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Prof. Dr. Manfred Clemenz | 11/21/2019 | 104 Views | 1 | Articles

Van Gogh Superstar: "Making Van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe"

Bemerkungen zur van-Gogh-Ausstellung im Städel-Museum Frankfurt a.M., zu van Gogh und zum Kunstmarkt

Gabriele Nordmann | 21.11.2019 | 15:15
Eine sehr profunde, großartig bebilderte und treffende Ausstellungskritik des Van-Gogh-Kenners M. Clemenz. Danke.
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Judith Wonke | 04/30/2018 | 1138 Views | 1 | Articles

Agonale Renaissance. Städtische Pferderennen des 15. Jahrhunderts zwischen München und Rom

Vortrag von Christian Jaser am Historischen Kolleg

Thomas Lang | 07.11.2019 | 18:23
Sehr spannendes Themenfeld, mit vielen neuen Erkenntnissen und ausgesuchten, bildlich beschreibenden Quellenauszügen (Bilder bekam man im Video leider nicht zu sehen – Publikationsrecht?), die auf umfassend-fleißige Archivarbeit hinweisen. Daher meine uneingeschränkte Bewunderung und Dankbarkeit für die Beschäftigung mit diesem unterbelichteten Thema aber...

...der theoretische Überbau ist manchmal mehr als aufdringlich bis nervend vorgebracht und wirkt genau genommen lächerlich anbiedernd, wie es viele moderne 'Turns' nun einmal oft sind.
Oder um es 'Duktus' des Vortragenden zu erläutern: Wenn ich mich in die Situation eines Zuhörers bei einem öffentlichen Vortrag hineinversetze, kann ich nur vermuten bzw. "ephemer akklamieren", dass die "spezifische Aufmerksamkeitsökonomie" bisweilen einen "evidenziellen Tiefpunkt" erreicht haben wird.
Wieso – um alles in der Welt – müssen spannende Wettkampf- bzw. Wettrennberichte als "agonale Evidenzen" beschrieben werden, welche „aus kommunikativen Verdichtungen transformieren", die auf Grund von "normativ administrativen und narrativ deutenden Überlieferungskreisen" gewonnen worden sind? (Min. 14:40)

Muss man sich unbedingt mittels Sprache von den Zuhörern abheben, um gebildet zu wirken und sich 'turns' anzunähern, von denen in 10 Jahren sowieso niemand mehr wissen, noch je Anhänger gewesen sein will?
Das so erworbene "symbolische Kapital" trägt jenseits der "wissenschaftlichen Echokammern" eher zur Wissenschaftsverdrossenheit bei. Gesellschaftswissenschaften sind jedoch auf das Interesse der Mitmenschen angewiesen. Einer solchen Sprache bedienen sich sonst nur Schaumschläger, bei denen es an Inhalt mangelt. Das schmälert die lobenswerte, verdienstvolle und fleißige Arbeit, die hinter dem Vortrag steckt und ist eigentlich genauso bedenklich wie traurig.

Kleine Ergänzung zu Pferderennen im Mitteldeutschen Raum um 1500:
Dresdener Pferderennen um den goldenen Ochsen, vor 1490 (Austragung Anfang Juli); vgl. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4142, fol. 40r
Torgauer Pferderennen um den Ochsen, vor 1490 (Austragung Ende Juli und November); vgl. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4142, fol. 52v
Cottbusser Pferderennen vor 1493 (Austragung Ende März); LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 5515, fol. 39v
Berliner Pferderennen vor 1500 (Austragung nach Pfingsten); LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 4171, fol. 44r
Wittenberger Pferderennen vor 1490 (Austragung vor 1508 an Advincula Petri (1. August), darauf zur Reliquienweisung an Misericordias Domini), Strecke zwischen Coswiger Tor und Apollensberg (7 km eine Strecke); als Preise winkte Kleidung im Wert von knapp 3 Gulden, als Saupreis winkte eine Sau und/in? Stiefeln, gelegentlich wird als Hauptpreis ein Ochse (vergoldete Hörner und Decke) erwähnt; es standen leider keine Fischer an der Strecke, daher auch Todesopfer unter den jugendlichen Reitern auf den laufenden Pferden des Kurfürsten, so 1507 ein Rennknabe, der in den Mühlteich gerannt und samt Pferd ertrunken; u. a. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. Bb 2736, fol. 54v, 56r; ebd., Reg. Bb 2738, fol. 53v, 69r; ebd., Reg. Bb 2741, fol. 25v, 53r; ebd., Reg. Bb 2750, fol. 53r, 55r, 120v, 121v, 145r; ebd., Reg. Bb 2751, fol. 48r, 115r; ebd., Reg. Bb 2762; fol. 108r, 171v, 200r; ebd., Reg. Bb 2773, fol. 38r, 61r; ebd., Reg. Bb 2782, fol. 84v etc.
Übrigens hat der Rennmeister/Renner Christoph Ahoymet mit den laufenden Pferden des sächsischen Kurfürsten, der im Pferdeaustausch mit dem Markgrafen von Gonzaga stand, 1494 auch am Scharlachrennen zu München teilgenommen. LATh-HStA Weimar, EGA, Reg. 4152, fol. 12v.
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Judith Wonke | 11/02/2019 | 396 Views | 2 | Presentations

Christopher Oestereich | Schule der Industrie statt Industriekooperation? Gestalterausbildung an Höheren Industriefachschulen

Gerd Breuer | 03.11.2019 | 20:13
Der Vortragende heißt Christopher Oestereich. Man sollte das vielleicht höflicherweise ändern.
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Judith Wonke | 09/28/2019 | 307 Views | 1 | Articles

Anna Sophie Laug | Kunst trifft Industrie. Die Steingutfabriken Velten-Vordamm und ihre Verbindungen zum Bauhaus

Tagung in Krefeld (16.-17.11.2018) | Die Industriekooperationen des Bauhauses - zwischen Innovationswille und Imagewerbung

Marina Damm | 27.10.2019 | 17:16
Kunst trifft Industrie ... Kunst am Bau ... etc.
Diese Methodik ist derzeit sehr angesehen um in der Kunstszene so einiges zu bewirken. Und es scheint zu funktionieren. Bei https://www.inspire-art.de wurde kürzlich in der Dresdener Neustadt ein solch erfolgreiches Konzept umgesetzt. Auch die Presse hat reagiert und einen Artikel im Kulturteil publiziert.
Sehr interessanter Beitrag.
Viele Grüße
Marina
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Fassungslos | 25.10.2019 | 07:55
Hi, es ist schon traurig, wie sich die Linksliberalen ihr eigenes Grab graben. Weil es hier ein Nebenthema war. Da wird Draghi gerade von Linken bejubelt, weil er die gigantischste Umverteilung von unten nach oben betreibt. Die Aberbillionen der deutschen Sparer gehen direkt in die hedgefonds der Gentrifizierer.

Aber - der Feind meines Feindes ist mein Freund. Wenn die Konservativen Drahgi kritisieren muss er ja was Gutes tun. Und die Mieten steigen und steigen und die Millarden der Sparer gehen ins Betongold.

Nun zu Herrn Roth: Reparationen, echt jetzt? Wer das bezahlt ist ja mal wieder klar. Die kleinen Leut/innen. 95% lehnen das ab, aber Dr. Roth will ja die reine Lehre. und dann wundern sich die Linksliberalen, warum sie keiner mehr wählt. Halt! Die Grünen werden ja gewählt - aber mit fetten Professoren und Beamtengehältern kann man ja auch schön in Draghis Aktienwelt investieren. Daraus eine/n Champagner/-in.
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Georgios Chatzoudis | 10/11/2019 | 514 Views | 1 | Presentations

Andreas Fickers | Dilthey reloaded. Für eine digitale Hermeneutik in den Geschichtswissenschaften

Kölner Vorträge im Sommersemester 2019 | Die Historie und das Digitale

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörn Rüsen | 23.10.2019 | 18:25
Fickers hat recht: wir müssen unseren Methodenbegriff erweitern um die Möglichkeiten der Digitalisierung. Dabei bleiben aber die drei grundlegenden methodischen Operationen erhalten (logisch: dieselben), die zusammen "die" historische Methode ausmachen: Heuristik, Kritik und Interpretation. In der Heuristik erweitert sich der Fragehorizont durch Digitalisierung in neue Bereiche der historischen Erfahrung. Die Digitalisierung selber ist ja schon ein historisches Phänomen, das forschend erschlossen werden muss (in einer übergreifenden medienhistorischen Perspektive). In der Kritik können neue Quellen erschlossen und alte neu befragt werden. Und in der Interpretation lassen sich neue Deutungsmuster zeitlicher Zusammenhänge entwickeln und anwenden. Schließlich bedeutet Digitalisierung auch eine Änderung der fachlichen Kommunikation. Dafür ist diese Webseite ein gutes Beispiel.
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Maria | 26.09.2019 | 10:03
Lieber Momo, lieber Herr Roth,

ich lade sie herzlich zur Kölner Tafel ein.

Wenn sie schon so großzügig 1,3 Billionen haben, könnten sie auch mal an die Menschen denken, die dieses Geld in 40 Jahren harter Arbeit erwirtschaftet haben und nun Flaschen sammeln.

Es muss schön sein ein staatlich alimientierter Student oder Professor zu sein.

Vielleicht ist es Zeit einmal in der Realität anzukommen.

Vielen Dank
Maria
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

FFF - Momo | 22.09.2019 | 11:07
1,3 Billionen fürs Klima!

Schluß mit den Diskussionen aus dem letzten Jahrhundert! Ob rechts oder links - die 70ger Jahre sind vorbei! neue Zeiten - neue Herausforderungne!

1,3 Billionen für:

ÖPNV
Neue Antriebe
Aufforstung weltweit
Frauenförderung in Afrika, um die Geburtenrate zu senken

Aber bitte nicht um damit die PiS jedem Polen einen porsche kaufen kann.

Es ist 5 vor 12! Klimarettung jetzt!

FFF - Euer Momo
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Kati | 19.09.2019 | 07:43
Es geht immer nur ums Geld bei den Linksliberalen. Ob beim Klima, bei der Versöhnung der Völker, bei den Flüchtlingen, bei Europa.

Geld, Geld, Geld.

Das ist aus meiner Sicht das Problem. Keine intelligenten Ansätze, nichts. Nur immer das Geld anderer Leute rausprügeln. Und sich dann wundern, warum die Rechten immer stärker werden.








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Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer | 07/22/2017 | 588 Views | 1 | Articles

Keine Interaktion! Bild-Text-Bezüge von Beischriften. Eine Standortbestimmung in fünf Punkten

Francisca Feraudi-Gruénais (Alte Geschichte, Universität Heidelberg) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Stefan Junginger | 11.09.2019 | 08:27
Jede Kommentierung in irgwendeiner Form, sei sie nachträglich, ex post zutreffend, hat doch genau so eine eigene Vorgeschichte, und die erklärt nicht warum jemand sich derlei viel Arbeit macht ohne zu verstehen das er Teil eben dieser gewesen sein muss. Da könnte ja jeder kommen. Wen, denkt man, spricht das an?
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

M. Ulrich | 07.09.2019 | 08:56
Ich bitte darum mich nicht falsch zu verstehen - als Gegenleistung für einen Schuldenschnitt müsste natürlich Griechenland rechtsverbindlich eine Aufgabe aller möglicherweise noch offenen historisch begründeten Forderungen und Reparationsforderungen erklären. Dies wäre wohl auch der Öffentlichkeit vermittelbar.


Noch eine kleine Kritik an dem Video der Veranstaltung: wie kann es sein, dass Dr. Roth dort ohne Gegenrede seine (aus meiner Sicht europagegnerischen) Thesen verbreiten darf, ohne eine Gegenposition zu Wort kommen zu lassen? Wieso gibt es einen Moderator, der sich (mit Verlaub) absolut devot verhält, anstatt auch einmal kritische Aspekte in die Runde zu geben? Alles in allem kein Glanzstück der Stiftung. Egal wie man Dr. Roth bewertet - er vertritt eine radikale Position, die der Antithese "Was würde dies für Europa jenseits formalsjuristischer Erwägungen bedeuten?", bedürfte. So geht eine gute Diskussionskultur jedenfalls nicht.


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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

K. Wiemann | 05.09.2019 | 07:47
Sehr geehrter Herr Ulrich, ein Schuldenschnitt als Initiative Berlins ist ein guter Vorschlag. Das wäre ein wichtiges Signal nicht nur an die Länder mit den untragbaren Schulden, sondern an ganz Europa. Allein es mangelt am politischen Personal und am Willen in der veröffentlichten Meinung, diesen Schritt durchzusetzen und dem Wahlvolk begreiflich zu machen. Mfg, KW
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

M. Ulrich | 04.09.2019 | 12:54
Sehr geehrter Herr Wiemann, als ursprünglich großer Fan des Euros sehe ich das mittlerweile ähnlich. Aus meiner Sicht sind die Auffassungen und Mentalitäten zu unterschiedlich für eine gemeinsame Währung. Das meine ich nicht wertend.

Allerdings könnte an dem Punkt der Staat einiges mit Steuersenkungen bei der Gehaltsklasse 20 - 80 000 € tun. Die Mittelschicht wird erdrückt bei explodierenden Kosten. Dann würde auch das Binnenwachstum steigen, die Auslandsnachrage angeregt. Deutschland hat nach Belgien die höchste Steuer- und Abgabenlast der OECD.


Aber am Ende sind das zwei unterschiedliche Fragen. Ich habe hier einen interssanten Vorschlag gelesen - Schuldenschnitt gegen endgültige Aufgabe von allen alten Forderungen. Vielleicht ein Weg, der gangbar ist.
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Ulf Ludßuweit | 04/28/2018 | 1074 Views | 3 | Articles

Das ehemalige Landmaschinenunternehmen Philipp Mayfarth & Co. und seine jüdische Inhaberfamilie Moser

Eine Zusammenfassung

Ella Etzold-Diez | 03.09.2019 | 19:54
Auf den Spuren meiner Jugend in Fechenheim (1952-1963)
wanderte ich am 30.8.2019 durch den Ort, auch entlang der Cassella -Strasse, und stand vor dem eindrucksvollen Industriebau:
"Die Mayfarth!" Mehr wusste ich nicht mehr. Dank Ihrer hervorragenden Publikation konnte ich mehr zur Firma erfahren. Dank auch, dass Sie Verdienste und Schicksal der jüdischen Familie Moser hier aufgezeichnet haben.
Ella Etzold-Diez, Tutzing
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

K. Wiemann | 03.09.2019 | 19:29
Sehr geehrter Herr Ulrich, man könnte auch anders argumentieren: Es herrscht längst eine Art Krieg in Europa. Deutschland führt einen ökonomischen Krieg gegen den Rest des Kontinents. Der gewaltige deutsche Überschuss sind auf der anderen Seite die gewaltigen Defizite der - so zynisch muss man erst einmal sein - "europäischen Partner". Deutschland ist es im Zuge der EU-Verträge seit den 90er Jahren gelungen, seine kompletten Handelskosten - von der starken D-Mark bis hin zu den Lohnkosten - nach und nach zu externalisieren. Die Rechnung zahlen nun die anderen, die unter dem Diktat Berlins keine monetären Optionen mehr haben, der aggressiven deutschen Handels- und Wirtschaftspolitik etwas entgegenzusetzen. Im Gegenteil: Berlin hat freie Hand, den anderen die Bedingungen aufzuzwingen, die vor allem dem eigenen Vorteil dienen. Es gibt "böse" Stimmen, die davon sprechen, dass Deutschland im Zuge der Finanzkrise das gelungen ist, was Deutschland in zwei Weltkriegen anstrebte, aber letztlich nicht gelang. Ohne Waffen. Da erscheint es nicht ganz abwegig, dass "europäische Partner" auf den Gedanken kommen, Entschädigung zu verlangen. Man muss auch als Deutscher die Deutschland-Brille mal ablegen. Mfg, KW
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

M. Ulrich | 03.09.2019 | 06:41
Sehr geehrter Herr Wiemann, mit derselben Logik kann ich einen Juristen finden, der die zwangsweise Abtretung Schlesiens für zumindest zweifelhaft erklärt. Darum geht es aber nicht. Es geht um viel mehr - nämlich um den Frieden in Europa.

Nehmen wir einmal an, Dr. Roths Forderungen würden durchkommen. Was würde passieren? Forderung um Forderung würde auf Deutschland hereinprasseln. Die Summe würde schnell die 1,3 Billionen übersteigen. Die würde bedeuten, dass Deutschland - immerhin der Motor Europas - vollkommen überfordert wäre. Wie hoch wollen sie die Steuerschraube drehen? (und es ist nicht so, als wenn dies am Ende die "schuldigen" Unternehmen zahlen würden oder auch nur könnten. Das ist eine Nebelkerze des Dr. Roth. So schnell wie die ihr Kapital herausziehen würden, können sie nicht mal gucken). Also, ich sage es ihnen: die AfD wäre schneller, als ihnen lieb ist bei 50%. Die gesamte Wirtschaft Europas würde kollabieren, die Inflation explodieren. Und als Ironie der Geschichte würden am Ende die wahren Opfer mal wieder von ihren korrupten Eliten mit Amosen abgespeist.


Das ist es, was an Herrn Roths Thesen so gefährlich ist. Und das ist ein Weg, den niemand befördern sollte. Früher nannte man das einmal gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Früher war nicht alles besser, aber manches schon.

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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

K. Wiemann | 02.09.2019 | 10:41
Bei allem wie man zu Herrn Roths Vortrag steht, kann er so sehr ausserhalb des Diskurses gar nicht zu stehen, wenn selbst der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages zuletzt noch festgestellt hat, dass er Zweifel an der position der Bundesregierung zu den griechischen Reparartionsforderungen hat. Und möchte hier festhalten: Der WD ist keine undemokratische Institution, sondern demokratischer Bestandteil dieser Republik. mfg, KW
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Georgios Chatzoudis | 10/27/2017 | 5708 Views | 46 | Presentations

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Vortrag von Karl Heinz Roth im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

M. Ulrich | 31.08.2019 | 09:36
Liebe Gerda Henkel-Stiftung, mit Entsetzen lese ich momentan Stimmen, die aufgrund der polnischen Reparationsforderungen auch die Oder-Neiße-Verträge wieder revidieren wollen. Rein logisch wäre dies sogar verständlich. Wenn Polen geschlossene Verträge nicht anerkennt, könnte Deutschland dieselbe Logik für Schlesien oder Ostpreußen anwenden, da diese Abtretungen am Ende konkludent (erzwungener) Teil dieser Verträge waren.

Und hier ist mein Problem: am Ende sind es auch Menschen wie Dr. Roth, denen sie eine Bühne bieten, die genau diese höchst gefährlichen Diskussionen auslösen. Ich persönlich denke, dass sie als Teil der Zivilgesellschaft eben solchen Leuten keinen Raum bieten sollten. Wir leben in Zeiten, wo Europa unter dem Druck undemokratischer Kräfte steht. Halten sie es da wirklich für klug, weiter Öl ins Feuer zu schütten? Jeder darf eine Meinung haben, aber nicht jedem muss man eine Bühne bieten. Schade, dass sie das tun.

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Georgios Chatzoudis | 08/23/2019 | 438 Views | 1 | Presentations

Jürgen Trabant | Linguistischer Reichtum und die vielen Stimmen der Natur

Internationale Konferenz | Alexander von Humboldt: Die ganze Welt, der ganze Mensch (Berlin, 5.-7. Juni 2019)

Schmölders | 28.08.2019 | 13:16
Erst jetzt kann ich mich über den Vortrag von Herrn Trabant und den Text von A.v. Humboldt freuen: denn als Teil der Geschichte der Physiognomik - mein Spezialgebiet - ist der Ausflug zu den Tierstimmen ungemein bereichernd. Natürlich kannte Humboldt das Werk von Lavater - die Physiognomischen Fragmente erschienen 1775-78 - , und die ungeheure Wirkung dieser Weltsicht. Dass die Idee der inneren Charakterisierung eines Lebewesens durch seine äussere Erscheinung nicht nur visuell, sondern auch akustisch stattfindet, wusste ja schon die antike Physiognomik. Schon immer konnte man an der Stimme Männer und Frauen und Kinder , Alte und Junge, Kranke und Gesunde unterscheiden; und schon immer wußte man, wie genau sich Emotionen durch die und in der Stimme abbilden. Die Tierstimmen in der Nacht bilden also immer auch Tiere ab: nicht nur Emotionen - sie charakterisieren die einzelnen Gattungen. Der Löwe äussert sich anders als die Schlange, egal in welcher Laune er ist. Diese physiognomische Basis der Beobachtung scheint mir das Zwischenglied zum Thema Sprachenvielfalt zu bilden; mir scheint evident, dass beide Themen durchaus zusammenhängen, auch wenn Humboldt das nicht erwähnt. Seine Idee einer "Physiognomik der Gewächse" oder der Gebirge zeigt, welche hermeneutische Kraft er dieser parawissenschaftlichen Disziplin zugebilligt hat. Wie Carl Gustav Carus, der seiner Malerei physiognomische Ansichten zugrundelegte, legt Humboldt m.E. die von Lavater etablierte und von Goethe lange Zeit adorierte Wissenswelt diesem Lauschporträt des Urwaldes zugrunde. Vielen Dank, lieber Herr Trabant! Claudia Schmölders
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Georgios Chatzoudis | 08/26/2019 | 424 Views | 2 | Talks

Natur, Tier und Essen im Anthropozän

Zug um Zug im EC 218 von Stuttgart nach Frankfurt am Main

sojawald | 26.08.2019 | 13:25
hihi, lasagnerie :) der typ heißt aber anders..