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Georgios Chatzoudis | 16.09.2015 | 3046 Aufrufe | 6 | Umfragen

Online-Kommentare löschen? Ja oder Nein?

Eine Umfrage zur Kommentar-Kultur

Heinz-Walter Hoetter | 09.08.2017 | 20:59 Uhr
Hasskommentare, Beleidigungen aller Art, Herabwürdigung eines Menschen durch verleumderische Aussagen, Verbreitung von Unwahrheiten über eine Person oder einer Personengruppe usw., usw., haben in einer niveauvollen und geistreichen Diskussion nichts zu suchen. Wer nicht sachlich diskutieren kann, sondern unqualifizierte Äußerungen von sich gibt oder gar die Würde des Menschen verbal verletzt, mit solchen Personen möchte ich persönlich nichts zu tun haben. Leider musste ich in meinem Leben immer wieder die böse Feststellung machen, dass man die meisten Menschen tatsächlich nur von ihrer eigenen Meinung am besten überzeugen kann. Gegensätzliche Meinungen sind für viele Menschen nicht selten wie ein rotes Tuch. Grundsätzlich sollten jedoch alle Kommentare mit voller Namensnennung des Absenders bzw. der Absenderin veröffentlicht werden. Das schreckt schon mal einige davon ab, sich eventuell strafverfolgungswürdiger Kommentare zu enthalten.

Heinz-Walter Hoetter
Hobbyautor von Kurzgeschichten und Gedichte
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Georgios Chatzoudis | 16.09.2015 | 3046 Aufrufe | 6 | Umfragen

Online-Kommentare löschen? Ja oder Nein?

Eine Umfrage zur Kommentar-Kultur

Gottfried Scherer | 15.11.2016 | 00:06 Uhr
Mein Nein scheint mir aber nur dann sinnvoll, wenn Kommentare nur noch mit den tatsächlichen Namen und der Wohnadresse abgegeben werden können - jedenfalls solange wir in einer freiheitlichen Gesellschaft leben.
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Georgios Chatzoudis | 16.09.2015 | 3046 Aufrufe | 6 | Umfragen

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Eine Umfrage zur Kommentar-Kultur

Jens-Holger Jensen | 25.09.2015 | 14:38 Uhr
Ich möchte meine Beobachtung schildern:
Dieser Beitrag wurde bis zum 25. September 2015 insgesamt 508 mal aufgerufen, es haben sich einschließlich meiner Personen aber nur 41 Nutzer an der Abstimmung beteiligt. Das entspricht einem Anteil von rund 8 Prozent. Das ist auch eine Erkenntnis und wirft die Frage auf: weshalb ist das so und wird damit die Zahl der unfreundlichen Kommentierungen übertroffen oder unterschritten?
Weil ich die sozialen Medien (Facebook, Twitter & Co.) nicht nutze und annehme, die herabwürdigenden und beleidigenden Kommentare wurden in diesen Medien verbreitet, habe ich ohne spezielle persönlichen Erfahrungen geantwortet.
Meine Antwort war: NEIN.
Diese basiert auf der Erwartung und Hoffnung, dass es sich um Kommentare mit voller Namensnennung des Absenders oder der Absenderin gehandelt hat. Ich verbinde damit ebenso die Erwartung, dass nicht Desinteresse der Grund für die Nichtteilnahme war und ist.
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Georgios Chatzoudis | 16.09.2015 | 3046 Aufrufe | 6 | Umfragen

Online-Kommentare löschen? Ja oder Nein?

Eine Umfrage zur Kommentar-Kultur

Axel Krüger | 21.09.2015 | 11:46 Uhr
Ich habe mit Nein gestimmt, da Kommentare (eben auch herabwürdigende) zeigen wie wir Menschen sind. Wissen erweiternd sind - insofern.
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Georgios Chatzoudis | 16.09.2015 | 3046 Aufrufe | 6 | Umfragen

Online-Kommentare löschen? Ja oder Nein?

Eine Umfrage zur Kommentar-Kultur

Dr. Tobias Kraft | 16.09.2015 | 13:57 Uhr
Ich plädiere sehr dafür, die redaktionelle Hoheit über ein Publikationsorgan nicht allgemein an das Grundrecht auf Meinungsfreiheit zu veräußern. Es ist nicht ein Einschnitt in mein Grundrecht, wenn eine von einer Institution, einer Privatperson oder einem Unternehmen geführte Seite meine Beiträge löscht. Das gilt ganz sicher nicht im Fall von strafrechtlich relevanten Äußerungen. Aber selbst hier stehen wir ja vor dem noch ungelösten Problem, dass eine Äußerung dieser Art zwar auch im digitalen Kontext strafrechtlich relevant ist, derzeit aber noch völlig unzureichend verfolgt werden kann, bzw. bisher nur in Einzelfällen strafrechtliche Konsequenzen hat.

Es scheint hier wie in ähnlichen Fällen zu gelten: die Einfuhr einer neuen Kommunikationstechnik hat noch keine entsprechenden Kommunikationskultur, bzw. Kulturtechnik hervorgebracht. Anders gesagt: wir haben eine Technikkultur, aber keine Kulturtechnik.

Die Frage, die wir verhandeln müssen, müsste sich m.E. am Begriff des "Öffentlichen" orientieren. Ist das L.I.S.A.-Forum öffentlich (wie ein Marktplatz) oder privat (wie das Auditorium einer Wissenschaftsstiftung)? Ist Facebook öffentlich oder privat (wie etwa der Innenhof des Sony-Centers in Berlins Mitte?

Davon unbeschadet stellt sich für mich die Frage, warum soziale Kontrolle in sozialen Netzwerken so viel schlechter funktioniert als sonst. Oder anders gefragt: bildet die Drastik der Kommentare im Netz tatsächlich genauer die Stimmungslage in der Bevölkerung ab oder verzerrt die Spezifik der zugrunde liegenden Medientechnik nicht das eigentliche Meinungsbild?

Diese Fragen sind allesamt nicht neu. Aber sie bleiben leider relevant. Auch, weil wir derzeit davon ausgehen müssen, dass soziale Netzwerke der Radikalisierung bestimmter Gruppen (Rechtsradikale, religiöse Fundamentalisten, Verschwörungstheoretiker) Vorschub leisten. Daran ändert auch die These der Verzerrung nichts.
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Georgios Chatzoudis | 16.09.2015 | 3046 Aufrufe | 6 | Umfragen

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Eine Umfrage zur Kommentar-Kultur

Prof. Dr. Gisela Miller-Kipp | 16.09.2015 | 13:34 Uhr
Die Grenzen des Rechts auf freie Meinungsäußerung sind gesetzlich klar niedergelegt,
das entlastet die LISA-Redaktion davon, jeweils herauszufinden, was "unsachlich" (? jenach Quellenlage: schwierig!) und/oder "herabwürdigend" (schon leichter) ist.
Grundsätzlich sollte die Redaktion dem Debattier- und Urteilsvermögen der Leser von LISA trauen! Ich setzte dabei voraus, dass "Meinungsäußerungen" namentlich gezeichnet sind. Anonyme "Meinungsäußerung" gehört ohnehin nicht in ein Diskrusorgan.
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Preview-User | 16.09.2011 | 4709 Aufrufe | 1 | Umfragen

Wie gut müssen sich Geisteswissenschaftler in der digitalen Welt auskennen?

Dr. Susanne Czuba-Konrad | 19.12.2014 | 14:31 Uhr
Natürlich muss man sich dem digitalen Zeitalter anpassen, recherchieren können, elektronisch kommunizieren können, Texte formatieren können und sollte auch Kenntnisse in Grafik und Layout haben. Aber man muss als Geisteswissenschaftler auf diesem Gebiet nicht so perfekt sein wie beispielsweise ein Informatiker. Anspruchsvolle Formatierungs- und Layoutarbeiten kann man ja auch aus der Hand geben. Ganz ohne Internetrecherche und nur mit Papierschriftverkehr kommt man heute aber keinesfalls aus.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 5381 Aufrufe | 8 | Umfragen

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Varus Arminus M.A. | 16.10.2014 | 11:23 Uhr
Schönen Tag in die Runde,

wer es genauer wissen will, was wo im Jahre 9 n.Chr. geschah, der sollte mal die Internetseite
"VARUS-Theorie.npage.de" anschauen.

Beste Grüße
vom
Varus-Theorie-Team
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Georgios Chatzoudis | 06.05.2011 | 4027 Aufrufe | 2 | Umfragen

Die Geschichte vom Tod Osama bin Ladens - wahr, wahrscheinlich oder gelogen?

Ferdinand Bonse | 09.05.2011 | 10:27 Uhr
Verschwörungstheorie hin oder her. Für mich stellt sich eine ganz andere Frage: Warum sollte man den Amerikanern im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Terrorismus nach dem peinlichen und unverschämten Auftritt des damaligen Außenministers Colin Powell vor den Vereinten Nationen überhaupt noch etwas glauben? Die Amerikaner sind es selbst schuld, dass sie ihre Glaubwürdigkeit los sind. Gruß, FB
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Georgios Chatzoudis | 06.05.2011 | 4027 Aufrufe | 2 | Umfragen

Die Geschichte vom Tod Osama bin Ladens - wahr, wahrscheinlich oder gelogen?

Dr. Bernd Schaldach | 07.05.2011 | 18:48 Uhr
Mit meiner Abstimmung für den zweiten Vorschlag befinde ich mich ja mitten im Mainstream. Aber eine gewisse zynische Lust an Verschwörungstheorien möchte ich nicht verheimlichen: Die Verschwörungstheorie, Bin Ladin sein schon lange tot, wird ja jetzt von der Anerkennung der Tötung durch Al Kaida scheinbar widerlegt. Als hartgeottener Verschwörer würde ich aber behaupten, dass Al Kaida schnell noch auf den Zug aufspringt, um sich den bislang verheimlichten Toten wenigstens noch als Märtyrer zu sichern. Ich bin schon gespannt, wann diese Version auf den Markt kommt. Bitte geheim halten.
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Georgios Chatzoudis | 01.12.2010 | 4480 Aufrufe | 5 | Umfragen

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Jochem Peelen | 05.12.2010 | 22:00 Uhr
Die deutsche Berichterstattung über Wikileaks dokumentiert in erster Linie den Niedergang unserer vormals seriösen Presse. Vermeintlich pikante Urteile über Merkel & Co. werden ausgewalzt. (In Wirklichkeit sollten wir froh sein, wenn ausländische Diplomaten eine realistische Einschätzung nach Hause melden.) Politisch wichtige Aussagen wie die Haltung der Araber zum Iran erfährt man bestenfalls in Nebensätzen. Für eine halbwegs sachorientierte Information ist man auf die Auslandspresse angewiesen.
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Georgios Chatzoudis | 01.12.2010 | 4480 Aufrufe | 5 | Umfragen

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Daniel Stahl | 02.12.2010 | 13:40 Uhr
Wenn es gelingt, die Fragen zu beantworten, die sie in Bezug auf die angeblichen Kriegsabsichten stellen, dann ist ein quellenkritischer Umgang mit den Wikileaks-Quellen sichergestellt. Ich kenne nur die Berichterstattung, nicht die Quellen, aber ich gehe davon aus, dass es sich nicht nur um zusammenhanglose Schnipsel der diplomatischen Korrespondenz handelt, sondern dass die umfangreichen Veröffentlichungen bis zu einem gewissen Grad zulassen, den Wert einzelner Dokumente zu beurteilen und sie in einen größeren Zusammenhang zu stellen.
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Georgios Chatzoudis | 01.12.2010 | 4480 Aufrufe | 5 | Umfragen

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Ferdinand Bonse | 02.12.2010 | 11:04 Uhr
Das mag ja stimmen, aber was nutzt mir die Information von den vermeinstlichen Kriegsabsichten arabischer Staaten gegenüber dem Iran, wenn die Quelle letztlich nur ein Botschaftsbericht ist. Wo ist die Einordnung? Ist es der Wille der Regierung oder ist es nur eine Einschätzung eines untergeordneten Beamten? Was passiert mit der Information? Wieviel Gewicht hat sie für die US-Administration? Lässt sich das State Departement von solchen Botschaftsberichten beeindrucken? Und was ist mit den Folgen von solchen Infos? Denkt jetzt jeder, dass die arabischen Staaten einen Krieg gegen den Iran befürworten?

Ich meine nach wie vor, dass es verantwortungslos ist, solche Informationen in die Welt hinaus zu posaunen, ohne dass sie zuvor a) überprüft wurden und b) in einen größeren Zusammenhang eingeordnet wurden.

Gruß, F. Bonse
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Georgios Chatzoudis | 01.12.2010 | 4480 Aufrufe | 5 | Umfragen

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Daniel Stahl | 02.12.2010 | 10:30 Uhr
Ganz abgesehen davon, ob man die Veröffentlichungen für richtig oder falsch hält: die Dokumente sind natürlich ein wichtiger Quellenkorpus. Es befinden sich dort eben nicht nur Klatsch und Tratsch, sondern auch sehr substanzielle Informationen. Wenn man erfährt, dass die arabischen Staaten einen Angriff auf Iran für wünschenswert gehalten haben, dann ist das nicht "ohne jede historische Relevanz". Deshalb bleibt zu hoffen, dass die Historiker das Thema nicht nur den Medien überlassen, sondern eine quellenkritische Handhabung entwickeln, um sich auf dem "königlichen Bankett" standesgemäß aufzuführen.
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Georgios Chatzoudis | 01.12.2010 | 4480 Aufrufe | 5 | Umfragen

Wikileaks - ein Festbankett für Historiker?

Ferdinand Bonse | 01.12.2010 | 12:10 Uhr
Ich halte das, was Wikileaks macht für eine ganz gefährliche Sache. Die meisten Infos sind in meinen Augen reiner Klatsch und Tratsch. Das erkennt man schon daran, dass die Medien - von Bild bis Spiegel - sich vor allem auf die "delikaten" Infos wie die Geier stürzen: Westerwelle ist inkompetent und eitel, Merkel ist unkreativ, Ahmadindschad ist Hitler usw. Das ist in meinen Augen ohne jede historische Relevanz. Die Infos stehen außerdem in keinem Verhältnis zum außenpolitischen Schaden, der dadurch verursacht wird.

Wikilieaks gehört für mich verboten!

Gruß F. Bonse
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 5381 Aufrufe | 8 | Umfragen

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Georgios Chatzoudis | 15.03.2010 | 14:44 Uhr
Sehr geehrter Herr Bömer,
vielen Dank für Ihren berechtigten Hinweis. Gerne möchte ich Ihnen und auch anderen Diskutanten kurz erläutern, warum wir als Redaktion bewusst auf eine differenzierte Darstellung der einzelnen Theorien verzichtet haben. Das hat im wesentlichen zwei Gründe: Die Darstellung der oft sehr komplexen Theorien würde das Format der Umfragen sprengen. Die Umfragen sind im Wesentlichen dazu gedacht, zu aktuell interessanten Fragen mit historischem Bezug kleinere Meinungsbilder einzuholen. Sie sollen letztlich vor allem dazu dienen, - das ist der zweite Grund - eine Diskussion anzuregen. Dabei ist jeder aufgerufen, offene Fragen zu beantworten. Wir freuen uns beispielsweise über jeden Beitrag, der das Für und Wider einzelner Theorien bespricht, so wie es beispielsweise Dipl.Ing. Peter Oppitz getan hat. Insofern sind wir Ihnen für Ihren Link zu "Clades Variana" sehr dankbar. Mit freundlichen Grüße, Ihre L.I.S.A.-Redaktion
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 5381 Aufrufe | 8 | Umfragen

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Albert Bömer | 15.03.2010 | 12:22 Uhr
Was soll eine derartige Abstimmung ohne genauere Informationen was für und gegen die einzelne Theorie spricht. Eine differenziertere Aufstellung der einzelnen Theorien wäre hilfreicher gewesen, wobei auch Hinweise für Lokalisationsversuche abseits dieser vier aufgeführten Gegenden sinnvoll gewesen wäre. Auch ich habe mich über viele Jahre hinweg mit diesem Thema beschäftigt, wobei für mich (und mittlerweile auch für viele andere) ein vollkommen anderes Gebiet für den Ort der Clades Variana wahrscheinlich wird. Nachzulesen unter:

http://www.clades-variana.com
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 5381 Aufrufe | 8 | Umfragen

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Dipl.Ing. Peter Oppitz | 04.03.2010 | 18:05 Uhr
Auch ich habe große Probleme, eine unter den verschiedenen Ortsbestimmungen zu wählen. Immerhin gibt es mehr als 700 verschiedene Orte, an denen die Varusschlacht stattgefunden haben kann. Über mehrere Jahre habe ich mich mit dem Komplex befasst und schließlich ein kleines Buch geschrieben: "Das Geheimnis der Varusschlacht." im Zagara-Verlag, € 9,80, erschienen. Unter den Althistorikern werden meine Überlegungen diskutiert, aber hinter vorgehaltener Hand, weil der Bericht über die V. von Cassius Dio noch immer als maßgebend gilt. Schon Paul Höfer (1888, "Die Varusschlacht") hat diesen Text angezweifelt und als tendenziöse Darstellung erkannt. Jedoch kam er nicht gegen die Autorität von Prof. Dr. Theodor Mommsen an (1885, "Die römische Geschichte"). Weil es sehr schwer ist, einmal Gelerntes zu hinterfragen, wird noch lange über die Bewertung der verschiedenen, römischen Texte diskutiert werden.
Die neueste Veröffentlichung stammt von dem Althistoriker Dr. Peter Kehne in " Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 78/2009, S.135-180. Dort hat er seine Argumente zusammengestellt, warum am Kalkrieser Berg ein Kampf unter Caecina, einem Legaten von Germanicus, im Jahr 15 oder 16 n.Chr. stattgefunden hat.
Frau Tatjana Moor-Freber wird sicherlich bei Tacitus (Ann. I, 61) die pietätvolle Bestattung der zusammengelesenen Knochenreste der gefallenen Legionäre in einem Tumulus noch einmal nachlesen. Dort ist von nur einem Tumulus ( ein weiteres Mal in Ann. II, 7) die Rede. Also einem Bauwerk über der Erde und nicht von 8 (acht!!!) Knochengruben in der Erde. Außerdem war es zu der Zeit bei den Römern üblich, die Leichen(reste) zu verbrennen bevor die Asche weihevoll bestattet wurde. Brandspuren gibt es aber nicht in Kalkriese!
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 5381 Aufrufe | 8 | Umfragen

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

Tatjana Moor-Freber | 03.03.2010 | 20:07 Uhr
Was für Kalkriese spricht, ist die Tatsache, DASS dort eine wirklich große Schlacht stattgefunden hat. Das können die anderen Orte angesichts der Fundlage einfach nicht von sich behaupten. Ob es aber tatsächlich die Varusschlacht war??? Dazu gab es einfach zu viele Zusammenstöße mit den Germanen innerhalb des in Frage kommenden Zeitfensters.

Ein wichtiges Indiz sind auch die Funde menschlicher Knochen, die offensichtlich mehrere Jahre unbestattet im Wald auf dem Schlachtfeld gelegen haben. Das entspricht vollkommen dem Bericht des Tacitus, dass sich erst Jahre nach der Schlacht eine römische Expedition unter dem Feldherrn Germanicus in die Nähe des Schlachtfelds gewagt und die herumliegenden Gebeine förmlich bestattet habe. Das würde für Kalkriese als Ort der Varusschlacht sprechen.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2010 | 5381 Aufrufe | 8 | Umfragen

2000 Jahre Varusschlacht - aber wo?

M.A. Annegret Hols | 27.02.2010 | 15:07 Uhr
Da ich nur zwei Theorien kenne, nämlich die nördliche, sprich Kalkriese, und die östliche, sprich in der Nähe von Detmold, kann ich nicht mit abstimmen. Es wäre daher hilfreich gewesen, alle vier Möglichkeiten kurz vorzustellen.
Was wird eigentlich aus dem Ergebnis der Abstimmung?