Registrieren
merken
Prof. Dr. Manfred Clemenz | 21.11.2019 | 677 Aufrufe | 3 | Artikel

Van Gogh Superstar: "Making Van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe"

Bemerkungen zur van-Gogh-Ausstellung im Städel-Museum Frankfurt a.M., zu van Gogh und zum Kunstmarkt

Monika Kirsten | 01.12.2019 | 10:06 Uhr

Eine sehr spannende Rezension,die nicht nur zum Besuch der

Ausstellung in Frankfurt einlädt. Vielen Dank.
merken
Prof. Dr. Manfred Clemenz | 21.11.2019 | 677 Aufrufe | 3 | Artikel

Van Gogh Superstar: "Making Van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe"

Bemerkungen zur van-Gogh-Ausstellung im Städel-Museum Frankfurt a.M., zu van Gogh und zum Kunstmarkt

Julian C. | 27.11.2019 | 11:19 Uhr
Dem schließe ich mich an, sehr gute Rezension!
merken
Georgios Chatzoudis | 27.10.2017 | 5805 Aufrufe | 47 | Vorträge

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Kevin | 26.11.2019 | 07:12 Uhr
Verstehe ich das richtig? Der Prof will das Deutschland 80 Jahre nach Kriegsende Reparationen zahlt und das noch in Billionenhöhe?

Das ist einfach nur abgedreht. Da sollten wir echt schon weiter sein. Mit der Wiedervereinigung war das Thema durch. Das sollte man nun wirklich nicht mehr aufwärmen.
merken
Georgios Chatzoudis | 26.07.2019 | 502 Aufrufe | 2 | Diskussionen

Podiumsdiskussion | Planetarischer Klimawandel und anthropologische Naturgeschichte

Internationale Konferenz | Alexander von Humboldt: Die ganze Welt, der ganze Mensch (Berlin, 5.-7. Juni 2019)

Rudolf Steinmetz | 23.11.2019 | 12:28 Uhr
Dieser schreckliche Professor namens Schellnhuber! Sogar der VATIKAN hat einen Narren an ihm gefressen; aber das ist (weiss` Gott!) kein Beweis für Wahrheit. SONDERN den findet man u.a. HIER - Physik Nobelpreisträger IVAR GIAEVER entlarvt den KLIMASCHWINDEL: https://www.youtube.com/watch?v=flF7HPZy3Ys
FRAGE: werde ich jetzt zensiert????
merken
Prof. Dr. Manfred Clemenz | 21.11.2019 | 677 Aufrufe | 3 | Artikel

Van Gogh Superstar: "Making Van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe"

Bemerkungen zur van-Gogh-Ausstellung im Städel-Museum Frankfurt a.M., zu van Gogh und zum Kunstmarkt

Gabriele Nordmann | 21.11.2019 | 15:15 Uhr
Eine sehr profunde, großartig bebilderte und treffende Ausstellungskritik des Van-Gogh-Kenners M. Clemenz. Danke.
merken
Georgios Chatzoudis | 19.11.2019 | 609 Aufrufe | 1 | Interviews

"Postkoloniale Situationen von verschiedenen Gesellschaften"

Interview mit Peter Trawny zu den aktuellen Ereignissen in Lateinamerika

Berta | 20.11.2019 | 16:18 Uhr
Ich interessiere mich von Kindheit an für Lateinamerika! Vielen Dank für Info!
merken
L.I.S.A. Redaktion | 23.06.2019 | 7803 Aufrufe | 4 | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung

Invisible Berlin

John Shepherd | 19.11.2019 | 20:34 Uhr
I have come very late in tears to an interest in all aspects of Berlin history and life but have virtually no German language. This may seem an impertinence but the more your material is translated into English the more it builds interest and understanding.
merken
Georgios Chatzoudis | 08.10.2019 | 900 Aufrufe | 3 | Interviews

"Die DDR war mehr als nur Diktatur"

Interview mit Gerd Dietrich zur Kulturgeschichte der DDR

Ben | 18.11.2019 | 07:15 Uhr
Lieber Hans, sorry, ich kann mit diesem Rundumschlag nicht viel anfangen. Die Welt ist komplex. Und ja - die Flüchtlinge kosten 30 Milliarden im Jahr. Ich bin für Asyl, aber wer abgelehnt wird muss gehen. Da reden wir mittlerweile über 280 000.


Ich bin für konkrete Aktion - Scholz hat jetzt eine Steuerjägerabteilung gegründet. Das ist konkret!


Am Ende zeigt der Blick auf den Lohnzettel das der "normale" Arbeiter in der BRD ausgesaugt wird.
merken
Prof. Dr. Helmut Brall-Tuchel | 03.11.2014 | 11893 Aufrufe | 4 | Ankündigungen

Heimat in Literatur, Sprache und Kunst – Annäherungen an einen problematischen Begriff

Interdisziplinäres Symposium im ehemaligen Kreuzherrenkloster Hohenbusch (bei Erkelenz)

Brall-Tuchel | 12.11.2019 | 18:59 Uhr
Philosophische Fakultät Dezember 2014
VERANSTALTUNGSBERICHTE
Abschlussbericht zur interdisziplinären Tagung „Heimat in Literatur, Sprache und Kunst – Annäherungen an einen problematischen Begriff“
Heimatbilanzen sind schwer zu ziehen. Die mittelalter- liche Legende vom Heiligen Brendan gibt einen wichti- gen Hinweis: Wenn wir glauben, eine Heimat gefun- den zu haben, sind wir doch nur ‚Aufenthaltnehmer’ auf dem Rücken eines riesigen Fisches, der sich jeden Augenblick bewegen, wieder abtauchen und uns auf dem Meer der Welt zurücklassen kann. Und ebenso
unbestreitbar wie richtig ist das Diktum Jean Amérys: „Es ist nicht gut, keine Heimat zu haben.“
Die von Prof. Helmut Brall-Tuchel (Germanistik III) initiierte Tagung „Heimat in Literatur, Sprache und Kunst“ vom 07. bis 08. November 2014 im ehema- ligen Kreuzherrenkloster hatte sich die Erforschung von Vorstellungen und Bildern von Heimat zum Ziel gesetzt. Neben nationalen und internationalen Wissenschaftlern waren aus der Philosophischen Fakultät Prof. Sibylle Schönborn und Madlen Kazmierczak M.A. (Germanistik II), Dr. Sascha Bechmann und Christian auf der Lake M.A. (Germanistik I) sowie Anke Pe- ters M.A. (Germanistik III) als Referenten geladen.
von links nach rechts: Dr. Sascha Bechmann, Dr. Jürgen Rauter, Prof. Helmut Brall-Tuchel, Prof. Michael Dallapiazza, Prof. Sibylle Schönborn, Christian auf der Lake M.A., Anke Peters M.A., Prof. Walter Delabar, Georg Mölich. Es fehlen: Prof. Woj- tek Kunicki, Madlen Kaszmierczak M.A., Irfan Derin B.A.
10
Philosophische Fakultät Dezember 2014
Die Frageansätze wurden bewusst weit gefasst, um die Problematik aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen und Wissenskulturen heraus zu be- leuchten. Mit starkem germanistischem Schwerpunkt, welcher der Bedeu- tung von Heimat in der deutschen Literaturgeschichte und im Provinzialitäts- denken der deutschen Dichtung Rechnung trägt, wurde das Hauptaugen- merk auf Heimatdiskurse in der älteren und der neueren deutschen sowie der polnischen und jüdischen Literatur gelegt. Überlegungen zum Umgang
mit materiellen Zeugnissen der Überlieferung, zur Semantisierung von patriotischer Musik und zur literarisch-filmischen Aufarbeitung von Heimatver- lust, Migration und Integration flankierten aus der Sicht von Medien-, Kultur- und Musikwissenschaft die germanistischen Ansätze. Während die Bei- träge des ersten Tages den unterschiedlichen Ausprägungen des Heimatbegriffes, seinen wis- senschaftlichen Evaluationen, seinen literaturge- schichtlichen Dimensionierungen, seinen Wand- lungen und gesellschaftlichen Funktionen nach- gingen, wurde das Konzept Heimat in den Vorträ- gen des zweiten Tages, die sich in der Mehrzahl der Moderne widmeten, von verschiedenen Sei-
ten aus kritisch in Frage gestellt. Der schillernde Wortgebrauch resultiert nach linguistischer Auffassung daraus, dass die jeweilige Bedeutung an die aktuell nachgefragten Bedürfnisse angepasst werde, in ideologiegeschichtli- cher Analyse postuliere der Heimatbegriff universale Werte für partikulare Zwecke, seine historischen Kontaminationen dienten stets der Rettung einer überschaubaren Nahwelt, während zunehmend Gegenkonzepte und Pole- miken den Heimatbegriff für obsolet erklärten. Reflexionen zum utopischen Gehalt des Heimatbegriffes in Philosophie und Literaturtheorie des 20. Jahr- hunderts, so das Resümee, zeigten die Fragwürdigkeit eines romantisieren- den Konzeptes ebenso wie die Notwendigkeit, einen in der modernen Le- benswelt tragfähigen Heimatbegriff erst wieder zu entwickeln.
Die Tagung wurde ermöglicht durch Mittel der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität e.V., des Instituts für Interkul- turelle Kommunikation e.V., des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V., der Kreissparkasse Heinsberg und der Stadt Erkelenz.
Text und Fotos: Institut
11
merken
Georgios Chatzoudis | 08.10.2019 | 900 Aufrufe | 3 | Interviews

"Die DDR war mehr als nur Diktatur"

Interview mit Gerd Dietrich zur Kulturgeschichte der DDR

Hans @Ben | 10.11.2019 | 08:21 Uhr
Lieber Ben,
es tut mir leid, dass du das so empfindest und es ist eine Schande für ein so unverschämt reiches Land wie unseres, dass es so viele Menschen ins Elend stößt -mit Hartz IV, einer Ausgeburt des Neoliberalismus der Rotgrünen unter Schröder/Fischer, aber lobbyistisch-korruptiv angeleitet durch die Bertelsmann-Stiftung und den Beratungs-Moloch McKinsey, damals Bertelsmanns Hausberaterfirma, medial durchgedrückt vom Bertelsmann-Medienimperium (RTL, Stern, Spiegel, Randomhouse...), das den "Medienkanzler" Schröder PR-technisch aufgebaut hatte (die Grünen hatte die Bertelsmann-Stiftung listig unterwandert und neoliberal umgedreht).
Dein "Die BRD kennt ja nur noch die Belange anderer..." klingt aber so als würde "die BRD" (=die Bundesregierung?) mehr in Entwicklungshilfe investieren als in den Sozialhaushalt. Das ist Unsinn, wie man ihn leider in der medial gehypten AfD-Propaganda findet (falls du mit "Belange anderer" Hilfe für Notleidende, Flüchtlinge, Migranten meinst.
Ich persönlich finde sogar, Entwicklungshilfe sollte verdoppelt werden, aber nicht auf Kosten des Sozialetats (in den man hierzulande übrigens den Bereich "Arbeit" unfairerweise hineinrechnet, damit der Posten größer und die BRD sozialer wirkt). Der Rüstungsetat sollte reduziert werden, weil wir a) dies nicht brauchen und b) mit mehr ziviler Hilfe weltweit Kriegsgründe reduziert werden können. Die derzeitige unerträgliche Propaganda (ARD&Co!) für die Forderung aus USA/NATO nach noch mehr Überrüstung des Westblocks ist pure Barbarei. Die weltweit geführten Kriege der NATO sind oft völkerrechtswidrig, inhuman und tragen nur zu mehr Krieg, Terrorismus und Leid bei (egal ob offen geführt wie in Irak, Syrien, Jemen usw. oder verdeckt wie gegen Venezuela, Brasilien oder Bolivien). Diese Kriege sind Raubkriege um Rohstoffe und Macht -die Menschenrechte (meinst du das mit "Belange anderer"?) werden nur vorgeschoben. Verfolgt werden damit nur die Belange der Großkonzerne, Superreichen und Machteliten des Westens.
merken
Georgios Chatzoudis | 13.12.2016 | 1249 Aufrufe | 2 | Interviews

"Kein nationales Gedenken an Pearl Harbor"

Interview mit Takuma Melber über Pearl Harbor aus japanischer Perspektive

Reinhard Gunst | 09.11.2019 | 23:10 Uhr
Nun versteht man auch wie einst griechische Legenden entstanden. Man benötigt nur willfährige und fantasiebegabte Geschichtsschreiber, die vorgeben, die exakte Wahrheit zu kennen.
merken
Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1534 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Frank W. | 09.11.2019 | 09:09 Uhr
Werter Herr Schönfelder, formaldefinitorisch haben sie recht, aber ich bin mir nicht sicher, welche Botschaft sie transportieren wollen. Sollte diese, wie ich hoffe, sein, dass das Ehegattensplitting in ein Familiensplitting erweitert wird (pro Kind Faktor 0,5 / unter Abschmelzung der "reinen" Ehe), rennen sie bei mir offene Türen ein.

Gerne auch eine Erweiterung für Alleinerziehende mit einbauen.

Meine Kritk galt einer von den Grünen propagierten Abschaffung, die die eh schon finanziell unter Druck stehenden Familien in Verzweiflung treiben würde.

Man will Familien ruinieren, damit sich die Frauen bedingungslos dem kapitalistischen Verwertungssystem unterwerfen MÜSSEN. Das ist infam!

Und das in Zeiten der Steuerrekordeinnahmen. Ich helfe jetzt schon einer Nachbarin, die gerne einen Job hätte - NICHTS - nach 120 Bewerbungen! So viel zum Fachkräftemangel.

merken
Jens Holger Jensen | 31.05.2018 | 595 Aufrufe | 2 | Veranstaltungen

Ausstellung: Unbekannte Sachsenhäuser Geschichte(n). StadtteilHistoriker stellen Erstaunliches vor

01.06.2018 – 14.07.2018 | Frankfurt am Main, Bibliothekszentrum Sachsenhausen

Jens-Holger Jensen | 08.11.2019 | 12:47 Uhr
Sehr geehrter Herr Becker,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Eine zusammenfassende Publikation der unterschiedlichen Sachsenhäuser Themen,
so wie wir sie im Sommer 2018 präsentiert haben, ist nicht geplant. Wir hatten seinerzeit
das Stadtteiljubiläum "825 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung von Sachsenhausen"
zum Anlass genommen und uns als ehemalige Stadtteil-Historiker für diese Ausstellung zusammengefunden.

Es existieren allerdings zu den präsentierten Themen sehr wohl einige Bücher
und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass weitere Bücher der verschiedenen Autoren folgen werden.

Rudolf K. Wagner:
"Wie bayrisch Bier nach Frankfurt kam"
"Villa 109" in der Darmstädter Landstraße

Dieter Wesp:
"Villa Kennedy: Wohnhaus - Forschungslabor- Luxushotel"

Herr Engert:
Von ihm liegt eine kurze Zusammenfassung seiner Projektarbeit in der Festschrift zum 529. Sachsenhäuser Brunnenfest (2019) vor.

Als fleißiger L.I.S.A.-Leser kennen Sie möglicherweise meine Beiträge zur Sachsenhäuser Geschichte, die ich seit 2011 hier veröffentlichen darf. Zuletzt der sehr umfangreiche Bericht über die Geschichte und Entwicklung der Kennedyallee.
Völlig unerwartet ist vor wenigen Tagen eine Kuratorin vom Kunsthaus Zürich auf meinen Beitrag zu Johann Theodor Wolfensperger aufmerksam geworden. Die Dame bereitet eine Ausstellung über die Malerin Ottilie W. Roederstein vor, die mit Herrn Wolfensperger befreundet war. Die umfangreiche Wolfenspergersche Sammlung ist Gegenstand aktuellen Recherchen. Die Ausstellung soll am 04.12.2020 in Zürich eröffnet werden.


Mit freundlichen Grüßen
Jens-Holger Jensen
merken
Jens Holger Jensen | 31.05.2018 | 595 Aufrufe | 2 | Veranstaltungen

Ausstellung: Unbekannte Sachsenhäuser Geschichte(n). StadtteilHistoriker stellen Erstaunliches vor

01.06.2018 – 14.07.2018 | Frankfurt am Main, Bibliothekszentrum Sachsenhausen

Michael Becker | 08.11.2019 | 11:09 Uhr
Hallo zusammen,

ist es eigentlich geplant, dass die Informationen zu dieser wirklich sehr interessanten Ausstellung irgendwann in lesbarer Form erscheinen?

Freundliche Grüße
Michael Becker
merken
Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1534 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Felix Schönfelder | 07.11.2019 | 20:49 Uhr
"Ich habe die Beiträge nochmals gelesen und möchte einen Punkt, nämlich den mit dem Ehegattensplitting, nochmals ansprechen. Dieser zeigt nämlich die Verbindung von Linksliberalen und Neoliberalismus exemplarisch.

Linksliberale führen teils einen Feldzug gegen diese Steuererleichterung für Familien. Der Grund ist einfach: sie gibt Familien die Wahl ihre Arbeitsteilung selbst zu wählen."

Das Ehegattensplitting ist keine Steuererleichterung für Familien, sondern für Ehen. Familien werden dadurch steuerlich überhaupt nicht begünstigt, sondern einzig und allein eine bestimmte, gesetzlich genau definierte und reglementierte Form des Zusammenlebens, nämlich die Ehe.
merken
Judith Wonke | 30.04.2018 | 1152 Aufrufe | 1 | Artikel

Agonale Renaissance. Städtische Pferderennen des 15. Jahrhunderts zwischen München und Rom

Vortrag von Christian Jaser am Historischen Kolleg

Thomas Lang | 07.11.2019 | 18:23 Uhr
Sehr spannendes Themenfeld, mit vielen neuen Erkenntnissen und ausgesuchten, bildlich beschreibenden Quellenauszügen (Bilder bekam man im Video leider nicht zu sehen – Publikationsrecht?), die auf umfassend-fleißige Archivarbeit hinweisen. Daher meine uneingeschränkte Bewunderung und Dankbarkeit für die Beschäftigung mit diesem unterbelichteten Thema aber...

...der theoretische Überbau ist manchmal mehr als aufdringlich bis nervend vorgebracht und wirkt genau genommen lächerlich anbiedernd, wie es viele moderne 'Turns' nun einmal oft sind.
Oder um es 'Duktus' des Vortragenden zu erläutern: Wenn ich mich in die Situation eines Zuhörers bei einem öffentlichen Vortrag hineinversetze, kann ich nur vermuten bzw. "ephemer akklamieren", dass die "spezifische Aufmerksamkeitsökonomie" bisweilen einen "evidenziellen Tiefpunkt" erreicht haben wird.
Wieso – um alles in der Welt – müssen spannende Wettkampf- bzw. Wettrennberichte als "agonale Evidenzen" beschrieben werden, welche „aus kommunikativen Verdichtungen transformieren", die auf Grund von "normativ administrativen und narrativ deutenden Überlieferungskreisen" gewonnen worden sind? (Min. 14:40)

Muss man sich unbedingt mittels Sprache von den Zuhörern abheben, um gebildet zu wirken und sich 'turns' anzunähern, von denen in 10 Jahren sowieso niemand mehr wissen, noch je Anhänger gewesen sein will?
Das so erworbene "symbolische Kapital" trägt jenseits der "wissenschaftlichen Echokammern" eher zur Wissenschaftsverdrossenheit bei. Gesellschaftswissenschaften sind jedoch auf das Interesse der Mitmenschen angewiesen. Einer solchen Sprache bedienen sich sonst nur Schaumschläger, bei denen es an Inhalt mangelt. Das schmälert die lobenswerte, verdienstvolle und fleißige Arbeit, die hinter dem Vortrag steckt und ist eigentlich genauso bedenklich wie traurig.

Kleine Ergänzung zu Pferderennen im Mitteldeutschen Raum um 1500:
Dresdener Pferderennen um den goldenen Ochsen, vor 1490 (Austragung Anfang Juli); vgl. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4142, fol. 40r
Torgauer Pferderennen um den Ochsen, vor 1490 (Austragung Ende Juli und November); vgl. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4142, fol. 52v
Cottbusser Pferderennen vor 1493 (Austragung Ende März); LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 5515, fol. 39v
Berliner Pferderennen vor 1500 (Austragung nach Pfingsten); LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4171, fol. 44r
Wittenberger Pferderennen vor 1490 (Austragung vor 1508 an Advincula Petri (1. August), darauf zur Reliquienweisung an Misericordias Domini), Strecke zwischen Coswiger Tor und Apollensberg (7 km eine Strecke); als Preise winkte Kleidung im Wert von knapp 3 Gulden, als Saupreis winkte eine Sau und/in? Stiefeln, gelegentlich wird als Hauptpreis ein Ochse (vergoldete Hörner und Decke) erwähnt; es standen leider keine Fischer an der Strecke, daher auch Todesopfer unter den jugendlichen Reitern auf den laufenden Pferden des Kurfürsten, so 1507 ein Rennknabe, der in den Mühlteich gerannt und samt Pferd ertrunken; u. a. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 2736, fol. 54v, 56r; ebd., Reg. Bb 2738, fol. 53v, 69r; ebd., Reg. Bb 2741, fol. 25v, 53r; ebd., Reg. Bb 2750, fol. 53r, 55r, 120v, 121v, 145r; ebd., Reg. Bb 2751, fol. 48r, 115r; ebd., Reg. Bb 2762; fol. 108r, 171v, 200r; ebd., Reg. Bb 2773, fol. 38r, 61r; ebd., Reg. Bb 2782, fol. 84v etc.
Übrigens hat der Rennmeister/Renner Christoph Ahoymet mit den laufenden Pferden des sächsischen Kurfürsten, der im Pferdeaustausch mit dem Markgrafen von Gonzaga stand, 1494 auch am Scharlachrennen zu München teilgenommen. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. 4152, fol. 12v.
merken
Kirsten Schröder | 04.11.2019 | 330 Aufrufe | 1 | Veranstaltungen

Akademievorlesung | Kunst als Herrschaftstechnik: Afrikanische Natur in der deutschen Kolonialmalerei

11.11.2019 | Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, 18:00 Uhr

Sonja W. | 04.11.2019 | 12:04 Uhr
Ich war selber in der Ausstellung und manches mag an der Kritik stimmen. Was mich aber immer wieder erstaunt, ist die Unfähigkeit z.B. von Eric Otieno in seiner Kritik (https://www.monopol-magazin.de/kuhnert-der-malende-kolonialherr), heutige Maßstäbe auf eine andere Zeit anzuwenden. So schreibt er:

"An seinem Zelt hing für gewöhnlich die Deutsche Reichsflagge, und er griff wiederholt auf die Ressourcen der Deutschen Kolonialverwaltung zurück."

Was ist daran jetzt besonders? Gerade Linksliberale greifen doch auch heute nur zu gerne auf die Förderung des (in the Theorie oftmals abgelehnten) Staates zurück - wo ist der Unterschied zu damals? Und die Flagge? Es war nun mal die Flagge des deutschen Kaiserreiches! Werde ich in 100 Jahren an den Pranger gestellt, weil ich heute schwarz-rot-gold hisse?

Es ist so lachhaft und auch traurig. Die Unfähigkeit Dinge im Rahmen der Zeit einzuordnen, fällt vielen dieser Wissenschaftler schwer.
merken
Judith Wonke | 02.11.2019 | 431 Aufrufe | 2 | Vorträge

Christopher Oestereich | Schule der Industrie statt Industriekooperation? Gestalterausbildung an Höheren Industriefachschulen

Gerd Breuer | 03.11.2019 | 20:13 Uhr
Der Vortragende heißt Christopher Oestereich. Man sollte das vielleicht höflicherweise ändern.
merken
Judith Wonke | 28.09.2019 | 328 Aufrufe | 1 | Artikel

Anna Sophie Laug | Kunst trifft Industrie. Die Steingutfabriken Velten-Vordamm und ihre Verbindungen zum Bauhaus

Tagung in Krefeld (16.-17.11.2018) | Die Industriekooperationen des Bauhauses - zwischen Innovationswille und Imagewerbung

Marina Damm | 27.10.2019 | 17:16 Uhr
Kunst trifft Industrie ... Kunst am Bau ... etc.
Diese Methodik ist derzeit sehr angesehen um in der Kunstszene so einiges zu bewirken. Und es scheint zu funktionieren. Bei https://www.inspire-art.de wurde kürzlich in der Dresdener Neustadt ein solch erfolgreiches Konzept umgesetzt. Auch die Presse hat reagiert und einen Artikel im Kulturteil publiziert.
Sehr interessanter Beitrag.
Viele Grüße
Marina
merken
Judith Wonke | 16.06.2018 | 1110 Aufrufe | 2 | Interviews

"Kompetenzen bilden den Startpunkt der beruflichen Orientierung"

Interview mit Eva Kanis, Anna Honikel und Evelyn Hochheim zum Workshop "Archäologiestudium - und dann?"

Marina Damm | 27.10.2019 | 17:12 Uhr
Das sehe ich ganz genau so und ich kann aus Erfahrung bestätigen, dass es durchaus einer gewissen Übung bedarf, die Fähigkeit zu verbessern, von persönlichen Erfahrungen zu berichten.
Grüße
Marina