.zeit.de/2019/35/cdu-neue-rechte-afd-werteunion-konservatismus


Fakt ist, dass die linken Parteien immer mehr verlieren: die Linke hatte noch 5,5% bei den Europawahlen und hat in Ostdeutschland ein Desaster erlebt. Warum? Weil sie meint Wagenknecht wegmobben zu müssen und sich dadurch zu einer komplett sektiererischen Westpartei zu machen. Bis 1989 hatten Linksaußenparteien westlicher Prägung 0,1%. Da ist die Linke auf gutem Weg. Zumindest die 5%-Hürde dürfte schon bald ein Problem werden, wenn die alten Genossen das Zeitliche gesegnet haben.

Über die SPD braucht man momentan kaum zu reden und die Grünen werden auch wieder 15% zurückgehen, wenn der Klimahype von der anstehenden Rezession geschluckt ist.

Mit anderen Worten: Es geht abwärts für das linke Spektrum. Warum? Die Antwort liegt unter anderm in der arroganten "Haltung" gegenüber anderen Meinungen, die sie ausdrücken. Demokratie heißt eben nicht, dass alle nur einen bestimmten Meinungskorridor, den linksliberal bestimmt, betreten dürfen.
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Georgios Chatzoudis | 09/09/2019 | 918 Views | 3 | Interviews

Wohin mit diesem Europa?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Ulrike Guérot

Wilhelm Wolff | 11.09.2019 | 22:06
Ich möchte mal darauf hinweisen, dass der bei ca. 3:20 erwähnte David Engels nicht "von rechts vereinnahmt wird", sondern schlicht rechts ist: Unterschrift der "Erklärung 2018", Veröffentlichungen in einschlägigen rechten Medien (Cato, Weltwoche, Tagespost etc.), Vortrag auf Einladung der AfD, Förderung durch die polnische Regierung, Mitbegründung einer Oswald-Spengler-Gesellschaft usw.
Den Vortrag bei der AfD im Bundestag gibt es hier nachzulesen: https://www.theeuropean.de/david-engels/15947-untergang-des-abendlandes und der beseitigt doch meines Erachtens alle Zweifel daran, wie dieser Mensch politisch einzustufen ist. Eine oberflächliche Internetrecherche lässt mich übrigens vermuten, dass es sich mit den anderen Leuten, die zu dem erwähnten Buch "Renovatio Europae" beigetragen haben, nicht anders verhält.
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Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer | 07/22/2017 | 550 Views | 1 | Articles

Keine Interaktion! Bild-Text-Bezüge von Beischriften. Eine Standortbestimmung in fünf Punkten

Francisca Feraudi-Gruénais (Alte Geschichte, Universität Heidelberg) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Stefan Junginger | 11.09.2019 | 08:27
Jede Kommentierung in irgwendeiner Form, sei sie nachträglich, ex post zutreffend, hat doch genau so eine eigene Vorgeschichte, und die erklärt nicht warum jemand sich derlei viel Arbeit macht ohne zu verstehen das er Teil eben dieser gewesen sein muss. Da könnte ja jeder kommen. Wen, denkt man, spricht das an?
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Georgios Chatzoudis | 09/09/2019 | 918 Views | 3 | Interviews

Wohin mit diesem Europa?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Ulrike Guérot

Steffen Eitner | 09.09.2019 | 17:55
Ein geeintes Europa kann auf Dauer nicht ohne Bürger mit europäischem Bewußtsein funktionieren. Aber dazu brauchen wir eine gerechte Verständigung mit einer neutralen Sprache. Esperanto steht seit langem dazu bereit und mit dieser Frage haben sich Esperanto-Freunde schon lange beschäftigt. Und alle anderen haben keinen praktikablen Gegenvorschlag machen können. Ich kann nur alle Proeuropäer bitten, den Ansatz von Europa-Demokratie-Esperanto zu unterstützen. Informieren Sie sich bitte und vergessen Sie für eine kleine Zeit ihre Vorurteile. Vielen Dank!
http://de.e-d-e.eu
http://fr.e-d-e.eu
http://e-d-e.eu
http://de.e-d-e.eu/geschichte/e-d-e-vorlaeufer
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5316 Views | 43 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

M. Ulrich | 07.09.2019 | 08:56
Ich bitte darum mich nicht falsch zu verstehen - als Gegenleistung für einen Schuldenschnitt müsste natürlich Griechenland rechtsverbindlich eine Aufgabe aller möglicherweise noch offenen historisch begründeten Forderungen und Reparationsforderungen erklären. Dies wäre wohl auch der Öffentlichkeit vermittelbar.


Noch eine kleine Kritik an dem Video der Veranstaltung: wie kann es sein, dass Dr. Roth dort ohne Gegenrede seine (aus meiner Sicht europagegnerischen) Thesen verbreiten darf, ohne eine Gegenposition zu Wort kommen zu lassen? Wieso gibt es einen Moderator, der sich (mit Verlaub) absolut devot verhält, anstatt auch einmal kritische Aspekte in die Runde zu geben? Alles in allem kein Glanzstück der Stiftung. Egal wie man Dr. Roth bewertet - er vertritt eine radikale Position, die der Antithese "Was würde dies für Europa jenseits formalsjuristischer Erwägungen bedeuten?", bedürfte. So geht eine gute Diskussionskultur jedenfalls nicht.


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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5316 Views | 43 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

K. Wiemann | 05.09.2019 | 07:47
Sehr geehrter Herr Ulrich, ein Schuldenschnitt als Initiative Berlins ist ein guter Vorschlag. Das wäre ein wichtiges Signal nicht nur an die Länder mit den untragbaren Schulden, sondern an ganz Europa. Allein es mangelt am politischen Personal und am Willen in der veröffentlichten Meinung, diesen Schritt durchzusetzen und dem Wahlvolk begreiflich zu machen. Mfg, KW
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5316 Views | 43 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

M. Ulrich | 04.09.2019 | 12:54
Sehr geehrter Herr Wiemann, als ursprünglich großer Fan des Euros sehe ich das mittlerweile ähnlich. Aus meiner Sicht sind die Auffassungen und Mentalitäten zu unterschiedlich für eine gemeinsame Währung. Das meine ich nicht wertend.

Allerdings könnte an dem Punkt der Staat einiges mit Steuersenkungen bei der Gehaltsklasse 20 - 80 000 € tun. Die Mittelschicht wird erdrückt bei explodierenden Kosten. Dann würde auch das Binnenwachstum steigen, die Auslandsnachrage angeregt. Deutschland hat nach Belgien die höchste Steuer- und Abgabenlast der OECD.


Aber am Ende sind das zwei unterschiedliche Fragen. Ich habe hier einen interssanten Vorschlag gelesen - Schuldenschnitt gegen endgültige Aufgabe von allen alten Forderungen. Vielleicht ein Weg, der gangbar ist.
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Ulf Ludßuweit | 04/28/2018 | 975 Views | 3 | Articles

Das ehemalige Landmaschinenunternehmen Philipp Mayfarth & Co. und seine jüdische Inhaberfamilie Moser

Eine Zusammenfassung

Ella Etzold-Diez | 03.09.2019 | 19:54
Auf den Spuren meiner Jugend in Fechenheim (1952-1963)
wanderte ich am 30.8.2019 durch den Ort, auch entlang der Cassella -Strasse, und stand vor dem eindrucksvollen Industriebau:
"Die Mayfarth!" Mehr wusste ich nicht mehr. Dank Ihrer hervorragenden Publikation konnte ich mehr zur Firma erfahren. Dank auch, dass Sie Verdienste und Schicksal der jüdischen Familie Moser hier aufgezeichnet haben.
Ella Etzold-Diez, Tutzing
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5316 Views | 43 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

K. Wiemann | 03.09.2019 | 19:29
Sehr geehrter Herr Ulrich, man könnte auch anders argumentieren: Es herrscht längst eine Art Krieg in Europa. Deutschland führt einen ökonomischen Krieg gegen den Rest des Kontinents. Der gewaltige deutsche Überschuss sind auf der anderen Seite die gewaltigen Defizite der - so zynisch muss man erst einmal sein - "europäischen Partner". Deutschland ist es im Zuge der EU-Verträge seit den 90er Jahren gelungen, seine kompletten Handelskosten - von der starken D-Mark bis hin zu den Lohnkosten - nach und nach zu externalisieren. Die Rechnung zahlen nun die anderen, die unter dem Diktat Berlins keine monetären Optionen mehr haben, der aggressiven deutschen Handels- und Wirtschaftspolitik etwas entgegenzusetzen. Im Gegenteil: Berlin hat freie Hand, den anderen die Bedingungen aufzuzwingen, die vor allem dem eigenen Vorteil dienen. Es gibt "böse" Stimmen, die davon sprechen, dass Deutschland im Zuge der Finanzkrise das gelungen ist, was Deutschland in zwei Weltkriegen anstrebte, aber letztlich nicht gelang. Ohne Waffen. Da erscheint es nicht ganz abwegig, dass "europäische Partner" auf den Gedanken kommen, Entschädigung zu verlangen. Man muss auch als Deutscher die Deutschland-Brille mal ablegen. Mfg, KW
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5316 Views | 43 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

M. Ulrich | 03.09.2019 | 06:41
Sehr geehrter Herr Wiemann, mit derselben Logik kann ich einen Juristen finden, der die zwangsweise Abtretung Schlesiens für zumindest zweifelhaft erklärt. Darum geht es aber nicht. Es geht um viel mehr - nämlich um den Frieden in Europa.

Nehmen wir einmal an, Dr. Roths Forderungen würden durchkommen. Was würde passieren? Forderung um Forderung würde auf Deutschland hereinprasseln. Die Summe würde schnell die 1,3 Billionen übersteigen. Die würde bedeuten, dass Deutschland - immerhin der Motor Europas - vollkommen überfordert wäre. Wie hoch wollen sie die Steuerschraube drehen? (und es ist nicht so, als wenn dies am Ende die "schuldigen" Unternehmen zahlen würden oder auch nur könnten. Das ist eine Nebelkerze des Dr. Roth. So schnell wie die ihr Kapital herausziehen würden, können sie nicht mal gucken). Also, ich sage es ihnen: die AfD wäre schneller, als ihnen lieb ist bei 50%. Die gesamte Wirtschaft Europas würde kollabieren, die Inflation explodieren. Und als Ironie der Geschichte würden am Ende die wahren Opfer mal wieder von ihren korrupten Eliten mit Amosen abgespeist.


Das ist es, was an Herrn Roths Thesen so gefährlich ist. Und das ist ein Weg, den niemand befördern sollte. Früher nannte man das einmal gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Früher war nicht alles besser, aber manches schon.

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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5316 Views | 43 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

K. Wiemann | 02.09.2019 | 10:41
Bei allem wie man zu Herrn Roths Vortrag steht, kann er so sehr ausserhalb des Diskurses gar nicht zu stehen, wenn selbst der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages zuletzt noch festgestellt hat, dass er Zweifel an der position der Bundesregierung zu den griechischen Reparartionsforderungen hat. Und möchte hier festhalten: Der WD ist keine undemokratische Institution, sondern demokratischer Bestandteil dieser Republik. mfg, KW
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Georgios Chatzoudis | 11/29/2016 | 1857 Views | 1 | Interviews

"Ein Journalismus, der sich Narrativen fügt, ist ein Widerspruch in sich selbst"

Interview mit Ulrich Teusch über die Glaubwürdigkeitskrise der Medien

Michaela Lusru | 31.08.2019 | 14:39
> .L.I.S.A: Herr Professor Teusch, Sie sind Politikwissenschaftler und Journalist und haben zuletzt ein medienkritisches Buch vorgelegt. <

Wieso "medienkritisches Buch"? Hat L.I.S.A. das Buch nnit gelesen und dennoch dazu Interwievt?
Der Grundtenor dieses Buches ist nicht die Medienkritik, sondern die Gesellschaftskritik an der derzeitigen Denk- und Handlungsweisen in und um "unsere" Medien aller Art. Es ist die politisch handende Elite, die hier kritisiert wird - nicht bemerkt?
Und ja, erst dazu gehört dann auch die bestens versorgte obere Medienelite selber, die ihr warmes anscheinend kaum kontrollierbares Nest der Abschreiber von den hochgradig vorab filternden Agenturen der obersten Medieneliten zu schätzen wissen, denen es so wenig nach "Veränderung" drängt, Mediengesellschaft halt ...
Daher Teusch:
> Denn in einer von Medien geprägten Welt kann es gar nicht genug Medienkritik geben <
Denn:
> Es gibt nach wie vor viele integre, sauber arbeitende Journalisten; und die werden durch den Begriff „Lügenpresse“ nun pauschal mit in Haft genommen für die vielen Fehlleistungen, die andere zu verantworten haben. <
und:
> Was man alles berichten könnte, steht in einem grotesken Missverhältnis zu dem, was man tatsächlich berichten kann. Die spannende Frage lautet: Wie und nach welchen Kriterien wird ausgewählt? Und da ist im medialen Mainstream seit einiger Zeit zu beobachten, dass die Nachrichtenauswahl sich immer ähnlicher wird, <

Also nicht nur strukturell und situationsbedingt ("jedes Medium ist ein Lückenmedium"), sondern auch aus sachfremden Betrachtungen (Personal- und Kosten der Recherche usw.), aus neoliberaler Grundposition (jedes Medium ist so frei - so es "frei" ist - selbst zu entscheiden, wo es vorgesiebte Nachrichten abholt oder das sein lässt) und aus Machtkalkül bezüglich der herrschenden Politikerkaste, die letztlich das einzige kleine Kontröllchen der Medien ist, wenn es um das Geld heht) - gesamt: Aus gesellschaftlicher Verwendung der Medium, unten wie oben und den irrigen Narrativen von "freien Medien", die gleich mit gemeinsam dazu konstruiert werden, denn:
> Solange sich Journalisten oder Medien innerhalb der vom politischen Mainstream vorgegebenen Bandbreite positionieren, sind sie in der Tat „unbelangbar“. Das ändert sich aber sehr schnell, wenn sie für Auffassungen Partei ergreifen, die sich außerhalb des Mainstreams befinden, < es kommt zu Lückenpresse ...

So muss ich denn (doch mal) abschreiben bei Teusch, denn das ist kaum besser zu formulieren:
> Konkret: Lücken entstehen zum Beispiel, wenn bestimmte Nachrichten regelrecht unterdrückt werden; das wären dann Lücken im Wortsinn. Der Begriff bezieht sich aber auch auf die Nachrichtengewichtung; die eine Nachricht wird künstlich hochgespielt, die andere wird zwar irgendwo gemeldet, aber bewusst unten gehalten. Oder auf die Kontextualisierung von Nachrichten: Die eine Nachricht wird tendenziös eingebettet, mit einem „spin“ versehen, die andere nicht. Dann gibt es die „double standards“, also das Messen mit zweierlei Maß. Ein Beispiel: Wenn man das Vorgehen Russlands auf der Krim als „völkerrechtswidrig“ klassifiziert – was man natürlich tun kann –, aber die völkerrechtliche Dimension bei den Kriegen im Nahen und Mittleren Osten komplett ausblendet, ist das natürlich ein doppelter Standard. Damit eng verbunden sind gewisse Sprachregelungen. Warum nennt man die Kämpfer im Osten der Ukraine „pro-russische Separatisten“, warum nicht – zum Beispiel – „moderate Rebellen“? <
oder die Milliardäre in Nordamerika nur "Philantropen" und die in Russland "Oligarchen", wo doch keine von beiden die eigenen Milliarden mit eigenen Händen (oder Köpfen) hergestellt haben ....

bleibt die Antwort von Teusch, was sich (?) zu ändern habe, als ausgesprochen gesamtgesellschaftlicher Prozess und nicht etwa nur in Medien:

> Also double standards vermeiden, sich Narrativen oder gerade angesagten Dogmen politischer Korrektheit verweigern, sich interessengeleiteten Sprachregelungen widersetzen, er müsste auf möglichst großer Bandbreite informieren und kommentieren, seine gesellschaftliche Integrationsfunktion wiederentdecken. ...<

Von wegen "medienkritisches Buch ....



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Georgios Chatzoudis | 09/18/2018 | 37141 Views | 15 | Interviews

"Diese Körper sind von Angst erfüllt"

Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

Michaela Lusru | 31.08.2019 | 13:59
@ Kommentar von Peter Schulze | 22.09.2018 | 16:35 Uhr

>Wunderbar, wie Herr Theweleit nicht nur über den Tellerrand schaut, sondern auch den Teller umrundet. >
Mitnichten, mitnichten tut Herr Theweleit dies, Sein Tellerrand ist Ende seines Horizontes, sonst hätte er mal nicht von "Lügenpresse" als Vorwurf geschwätzt, sondern den genauen (für Kulturwissenschaftler und Literaten fachlich korrekten) Begriff "LÜCKENpresse" beachtet, damit auch den wohl etwas hinter seinem Tellerrand liegenden Prof. Teusch und dessen brisanten weil echt analytischen Ausführungen einen Platz nicht nur im Gespräch, sondern Grundsätzlich in seinen"Männerphantasieen" gegeben.

Daher hier für Herrn Theweleit ein Link (gar nicht so weit weg von hier) zur höchst modernen "LÜCKENpresse" von Prof. Teusch:

> https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lueckenpresse <

Unter Einbeziehung dessen, was da Herr Teusch uns als gesammelte und beweisbare (!) Erkenntnis anbietet, dürften wohl die "Männerphantasien" neu recherchiert unf geschrieben werden müssen ...
... und wohl auch dieses Interwiev hier.
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Georgios Chatzoudis | 09/18/2018 | 37141 Views | 15 | Interviews

"Diese Körper sind von Angst erfüllt"

Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

Michaela Lusru | 31.08.2019 | 13:43
@Kommentar von Wiebke Starke | 20.11.2018 | 13:03 Uhr
Ich kann leider nicht erkennen, was Sie mit Ihrem Beitrag da wollen:
> "Mit solchen Leuten diskutiert man nicht" - Trump ist US-Präsident, Gauland führt die größte Oppositionspartei an, Weidel ist aus meiner Sicht eher gemäßigt...

Nein, dieses Interview ist gar nicht gelungen. Leider lese ich das jetzt immer wieder - man darf mit denen nicht reden. Was denn sonst? In den Zeiten des Internets ist eine linksliberale "Gatekeeper"-Funktion längst Geschichte. Man mag das bedauern, aber wenn Linke so weitermachen, werden sie wie dereinst die Dinausaurier da landen, wo sie dann leider dann auch hingehören. Ich bedaure das, aber momentan sehe ich wenig Bereitschaft, dass eigene Verhalten zu reflektieren.<

Aber falls Sie mal jemanden suchen, der Demokratie weder verstanden hat noch real durchsetzen möchte, der seine eigene tellerrandige Perspektive bereits als "Demokratie" versteht und daher diese verallgemeinern möchte, vorbei an allen Funktionen, zu denen Demokratie entwickelt wurde (AUSGLEICH gesamtgesellschaftlicher Spannungen durch geregelten friedlichen AUSTAUSCH von Material, Energie und Information), falls Sie mal solch ein gesellschaftsschädigendes Beispiel suchen, empfehle ich diesen Link
> https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/maennergewalt_theweleit#save_comment < und dort bei @Kommentar vom | 20.11.2018 | 13:03 Uhr
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Georgios Chatzoudis | 09/18/2018 | 37141 Views | 15 | Interviews

"Diese Körper sind von Angst erfüllt"

Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

Michaela Lusru | 31.08.2019 | 13:22
Professor Theweleit beschäftigt sich eindeutig verliebt mit männlichen RANDerscheinungen der Gesellschaft.
Auch das muss, sollte sein, allerdings daraus Schlussfolgerungen für die "normale" männliche Welt, die zigtausendmal grösser ist und anders tickt (weil sie eben für alle erkennbar nicht gewaltsüchtig agiert) zu ziehen und als gegeben für alle manifestieren zu wollen, zeigt sein wahres Anliegen:
Die Abstrusitäten weniger zu verallgemeinern - was für eine grobe Portion Unfug, bei allen richtigen und verwendbaren Erkenntnissen, die er zu den Wenigen beschreibt.
Das, und nur solche verquasten Sichtweisen sind es, die dazu neigen, fix mal "Hetzjagden" zu "erkennen" - weil sie doch nun eigentlich, nach sog. "Lage der Dinge", sein müssten ....

So auch Chemnitz:
> L.I.S.A.: Die Bilder von Männern, die Menschen durch eine Stadt jagen, die sie zuvor als Flüchtlinge ausmachten, haben die Republik in den vergangenen Wochen regelrecht verstört <
oder:
> L.I.S.A.: Wenn man sich die aktuellsten Bilder von gewalttätigen Ereignissen anschaut - so insbesondere die Hetzjagd auf Menschen in Chemnitz <
Welche "Hetzjagd"?
Sie tun so, als ob es sich dabei statt um die Artikulation zweier merkelvernarrter (und entsprechend "nützlich" agierender) Medien und der Frau Merkel selber um als allgemeinzuständlich bewiesene Fakten "MÄNNER" handele, ohne auch nur eine einzige derart befugte Quelle nennen zu können, warum lassen Sie sich derart leichtfertig (in der Wirkung verheerender als wirkliche Hetzjagden) ein?
Haben auch Sie, als offensichtlich anspruchsvolles blog darüber nicht reflektiert? Oder gehören Sie zu denen, denen das so politisch wilkommener als die wahren Fakten sind?
Noch ist es ein Unterschied, ob in offiziellen Verlautbarungen von "Männern, die ..." oder von "zwei Männern, die ..." die REDE ist: Bei Ersterem will man etwas hineinreden, was die Faktenlage nicht repräsentiert, bei Letzterem wird nur der erkennbare Sachverhalt benannt.

Da ist es schon wieder, das Theweleit Syndronikum:
Die Darstellung zweier offensichtlich junger Männer, die etwas rufen und hinter anderen zwei hinterherrennen - wie oft am Tage erleben wir solche "Männlichkeitsphantasien" (Theweleit?), vom Kindergarten bis zum Schulhof, vom Biergarten bis zu den Sportplätzen, ohne darauf zu folgern, dass hier "Hetzjagden" erfolgen??

Wenn es jedoch um eine Chance geht, politische Gegner anscheinend leicht und fix damit zu bashen, dann mal los - DAS sind wahre Männlichkeitsphantasieen, wenn auch von anderer Seite, die dazu noch der eigenen Absicht und Intension völlig entgegen wirken, weil sie durchschaut werden als solche.
Bis heute ist das nicht "im Sinne der Rechtfertigung der diskriminierenden weil unbewiesenen Worte der Frau Merkel: HetzjagdEN" annähernd ausreichend belegbar. Auch wenn nun in der Tat herausgekommen sein soll, dass seinerzeit darüber junge Leute "sich verabredend" gechattet hätten - auch diese sind KEIN Beweis für ALLGEMEINE Männlichkeitsphantasien oder rechtsradikale Versiffung der Chemnitzer Männlichkeit, weder der linken noch der rechten, noch der dazwischen.
Selbst wenn dieser eine Videoclip, angefertigt von bekanntermassen "interessierten Kreisen", EIN Beispiel für eine hetzjagdverdächtige (!!) Handlung faktisch sein sollte, ist das längst keine Befugnis für eine Kanzlerin, die alle Menschen in D zu vertreten hat, einen Teil davon quasi per order de mufti zur allgemein rechtsradikalen Sphäre zu stempeln, ein Stigma zu erzeugen - aber genau dafür machte sich ja unsere Kanzlerin neben tatsächlich nützlichen Handlungen inzwischen selbst bekannt: leichtfertig Stigmen zu verbreiten statt zusammen zu führen (u.a. "geht nicht mit diesen Menschen, sie haben böse Herzen").

Theweleit:
> Wie dieser Typus funktioniert, habe ich in Männerphantasien und anderen Büchern beschrieben. Es gibt lokale Abweichungen darin; bei den Chemnitzern sicher besondere Spezifika; zum Beispiel den Umstand, dass in Chemnitz ein Nazi-Netzwerk den Mördern des NSU jahrelang Deckung gab. <
Mit Verlaub, Herr Theweleit, ich darf Sie höflichst daran erinnern wo Sie herkommen: Aus einer Region, in der wie nirgendwo anders "heim ins Reich" geschrieen wurde - Männerphantasieen? Und soetwas soll "abfärben"?
Oder Ihre APO - Männerphantasieen?

In der Folge dann etwa so (Wikip. über Theweleit)
> Gemeinsam sei sowohl den genannten Kindern als auch den von Theweleit angeführten Autoren u. a. eine Unfähigkeit zu menschlichen Beziehungen, ein Entgleisen der libidinösen menschlichen Objektwelt und ein aggressionsgesättigtes, chaotisiertes „Inneres“ <
Ja was denn nun, Ente oder Trente, o.g. menschliche Entwurzelung ist keine "menschliche" sondern nur eine "faschistische"?

Das, werter Herr Teweleit, werte L.I.S.A. (warum auch nicht werte Frau Merkel?), wird gezielt signalisiert, wenn in unserer Zeit da quasi von oben herab verordnet wird: Da haben Hetzjagden in Chemnitz stattgefunden, und das von Leuten, die eine Unfähigkeit zu menschlichen Beziehungen, ein Entgleisen der libidinösen menschlichen Objektwelt und ein aggressionsgesättigtes, chaotisiertes „Inneres“ die Chemnitzer Männerwelt charakterisieren, die schon einmal "dem NSU Unterschlupf" boten und nun hier "selbstverständlich" in "Jagden" fremdenfeindlich tätig gewesen zu sein hatten.

Was für eine krude interessengeleitete und fern jeder gesamtgesellschaftlichen Ganzheit konstruierte Denkweise mit den bekannten Spaltungen gerade in Chemnitz in der Folge, die sich nach solchen massiven Eingriffen von aussen eigentlich nicht mehr reparieren lassen.

Es ist zu fragen WOZU das? Als Antifaschismus und Antifremdendfeindlichkeit geht das weder politisch, noch soziologisch noch pädagogisch noch psychologisch oder kultürlich durch - es war nur politischer Murks, selber unqualifizierte Hetze in der Gesellschaft ohne Chance auf Erfolg - was vorauszusehen war, besser: Ein typisches Beispiel von "Männerphantasieen" einfach mal ausprobiert, weil nix besseres einfiel ...

Wikip. über Theweleit:
> Im Gegensatz zu den beschriebenen Kindern seien Erwachsene vom „faschistischen Typ“ jedoch hoch funktional und in keiner Weise autistisch, was Theweleit dadurch erklärt, dass diese Personen durch erlittene Prügel und militärischen Drill ein sekundäres Ich in Form eines „Körperpanzers“ erworben haben, dessen äußere Kennzeichen u. a. militärische Strammheit, Steifheit und Unterkühltheit seien. "
Ach herje, in welcher entleerten Welt ist denn der Herr Theweleit zu Hause, selbst verelitet und weit ab vom Leben? Das kann doch jede Kadettenanstalt über all in der Welt, besonders in Nordamerika, mit links erzeugen und genau so wieder "abtrainieren" - es bleibt die Frage, ob sich Herr Theweleit in seiner Verliebt- und Verlobtheit in seine warme Windel "Männerphantasieen", besonders "faschistischer Männer", nicht zu sehr darin vergraben hat, nicht mehr fähig und vor allem nicht mehr willens, die gewaltverherrlichende Rolle (Funktion) von Comics, Videos, Events und Actionfilme samt Tatort-Krimis etc. bei der heutigen (!!!) Entstehung von "Männerphantasieen" zu sehen geschweige, mal WIRKLICH (nicht nur am Rande erwähnend) "zu Rate" zu ziehen: Die Welt des zweiten Weltkrieges (samt des angeschlossenen kalten Krieges) dürfte inzwischen in ihren Einflüssen denen der zuvor genannten Mediengegenwart weitest unterlegen sein, lieber Herr Theweleit, liebe L.I.S.A.

> "Unabdingbar zur 'Erklärung' von Gewaltausbrüchen ist die Psychoanalyse" <
Psychoanalyse?? Ein Derivat aller Systemtheorien, vor allem ein unvollkommenes der ALLGEMEINEN Systemtheorie des L.V.Bertalanffy?
Samt späterer Versuche, diese zu "kybernetisieren" ohne das Prinzip der "Ganzheit" (eines Systems), wie im vorigen Jahrhundert, auch ZUGLEICH auf die körperliche (und soziale) Verfasstheit zu beziehen??
Solche Sichtweisen gehören unbedingt entstaubt und aktualisiert, Menschheit weiss heute dazu (systemisch) mehr, als hier im Hintergrund verschimmert:
Das ist weder ein kleines noch ein grosses "Einmaleins", also nichts mit Mathe, erst recht nicht in politischen Wunschkonzerte zu den Ereignissen in Chemnitz anzuwenden, dort wurdenicht "psychoanalysiert" sondern Holz gehackt und nicht Baumseele gepflegt:
Hass ist noch längst allein dadurch keine Mordlust, Herr Theweleit, wo holen Sie nur solchen Quark her?
Dann würden alle "Linken", die den Kapitalismus "hassen" allein dadurch furchtbar "mordlustig" sein - ??
ich darf mal unterbrechen und verweisen auf:

> Kommentar von JWBraun | 23.09.2018 | 16:16 Uhr:
Ich bin Historiker und habe auch einiges von Herrn Theweleit gelesen (Pocahontas, Essays, Reden, natürlich die Männerphantasien). An Phantasie mangelt es auch Herrn Theweleit wahrlich nicht.
In diesem wohlgemerkt schriftlichen Interview (ist also nicht bloß so daher gesagt) .....

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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5316 Views | 43 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

M. Ulrich | 31.08.2019 | 09:36
Liebe Gerda Henkel-Stiftung, mit Entsetzen lese ich momentan Stimmen, die aufgrund der polnischen Reparationsforderungen auch die Oder-Neiße-Verträge wieder revidieren wollen. Rein logisch wäre dies sogar verständlich. Wenn Polen geschlossene Verträge nicht anerkennt, könnte Deutschland dieselbe Logik für Schlesien oder Ostpreußen anwenden, da diese Abtretungen am Ende konkludent (erzwungener) Teil dieser Verträge waren.

Und hier ist mein Problem: am Ende sind es auch Menschen wie Dr. Roth, denen sie eine Bühne bieten, die genau diese höchst gefährlichen Diskussionen auslösen. Ich persönlich denke, dass sie als Teil der Zivilgesellschaft eben solchen Leuten keinen Raum bieten sollten. Wir leben in Zeiten, wo Europa unter dem Druck undemokratischer Kräfte steht. Halten sie es da wirklich für klug, weiter Öl ins Feuer zu schütten? Jeder darf eine Meinung haben, aber nicht jedem muss man eine Bühne bieten. Schade, dass sie das tun.

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L.I.S.A. Redaktion | 06/23/2019 | 1298 Views | 2 | Movies by the Gerda Henkel Foundation

Invisible Berlin

Werner Praus-Zacharias | 28.08.2019 | 19:18
Ich bekomme nach dem Download zwei verschiedene Tonspuren zum Hören. Wie kann das sein. Ich weiß nicht, was ich ändern könnte.
Gruß!
WPZ
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Georgios Chatzoudis | 08/23/2019 | 267 Views | 1 | Presentations

Jürgen Trabant | Linguistischer Reichtum und die vielen Stimmen der Natur

Internationale Konferenz | Alexander von Humboldt: Die ganze Welt, der ganze Mensch (Berlin, 5.-7. Juni 2019)

Schmölders | 28.08.2019 | 13:16
Erst jetzt kann ich mich über den Vortrag von Herrn Trabant und den Text von A.v. Humboldt freuen: denn als Teil der Geschichte der Physiognomik - mein Spezialgebiet - ist der Ausflug zu den Tierstimmen ungemein bereichernd. Natürlich kannte Humboldt das Werk von Lavater - die Physiognomischen Fragmente erschienen 1775-78 - , und die ungeheure Wirkung dieser Weltsicht. Dass die Idee der inneren Charakterisierung eines Lebewesens durch seine äussere Erscheinung nicht nur visuell, sondern auch akustisch stattfindet, wusste ja schon die antike Physiognomik. Schon immer konnte man an der Stimme Männer und Frauen und Kinder , Alte und Junge, Kranke und Gesunde unterscheiden; und schon immer wußte man, wie genau sich Emotionen durch die und in der Stimme abbilden. Die Tierstimmen in der Nacht bilden also immer auch Tiere ab: nicht nur Emotionen - sie charakterisieren die einzelnen Gattungen. Der Löwe äussert sich anders als die Schlange, egal in welcher Laune er ist. Diese physiognomische Basis der Beobachtung scheint mir das Zwischenglied zum Thema Sprachenvielfalt zu bilden; mir scheint evident, dass beide Themen durchaus zusammenhängen, auch wenn Humboldt das nicht erwähnt. Seine Idee einer "Physiognomik der Gewächse" oder der Gebirge zeigt, welche hermeneutische Kraft er dieser parawissenschaftlichen Disziplin zugebilligt hat. Wie Carl Gustav Carus, der seiner Malerei physiognomische Ansichten zugrundelegte, legt Humboldt m.E. die von Lavater etablierte und von Goethe lange Zeit adorierte Wissenswelt diesem Lauschporträt des Urwaldes zugrunde. Vielen Dank, lieber Herr Trabant! Claudia Schmölders
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Georgios Chatzoudis | 10/16/2018 | 2114 Views | 17 | Interviews

"Ideologische Querverbindungen zwischen Neoliberalismus und Rechtspopulismus"

Interview mit Christoph Butterwegge über die Partei AfD in den Parlamenten

Michaela Lusru | 26.08.2019 | 23:36
@Marie Winters | 08.11.2018 | 13:48 Uhr
> ... sind ein Indiz mehr dafür, wie weit sich der gesellschaftliche Diskurs nach rechts verschoben hat. <
Ja, und? Was soll das sein "rechts", wenn es um das "Verschieben" geht, kenne ich Nord, Süd, Ost, West - aber "rechts"?
Oder meinten Sie etwas maulfaul "rechtsradikal" oder "rechtsextremistisch"?
Solche unqualifizierten Äusserungen, die nur nachweisen, dass Sie damit kein Demokratieverständnis (Wissen) und noch weniger ein Demokratiebewusstsein vorweisen, in dem es seit Bestehen der Demokratie nur um den friedlichen (!) Ausgleich durch AUSTAUSCH von Argumenten und Fakten zwischen unterschiedlichen, auch gegensätzlichen oder verfeindeten Interessengruppen geht.
Das dazu zu betrachtende Aktionsspektrum geht nun mal einmal im Kreis herum: von rechts bis links und umgekehrt, und das wollen Sie nach eigener Gruppeninteresse antidemokratisch verschieben, weil es sich von Ihnen fort geschoben hat?

Mit Verlaub, so geht sicherlich Gruppeninteresse, aber Demokratie eben nicht,
Wenn Sie diese achten, verschieben Sie demokratisch und nicht per Aklamation oder Wunschkonzert sondern im "Konzert" mit (!) denen, die Ihnen zu heftig scheinen und doch von vornherein zum demokratischen Spektrum gehören, solange niemand extremistisch entartet und zu ächten ist.
Das gilt so auch für "radikale" Neoliberale, Linke, EU-Einheits-Populisten fern der eigenen Einheit, religiöse Radikale und v.a.m. - erst die deutlichen Bekenntnisse zu extremistischen Vorstellungen und Handlungsansätze dazu berechtigen die "demokratische Versammlung", sich der Extremisten zu entledigen.

Eventuell gehen Sie mit dem Gut Demokratie künftig etwas sorgfältiger und kenntnisreicher um, um ihr nicht neuen Schaden zu zu fügen.

Das gilt auch für dieses Ihr etwas märchenhaftes Narrativ:
> Hier zeigt sich, dass der ursprüngliche europäische Gedanke einer ganzen Generation inzwischen tot ist. < - Wieso?? Weil Sie leichtfüssig meinen? Womöglich, weil einige Medienvertreter damit versuchen, einen mainstream zu kreiren?
und
> War Europa einst als Gemeinschaft gedacht, die um des Friedens Willens näher zusammenrücken sollte und in der Werte wie Solidarität untereinander ein gemeinsames Prinzip sein sollte - man denke nur an die gewaltigen Kohäsionfonds der Vergangenheit - so ist davon heute nichts mehr geblieben.<
Das könnte (!) sein, die Frage ist nur warum, oder WER war das?
Was da "gedacht" war, wird so immer noch gedacht, nur nicht mehr von denen realisiert, die inzwischen als "EU-Aktivisten" ganz andere Rosinen im Kopf haben, z.B. "Vereinigte Staaten von Europa", um die nationalen Parlamente als hohe demokratische Instrumente einer bevölkerungsnahen Mitbestimmung durch ein bedeutungs- und rechtloses EU-Parlament zu ersetzen, weil so elitär im Kreise weniger einer sich selbst dazu ernennenden Politikerkaste demokratiebefreit über die Völker eines grossen Teils Europas hinweg "regiert" werden kann, Kriege ohne Meinung der Bürger veranlasst, Soziale Bedürfnisse den angleichenden Massnahmen entzogen in der Versenkung verschwinden können usw. usw.:
Abschaffung rsp. zur Bedeutungslosigkeit zu degradierende nationale Parlamente - und REGELUNGEN ! Auf fragwürdiger nicht nachvollziehbarer undemokratischer Legitimation.

Diese nationalen Parlamente sind die einzigen (und demokratisch tatsächlich legitimierten und legitimierbaren) Apparate, die nur in ihrer Gemeinsamkeit den europäischen Gemeinschaftsgedanken überhaupt dauerhaft herstellen, realisieren und schützen und "ernähren" können, die einzigen, die dem Bürger tatsächliche Rechtsstaatlichkeit samt gleichberechtigter Chancen auf Dauer gewähren und sichern können. Kein EU-Parlament ist dazu in der Lage, es fehlt jegliche Legitimation, Vollmacht, Fähigkeit und Funktionstüchtigkeit für die Menschen aus 28 extrem unterschiedlichen Staaten, deren Unterschiedlichkeit wie überall das Salz in der Suppe der Gesellschaft sind.
Und diese "Aktivisten" des EU-Einheitsstaates, die sind es, die inzwischen dabei sind, derart leichtfertig, wie z.B. ein M. Schulz u.a., genau den Geist, den Sie, Marie Winters, so beschwören und vermissen, zu zerstören, auch wenn sie das Gegenteil predigen.

Nur seien Sie gewiss:
Dieser seit nun fast 80 Jahren währende "europäische Gedanke" wird sich fern aller Einheits-Grossstaaterei und Grossmachtsambitionen mit eigener Kriegs-Streitmacht ohne Bevölkerungslegitimation, letztlich doch durchsetzen, dann auf der demokratischen Wiese, auf der solch eine gute Sache NACH entsprechender weitgehender Angleichung der Lebens- und Gesetzeslage in allen EU-Ländern (und nicht davor).

Alles andere sind Versuche, die in allen EU-Ländern zu erzielende demokratische Legitimation von nur so befugbaren EU-Vertretern und die Teilhabe der Bürger in den Hintergrund zu schieben, um dem Ganzen die begrenzte Denk-Richtung einiger elitär handelnder ("Vordenker"-)Funktionäre aufzuprägen (s.o.)