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Prof. Dr. Helmut Brall-Tuchel | 03.11.2014 | 11800 Aufrufe | 4 | Ankündigungen

Heimat in Literatur, Sprache und Kunst – Annäherungen an einen problematischen Begriff

Interdisziplinäres Symposium im ehemaligen Kreuzherrenkloster Hohenbusch (bei Erkelenz)

Brall-Tuchel | 12.11.2019 | 18:59 Uhr
Philosophische Fakultät Dezember 2014
VERANSTALTUNGSBERICHTE
Abschlussbericht zur interdisziplinären Tagung „Heimat in Literatur, Sprache und Kunst – Annäherungen an einen problematischen Begriff“
Heimatbilanzen sind schwer zu ziehen. Die mittelalter- liche Legende vom Heiligen Brendan gibt einen wichti- gen Hinweis: Wenn wir glauben, eine Heimat gefun- den zu haben, sind wir doch nur ‚Aufenthaltnehmer’ auf dem Rücken eines riesigen Fisches, der sich jeden Augenblick bewegen, wieder abtauchen und uns auf dem Meer der Welt zurücklassen kann. Und ebenso
unbestreitbar wie richtig ist das Diktum Jean Amérys: „Es ist nicht gut, keine Heimat zu haben.“
Die von Prof. Helmut Brall-Tuchel (Germanistik III) initiierte Tagung „Heimat in Literatur, Sprache und Kunst“ vom 07. bis 08. November 2014 im ehema- ligen Kreuzherrenkloster hatte sich die Erforschung von Vorstellungen und Bildern von Heimat zum Ziel gesetzt. Neben nationalen und internationalen Wissenschaftlern waren aus der Philosophischen Fakultät Prof. Sibylle Schönborn und Madlen Kazmierczak M.A. (Germanistik II), Dr. Sascha Bechmann und Christian auf der Lake M.A. (Germanistik I) sowie Anke Pe- ters M.A. (Germanistik III) als Referenten geladen.
von links nach rechts: Dr. Sascha Bechmann, Dr. Jürgen Rauter, Prof. Helmut Brall-Tuchel, Prof. Michael Dallapiazza, Prof. Sibylle Schönborn, Christian auf der Lake M.A., Anke Peters M.A., Prof. Walter Delabar, Georg Mölich. Es fehlen: Prof. Woj- tek Kunicki, Madlen Kaszmierczak M.A., Irfan Derin B.A.
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Philosophische Fakultät Dezember 2014
Die Frageansätze wurden bewusst weit gefasst, um die Problematik aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen und Wissenskulturen heraus zu be- leuchten. Mit starkem germanistischem Schwerpunkt, welcher der Bedeu- tung von Heimat in der deutschen Literaturgeschichte und im Provinzialitäts- denken der deutschen Dichtung Rechnung trägt, wurde das Hauptaugen- merk auf Heimatdiskurse in der älteren und der neueren deutschen sowie der polnischen und jüdischen Literatur gelegt. Überlegungen zum Umgang
mit materiellen Zeugnissen der Überlieferung, zur Semantisierung von patriotischer Musik und zur literarisch-filmischen Aufarbeitung von Heimatver- lust, Migration und Integration flankierten aus der Sicht von Medien-, Kultur- und Musikwissenschaft die germanistischen Ansätze. Während die Bei- träge des ersten Tages den unterschiedlichen Ausprägungen des Heimatbegriffes, seinen wis- senschaftlichen Evaluationen, seinen literaturge- schichtlichen Dimensionierungen, seinen Wand- lungen und gesellschaftlichen Funktionen nach- gingen, wurde das Konzept Heimat in den Vorträ- gen des zweiten Tages, die sich in der Mehrzahl der Moderne widmeten, von verschiedenen Sei-
ten aus kritisch in Frage gestellt. Der schillernde Wortgebrauch resultiert nach linguistischer Auffassung daraus, dass die jeweilige Bedeutung an die aktuell nachgefragten Bedürfnisse angepasst werde, in ideologiegeschichtli- cher Analyse postuliere der Heimatbegriff universale Werte für partikulare Zwecke, seine historischen Kontaminationen dienten stets der Rettung einer überschaubaren Nahwelt, während zunehmend Gegenkonzepte und Pole- miken den Heimatbegriff für obsolet erklärten. Reflexionen zum utopischen Gehalt des Heimatbegriffes in Philosophie und Literaturtheorie des 20. Jahr- hunderts, so das Resümee, zeigten die Fragwürdigkeit eines romantisieren- den Konzeptes ebenso wie die Notwendigkeit, einen in der modernen Le- benswelt tragfähigen Heimatbegriff erst wieder zu entwickeln.
Die Tagung wurde ermöglicht durch Mittel der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität e.V., des Instituts für Interkul- turelle Kommunikation e.V., des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V., der Kreissparkasse Heinsberg und der Stadt Erkelenz.
Text und Fotos: Institut
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Georgios Chatzoudis | 08.10.2019 | 793 Aufrufe | 2 | Interviews

"Die DDR war mehr als nur Diktatur"

Interview mit Gerd Dietrich zur Kulturgeschichte der DDR

Hans @Ben | 10.11.2019 | 08:21 Uhr
Lieber Ben,
es tut mir leid, dass du das so empfindest und es ist eine Schande für ein so unverschämt reiches Land wie unseres, dass es so viele Menschen ins Elend stößt -mit Hartz IV, einer Ausgeburt des Neoliberalismus der Rotgrünen unter Schröder/Fischer, aber lobbyistisch-korruptiv angeleitet durch die Bertelsmann-Stiftung und den Beratungs-Moloch McKinsey, damals Bertelsmanns Hausberaterfirma, medial durchgedrückt vom Bertelsmann-Medienimperium (RTL, Stern, Spiegel, Randomhouse...), das den "Medienkanzler" Schröder PR-technisch aufgebaut hatte (die Grünen hatte die Bertelsmann-Stiftung listig unterwandert und neoliberal umgedreht).
Dein "Die BRD kennt ja nur noch die Belange anderer..." klingt aber so als würde "die BRD" (=die Bundesregierung?) mehr in Entwicklungshilfe investieren als in den Sozialhaushalt. Das ist Unsinn, wie man ihn leider in der medial gehypten AfD-Propaganda findet (falls du mit "Belange anderer" Hilfe für Notleidende, Flüchtlinge, Migranten meinst.
Ich persönlich finde sogar, Entwicklungshilfe sollte verdoppelt werden, aber nicht auf Kosten des Sozialetats (in den man hierzulande übrigens den Bereich "Arbeit" unfairerweise hineinrechnet, damit der Posten größer und die BRD sozialer wirkt). Der Rüstungsetat sollte reduziert werden, weil wir a) dies nicht brauchen und b) mit mehr ziviler Hilfe weltweit Kriegsgründe reduziert werden können. Die derzeitige unerträgliche Propaganda (ARD&Co!) für die Forderung aus USA/NATO nach noch mehr Überrüstung des Westblocks ist pure Barbarei. Die weltweit geführten Kriege der NATO sind oft völkerrechtswidrig, inhuman und tragen nur zu mehr Krieg, Terrorismus und Leid bei (egal ob offen geführt wie in Irak, Syrien, Jemen usw. oder verdeckt wie gegen Venezuela, Brasilien oder Bolivien). Diese Kriege sind Raubkriege um Rohstoffe und Macht -die Menschenrechte (meinst du das mit "Belange anderer"?) werden nur vorgeschoben. Verfolgt werden damit nur die Belange der Großkonzerne, Superreichen und Machteliten des Westens.
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Georgios Chatzoudis | 13.12.2016 | 1222 Aufrufe | 2 | Interviews

"Kein nationales Gedenken an Pearl Harbor"

Interview mit Takuma Melber über Pearl Harbor aus japanischer Perspektive

Reinhard Gunst | 09.11.2019 | 23:10 Uhr
Nun versteht man auch wie einst griechische Legenden entstanden. Man benötigt nur willfährige und fantasiebegabte Geschichtsschreiber, die vorgeben, die exakte Wahrheit zu kennen.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1503 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Frank W. | 09.11.2019 | 09:09 Uhr
Werter Herr Schönfelder, formaldefinitorisch haben sie recht, aber ich bin mir nicht sicher, welche Botschaft sie transportieren wollen. Sollte diese, wie ich hoffe, sein, dass das Ehegattensplitting in ein Familiensplitting erweitert wird (pro Kind Faktor 0,5 / unter Abschmelzung der "reinen" Ehe), rennen sie bei mir offene Türen ein.

Gerne auch eine Erweiterung für Alleinerziehende mit einbauen.

Meine Kritk galt einer von den Grünen propagierten Abschaffung, die die eh schon finanziell unter Druck stehenden Familien in Verzweiflung treiben würde.

Man will Familien ruinieren, damit sich die Frauen bedingungslos dem kapitalistischen Verwertungssystem unterwerfen MÜSSEN. Das ist infam!

Und das in Zeiten der Steuerrekordeinnahmen. Ich helfe jetzt schon einer Nachbarin, die gerne einen Job hätte - NICHTS - nach 120 Bewerbungen! So viel zum Fachkräftemangel.

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Jens Holger Jensen | 31.05.2018 | 584 Aufrufe | 2 | Veranstaltungen

Ausstellung: Unbekannte Sachsenhäuser Geschichte(n). StadtteilHistoriker stellen Erstaunliches vor

01.06.2018 – 14.07.2018 | Frankfurt am Main, Bibliothekszentrum Sachsenhausen

Jens-Holger Jensen | 08.11.2019 | 12:47 Uhr
Sehr geehrter Herr Becker,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Eine zusammenfassende Publikation der unterschiedlichen Sachsenhäuser Themen,
so wie wir sie im Sommer 2018 präsentiert haben, ist nicht geplant. Wir hatten seinerzeit
das Stadtteiljubiläum "825 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung von Sachsenhausen"
zum Anlass genommen und uns als ehemalige Stadtteil-Historiker für diese Ausstellung zusammengefunden.

Es existieren allerdings zu den präsentierten Themen sehr wohl einige Bücher
und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass weitere Bücher der verschiedenen Autoren folgen werden.

Rudolf K. Wagner:
"Wie bayrisch Bier nach Frankfurt kam"
"Villa 109" in der Darmstädter Landstraße

Dieter Wesp:
"Villa Kennedy: Wohnhaus - Forschungslabor- Luxushotel"

Herr Engert:
Von ihm liegt eine kurze Zusammenfassung seiner Projektarbeit in der Festschrift zum 529. Sachsenhäuser Brunnenfest (2019) vor.

Als fleißiger L.I.S.A.-Leser kennen Sie möglicherweise meine Beiträge zur Sachsenhäuser Geschichte, die ich seit 2011 hier veröffentlichen darf. Zuletzt der sehr umfangreiche Bericht über die Geschichte und Entwicklung der Kennedyallee.
Völlig unerwartet ist vor wenigen Tagen eine Kuratorin vom Kunsthaus Zürich auf meinen Beitrag zu Johann Theodor Wolfensperger aufmerksam geworden. Die Dame bereitet eine Ausstellung über die Malerin Ottilie W. Roederstein vor, die mit Herrn Wolfensperger befreundet war. Die umfangreiche Wolfenspergersche Sammlung ist Gegenstand aktuellen Recherchen. Die Ausstellung soll am 04.12.2020 in Zürich eröffnet werden.


Mit freundlichen Grüßen
Jens-Holger Jensen
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Jens Holger Jensen | 31.05.2018 | 584 Aufrufe | 2 | Veranstaltungen

Ausstellung: Unbekannte Sachsenhäuser Geschichte(n). StadtteilHistoriker stellen Erstaunliches vor

01.06.2018 – 14.07.2018 | Frankfurt am Main, Bibliothekszentrum Sachsenhausen

Michael Becker | 08.11.2019 | 11:09 Uhr
Hallo zusammen,

ist es eigentlich geplant, dass die Informationen zu dieser wirklich sehr interessanten Ausstellung irgendwann in lesbarer Form erscheinen?

Freundliche Grüße
Michael Becker
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1503 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Felix Schönfelder | 07.11.2019 | 20:49 Uhr
"Ich habe die Beiträge nochmals gelesen und möchte einen Punkt, nämlich den mit dem Ehegattensplitting, nochmals ansprechen. Dieser zeigt nämlich die Verbindung von Linksliberalen und Neoliberalismus exemplarisch.

Linksliberale führen teils einen Feldzug gegen diese Steuererleichterung für Familien. Der Grund ist einfach: sie gibt Familien die Wahl ihre Arbeitsteilung selbst zu wählen."

Das Ehegattensplitting ist keine Steuererleichterung für Familien, sondern für Ehen. Familien werden dadurch steuerlich überhaupt nicht begünstigt, sondern einzig und allein eine bestimmte, gesetzlich genau definierte und reglementierte Form des Zusammenlebens, nämlich die Ehe.
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Judith Wonke | 30.04.2018 | 1133 Aufrufe | 1 | Artikel

Agonale Renaissance. Städtische Pferderennen des 15. Jahrhunderts zwischen München und Rom

Vortrag von Christian Jaser am Historischen Kolleg

Thomas Lang | 07.11.2019 | 18:23 Uhr
Sehr spannendes Themenfeld, mit vielen neuen Erkenntnissen und ausgesuchten, bildlich beschreibenden Quellenauszügen (Bilder bekam man im Video leider nicht zu sehen – Publikationsrecht?), die auf umfassend-fleißige Archivarbeit hinweisen. Daher meine uneingeschränkte Bewunderung und Dankbarkeit für die Beschäftigung mit diesem unterbelichteten Thema aber...

...der theoretische Überbau ist manchmal mehr als aufdringlich bis nervend vorgebracht und wirkt genau genommen lächerlich anbiedernd, wie es viele moderne 'Turns' nun einmal oft sind.
Oder um es 'Duktus' des Vortragenden zu erläutern: Wenn ich mich in die Situation eines Zuhörers bei einem öffentlichen Vortrag hineinversetze, kann ich nur vermuten bzw. "ephemer akklamieren", dass die "spezifische Aufmerksamkeitsökonomie" bisweilen einen "evidenziellen Tiefpunkt" erreicht haben wird.
Wieso – um alles in der Welt – müssen spannende Wettkampf- bzw. Wettrennberichte als "agonale Evidenzen" beschrieben werden, welche „aus kommunikativen Verdichtungen transformieren", die auf Grund von "normativ administrativen und narrativ deutenden Überlieferungskreisen" gewonnen worden sind? (Min. 14:40)

Muss man sich unbedingt mittels Sprache von den Zuhörern abheben, um gebildet zu wirken und sich 'turns' anzunähern, von denen in 10 Jahren sowieso niemand mehr wissen, noch je Anhänger gewesen sein will?
Das so erworbene "symbolische Kapital" trägt jenseits der "wissenschaftlichen Echokammern" eher zur Wissenschaftsverdrossenheit bei. Gesellschaftswissenschaften sind jedoch auf das Interesse der Mitmenschen angewiesen. Einer solchen Sprache bedienen sich sonst nur Schaumschläger, bei denen es an Inhalt mangelt. Das schmälert die lobenswerte, verdienstvolle und fleißige Arbeit, die hinter dem Vortrag steckt und ist eigentlich genauso bedenklich wie traurig.

Kleine Ergänzung zu Pferderennen im Mitteldeutschen Raum um 1500:
Dresdener Pferderennen um den goldenen Ochsen, vor 1490 (Austragung Anfang Juli); vgl. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4142, fol. 40r
Torgauer Pferderennen um den Ochsen, vor 1490 (Austragung Ende Juli und November); vgl. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4142, fol. 52v
Cottbusser Pferderennen vor 1493 (Austragung Ende März); LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 5515, fol. 39v
Berliner Pferderennen vor 1500 (Austragung nach Pfingsten); LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4171, fol. 44r
Wittenberger Pferderennen vor 1490 (Austragung vor 1508 an Advincula Petri (1. August), darauf zur Reliquienweisung an Misericordias Domini), Strecke zwischen Coswiger Tor und Apollensberg (7 km eine Strecke); als Preise winkte Kleidung im Wert von knapp 3 Gulden, als Saupreis winkte eine Sau und/in? Stiefeln, gelegentlich wird als Hauptpreis ein Ochse (vergoldete Hörner und Decke) erwähnt; es standen leider keine Fischer an der Strecke, daher auch Todesopfer unter den jugendlichen Reitern auf den laufenden Pferden des Kurfürsten, so 1507 ein Rennknabe, der in den Mühlteich gerannt und samt Pferd ertrunken; u. a. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 2736, fol. 54v, 56r; ebd., Reg. Bb 2738, fol. 53v, 69r; ebd., Reg. Bb 2741, fol. 25v, 53r; ebd., Reg. Bb 2750, fol. 53r, 55r, 120v, 121v, 145r; ebd., Reg. Bb 2751, fol. 48r, 115r; ebd., Reg. Bb 2762; fol. 108r, 171v, 200r; ebd., Reg. Bb 2773, fol. 38r, 61r; ebd., Reg. Bb 2782, fol. 84v etc.
Übrigens hat der Rennmeister/Renner Christoph Ahoymet mit den laufenden Pferden des sächsischen Kurfürsten, der im Pferdeaustausch mit dem Markgrafen von Gonzaga stand, 1494 auch am Scharlachrennen zu München teilgenommen. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. 4152, fol. 12v.
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Kirsten Schröder | 04.11.2019 | 296 Aufrufe | 1 | Veranstaltungen

Akademievorlesung | Kunst als Herrschaftstechnik: Afrikanische Natur in der deutschen Kolonialmalerei

11.11.2019 | Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, 18:00 Uhr

Sonja W. | 04.11.2019 | 12:04 Uhr
Ich war selber in der Ausstellung und manches mag an der Kritik stimmen. Was mich aber immer wieder erstaunt, ist die Unfähigkeit z.B. von Eric Otieno in seiner Kritik (https://www.monopol-magazin.de/kuhnert-der-malende-kolonialherr), heutige Maßstäbe auf eine andere Zeit anzuwenden. So schreibt er:

"An seinem Zelt hing für gewöhnlich die Deutsche Reichsflagge, und er griff wiederholt auf die Ressourcen der Deutschen Kolonialverwaltung zurück."

Was ist daran jetzt besonders? Gerade Linksliberale greifen doch auch heute nur zu gerne auf die Förderung des (in the Theorie oftmals abgelehnten) Staates zurück - wo ist der Unterschied zu damals? Und die Flagge? Es war nun mal die Flagge des deutschen Kaiserreiches! Werde ich in 100 Jahren an den Pranger gestellt, weil ich heute schwarz-rot-gold hisse?

Es ist so lachhaft und auch traurig. Die Unfähigkeit Dinge im Rahmen der Zeit einzuordnen, fällt vielen dieser Wissenschaftler schwer.
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Judith Wonke | 02.11.2019 | 380 Aufrufe | 2 | Vorträge

Christopher Oestereich | Schule der Industrie statt Industriekooperation? Gestalterausbildung an Höheren Industriefachschulen

Gerd Breuer | 03.11.2019 | 20:13 Uhr
Der Vortragende heißt Christopher Oestereich. Man sollte das vielleicht höflicherweise ändern.
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Judith Wonke | 28.09.2019 | 299 Aufrufe | 1 | Artikel

Anna Sophie Laug | Kunst trifft Industrie. Die Steingutfabriken Velten-Vordamm und ihre Verbindungen zum Bauhaus

Tagung in Krefeld (16.-17.11.2018) | Die Industriekooperationen des Bauhauses - zwischen Innovationswille und Imagewerbung

Marina Damm | 27.10.2019 | 17:16 Uhr
Kunst trifft Industrie ... Kunst am Bau ... etc.
Diese Methodik ist derzeit sehr angesehen um in der Kunstszene so einiges zu bewirken. Und es scheint zu funktionieren. Bei https://www.inspire-art.de wurde kürzlich in der Dresdener Neustadt ein solch erfolgreiches Konzept umgesetzt. Auch die Presse hat reagiert und einen Artikel im Kulturteil publiziert.
Sehr interessanter Beitrag.
Viele Grüße
Marina
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Judith Wonke | 16.06.2018 | 1090 Aufrufe | 2 | Interviews

"Kompetenzen bilden den Startpunkt der beruflichen Orientierung"

Interview mit Eva Kanis, Anna Honikel und Evelyn Hochheim zum Workshop "Archäologiestudium - und dann?"

Marina Damm | 27.10.2019 | 17:12 Uhr
Das sehe ich ganz genau so und ich kann aus Erfahrung bestätigen, dass es durchaus einer gewissen Übung bedarf, die Fähigkeit zu verbessern, von persönlichen Erfahrungen zu berichten.
Grüße
Marina
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Georgios Chatzoudis | 27.10.2017 | 5688 Aufrufe | 46 | Vorträge

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Fassungslos | 25.10.2019 | 07:55 Uhr
Hi, es ist schon traurig, wie sich die Linksliberalen ihr eigenes Grab graben. Weil es hier ein Nebenthema war. Da wird Draghi gerade von Linken bejubelt, weil er die gigantischste Umverteilung von unten nach oben betreibt. Die Aberbillionen der deutschen Sparer gehen direkt in die hedgefonds der Gentrifizierer.

Aber - der Feind meines Feindes ist mein Freund. Wenn die Konservativen Drahgi kritisieren muss er ja was Gutes tun. Und die Mieten steigen und steigen und die Millarden der Sparer gehen ins Betongold.

Nun zu Herrn Roth: Reparationen, echt jetzt? Wer das bezahlt ist ja mal wieder klar. Die kleinen Leut/innen. 95% lehnen das ab, aber Dr. Roth will ja die reine Lehre. und dann wundern sich die Linksliberalen, warum sie keiner mehr wählt. Halt! Die Grünen werden ja gewählt - aber mit fetten Professoren und Beamtengehältern kann man ja auch schön in Draghis Aktienwelt investieren. Daraus eine/n Champagner/-in.
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Georgios Chatzoudis | 11.10.2019 | 505 Aufrufe | 1 | Vorträge

Andreas Fickers | Dilthey reloaded. Für eine digitale Hermeneutik in den Geschichtswissenschaften

Kölner Vorträge im Sommersemester 2019 | Die Historie und das Digitale

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörn Rüsen | 23.10.2019 | 18:25 Uhr
Fickers hat recht: wir müssen unseren Methodenbegriff erweitern um die Möglichkeiten der Digitalisierung. Dabei bleiben aber die drei grundlegenden methodischen Operationen erhalten (logisch: dieselben), die zusammen "die" historische Methode ausmachen: Heuristik, Kritik und Interpretation. In der Heuristik erweitert sich der Fragehorizont durch Digitalisierung in neue Bereiche der historischen Erfahrung. Die Digitalisierung selber ist ja schon ein historisches Phänomen, das forschend erschlossen werden muss (in einer übergreifenden medienhistorischen Perspektive). In der Kritik können neue Quellen erschlossen und alte neu befragt werden. Und in der Interpretation lassen sich neue Deutungsmuster zeitlicher Zusammenhänge entwickeln und anwenden. Schließlich bedeutet Digitalisierung auch eine Änderung der fachlichen Kommunikation. Dafür ist diese Webseite ein gutes Beispiel.
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Georgios Chatzoudis | 08.10.2019 | 793 Aufrufe | 2 | Interviews

"Die DDR war mehr als nur Diktatur"

Interview mit Gerd Dietrich zur Kulturgeschichte der DDR

Ben | 08.10.2019 | 17:13 Uhr
Bei allen Fehlern hat sich die DDR immerhin um ihre Menschen gekümmert. Die BRD kennt ja nur noch die Belange anderer und die eigenen Menschen dürfen diese moralische Überlegenheit bezahlen.

Wie immer schon: am deutschen Wesen soll die Welt genesen.
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Ingolf Seidel | 26.09.2019 | 315 Aufrufe | 5 | Ankündigungen

LaG-Magazin im September erschienen: 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen

Robert W. | 04.10.2019 | 10:01 Uhr
Hallo, das ist sicher ein Problem in Deutschland. Es kann nicht sein, dass Verträge immer nur dann gültig sind, wenn sie den moralischen Standards eines linksliberalen Mainstream entsprechen. Mit Schlesien etc. haben sie den Finger in die Wunde gelegt. Ist die Abtretung dann auch nicht gültig?

Aber auch bei anderen Themen:

Abtreibung: ja, auf jeden Fall, wie eine Frau das will, aber bei Trisomie 21 steht dann plötzlich die Vielfalt der Gesellschaft auf dem Spiel

Flüchtlinge: wenn es passt, muss jedes Gesetz bis zum letzten Buchstaben exerziert werden, wenn es aber nicht genehm ist, dann ist "ziviler Widerstand" angesagt.

Vielleicht hat der Rechtsrutsch ja auch genau mit dieser bigotten Heuchelei des Mainstream zu tun. Ich jedenfalls empfinde das alles als pure Heuchelei und hochundemokratisch.
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Ingolf Seidel | 26.09.2019 | 315 Aufrufe | 5 | Ankündigungen

LaG-Magazin im September erschienen: 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen

O. Ingmar | 03.10.2019 | 08:22 Uhr
"An sich legitime und zu diskutierende Forderungen an Deutschland nach Entschädigungszahlungen."


Ja, sicher, schon mal was von Verträgen gehört? Polen hat auf diese 1953 verzichtet. Bestätigt wurde der Verzicht in den 70gern und dann noch einmal von der - nun frei gewählten - polnischen Regierung im Jahr 1990.

Es ist unfassbar, Herr Seidel, was sie da von sich geben. Oder kann dann auch folgendes gesagt werden. Wäre ja nur folgerichtig:

"An sich legitime und zu diskutierende Forderungen an Polen nach Rückgabe Schlesiens, Pommern und Ostpreußens. Selbstredend konkludent auch die legitime Forderung Polens nach der Rückgabe der von Stalin geraubten ostpolnischen Gebiete von 1938."

Oder wollen sie nur Öl ins Feuer einer europäischen Spaltung gießen? vertragstreue ist ein wichtiges Gut!
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Ingolf Seidel | 26.09.2019 | 315 Aufrufe | 5 | Ankündigungen

LaG-Magazin im September erschienen: 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen

G. Reinhard. | 01.10.2019 | 16:59 Uhr
Die historische Wissenschaft offenbart nun auch hier, dass sich aus jeder Geschichte eine Legende entwickelt. Für die Betrachtung de Vergangenheit zementiert den scheinbaren Ablauf der Ereignisse und macht so ein wirkliches Lernen aus Geschichte unmöglich.
Weder ist hier von polnischer Kriegseuphorie die Rede, bald in Berlin zu stehen, noch von den zahlreichen von England gedeckten Überfällen auf Deutsche im Lande selbst. Dass Hitler und Stalin, den der Westen erst mal im Regen stehen ließ, sich Polen aufteilten, wäre zumindest erwähnenswert gewesen. Lernen aus der Geschichte heißt auch, der unliebsamen Realität eines Konfliktes ins Auge zu blicken an dem immer mehrere Akteure beteiligt sind. Diese Betrachtung und nicht ideologisch-verblendete Scheuklappen würden helfen aus Geschichte zu lernen.
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Ingolf Seidel | 26.09.2019 | 315 Aufrufe | 5 | Ankündigungen

LaG-Magazin im September erschienen: 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen

O. Ingmar | 29.09.2019 | 11:28 Uhr
Muss Stalin erwähnt werden? Kann man so oder so sehen.

Klar ist schon, dass er keinen Deut besser war. Siehe Katyn. Die Lehre ist doch das Linkaußen und Rechtsaußen Unheil bringen. Umso verrückter das die Linke Renner mit Antifasticker im BT auftrit. Was für eine Geschichtsvergessenheit.

Vielleicht kommt ja nochmals der Tag, wo Linke und AfD beide bei 4,9% liegen. Dann ist ne Pulle Schampus fällig.
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Georgios Chatzoudis | 24.06.2014 | 20658 Aufrufe | 8 | Interviews

Ustaša - "Faschismus und Nationalsozialismus als ideologische Leitsterne"

Interview mit Alexander Korb über Kroatien im Zweiten Weltkrieg

Dr. Alexander Korb | 27.09.2019 | 18:01 Uhr
Danke, sl!