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Georgios Chatzoudis | 28.03.2020 | 543 Aufrufe | 2 | Interviews

27. März 2020 | Coronakrise: Eine Überraschung?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Georgios Chatzoudis | 30.03.2020 | 13:14 Uhr
Sehr geehrte(r) Herr oder Frau Gunst,

ich bedauere es, dass unsere CoronaLogBuch bei Ihnen Wut ausgelöst hat. Das war und ist zu keiner Zeit unsere Absicht. Unser Anliegen ist es vielmehr, über die kurz- und möglichen langfristigen gesellschaftlichen Folgen der gegenwärtigen Coronakrise nachzudenken und uns darüber auszutauschen. Im besten Fall bringen wir unsere Leserinnen und Leser dazu, diese Gedanken mit ihren eigenen abzugleichen und so zum Weiterdenken anzuregen. Ich hoffe da auf Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Georgios Chatzoudis
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Georgios Chatzoudis | 28.03.2020 | 543 Aufrufe | 2 | Interviews

27. März 2020 | Coronakrise: Eine Überraschung?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

R.Gunst | 30.03.2020 | 10:03 Uhr

Die plappernden Papageien
`Olaf Scholz sagte gestern, dass es keine Pläne, keine Baupause gäbe. Aber warum eigentlich nicht?´... Allein dieser Teil der Unterhaltung zeigt das komplette Versagen der intellektuellen Schicht angesichts dieser Ereignisse. Ja, dieser Satz zeigt gleichzeitig auch das Versagen unseres Bildungssystems, das nur noch alimentierte Papageien produziert , die völlig kritiklos jede noch so große Dummheit nachplappern Als Papageien haben sie am gut gefüllten Futtertopf eines völlig verlernt, kritische Fragen zu stellen.

Angesichts dieses in der Geschichte beispiellosen Ereignisses gäbe es doch genügend Fragen, denn Olf Scholz und seine Lüge wird durch die Bundesdrucksache 17/12051 rasch enttarnt, Wohl eine Überforderung für Papageien, die für die Addition von 1 und 1 sicherheitshalber ihr Smartphone einsetzen, denn sonst hätten sie sich längst folgende Frage stellen müssen. Warum wurde die Krise 4 Wochen vor ihrem Ausbruch mit genau jenen, völlig überzogenen Annahmen aus der Bundesdruckerei simuliert?. Welcher Papagei hier noch nicht stutzig wird, wird dies vielleicht bei einer weiteren Frage. Wie kann es sein, dass die gleichen Protagonisten, die das Horrorszenario am 18. Oktober 2019 entwerfen ließen, nun an Impfungen und an EDV-Prgrammen für Schulen kräftigst mitverdienen?

Der Politik ist längst bewusst, dass unsere Bildung grundweg versagt hat und gerade deshalb erfreut sie sich ja geradezu herzhaft am begeisterten Plappern der völlig verdummten Papageien.
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Georgios Chatzoudis | 29.03.2020 | 21:10 Uhr
Vielen Dank, Herr Lange, für Ihre freundlichen Zeilen.

Alles Gute für Sie und ich würde mich freuen, Sie schauten noch mal vorbei.

Georgios Chatzoudis
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Marco Lange | 29.03.2020 | 20:57 Uhr
Danke für die freundliche Rückmeldung.

Mögen Sie weiterhin gut und intensiv diskutieren.

Alles Gute und bleiben Sie gesund.

Marco Lange
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Georgios Chatzoudis | 29.03.2020 | 524 Aufrufe | 2 | Interviews

28. März 2020 | Coronakrise: Ein Leben im "social distancing"-Modus?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Georgios Chatzoudis | 29.03.2020 | 18:47 Uhr
Sehr geehrter Herr Jensen,

haben Sie vielen Dank für Ihr Interesse an unserem LogBuch und Ihren aufmunternden Zuspruch. Danke auch für die zwei interessanten Verweise - es ist schon spannend, in welche Richtungen im Zusammenhang mit "social distancing" derzeit gedacht wird. Das mit der Architektur ist ein bemerkenswerter Gedanke. Mehr individueller Raumanspruch in Zeiten, in denen Wohn- und Lebensräume eher schrumpfen? Stichworte Mieten und Migration. Ein anderer Gedanke kam mir noch: Erinnern Sie sich noch an "Armlänge Abstand" im Zusammenhang mit der Kölner Silvesternacht? Ein Vorläufer der nun eingeübten Praxis "social distancing"? Möglicherweise passt dazu die Bemerkung von Mahret Kupka, die ja zum Ende des Protokolls zurecht zu bedenken gibt, dass Öffentlichkeit und Nähe inzwischen auch als etwas Bedrohliches wahrgenommen werden.

Ich würde mich freuen, weiter mit Ihnen als kommentierenden Leser rechnen zu dürfen.

Viele Grüße
Georgios Chatzoudis
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Georgios Chatzoudis | 29.03.2020 | 524 Aufrufe | 2 | Interviews

28. März 2020 | Coronakrise: Ein Leben im "social distancing"-Modus?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Jens-Holger Jensen | 29.03.2020 | 15:13 Uhr
Meinen herzlichen Dank an Dame und die Herren für die interessante Diskussion.
Zum Thema soziale und/oder physische Distanz möchte ich auf zwei Beiträge aufmerksam machen, die an diesem Wochenende in der F.A.Z (Niklas Maak) und im BR-Fernsehen (BR-Stammtisch, Prof. Klaus Bogenberger) zu lesen bzw. zu hören sind.
Niklas Maak geht in einem ganzseitigen Artikel auf die aktuelle Situation in der "Stadt des Ausnahmezustands" ein und berichtet von einem kürzlich erschienenen Buch der spanischen Architekturtheoretikerin Prof. Beatriz Colomina. Er nennt das Werk "X-Ray Architecture" ein "Schlüsselwerk zur aktuellen Krise und ihren möglichen Folgen für die Stadtplanung".

Der Verkehrswissenschaftler Bogenberger überraschte heute seine Stammtisch-Schwestern und Brüder mit dem Vorschlag: auf Fußwegen einen Richtungsbezug einzuführen. https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/sonntags-stammtisch/index.html (ab 34:45).

Ich bin auf die weiteren Gesprächsprotokolle sehr gespannt und wünsche weiterhin anregende Gespräche in weiterhin angenehmer Atmosphäre.


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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Georgios Chatzoudis | 29.03.2020 | 00:10 Uhr
Sehr geehrter Herr Lange,

auch wenn Ihr Kommentar zu unserem LogBuch sehr kritisch ausgefallen ist, danke ich Ihnen, dass Sie sich mit unserem Chat-Format beschäftigt haben. Und tatsächlich ist es nicht mehr als ein Chat, bei dem Geisteswissenschaftler Gedanken zur Coronakrise austauschen, Fragen stellen und das Geschehen kritisch beäugen. Mehr kann es nicht sein, schon gar keine Handlungsanweisungen liefern. Wir tun letzlich das, was zurzeit die meisten tun: Wir beobachten die Ereignisse, in dem Bewusstsein, dass wir alle vor so einer Situation noch nicht standen und daher guter Rat teuer ist. So gesehen ist unser Gespräch nicht mehr als ein freier Gedankenaustausch von Menschen mit Geisteswissenschaftshintergrund, bei dem wir eventuell den einen oder anderen Punkt ansprechen, der im allgemeinen Mediengemurmel noch nicht oder kaum zur Sprache gekommen ist.

Mit Blick auf unsere nächste Chat-Runde werde ich Ihre Kritik gerne zur Diskussion stellen. In einem der nächsten Protokolle könnten Sie, wenn Sie mögen, die Reaktionen darauf nachlesen.

Mit freundlichen Grüßen
Georgios Chatzoudis
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Marco Lange | 28.03.2020 | 23:20 Uhr
Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren,

Ihr Aufmerksamkeitsdefizit in allen Ehren, so, wie sie hier geisteswissenschaftliches Denken explizieren, machen Sie keine Werbung für ihre Disziplinen. Im Gegenteil. Während es Herr Drosten, und im übrigen verkürzen Sie die Virologen leider nur auf Ihn, u.a. in Podcasts immer wieder versucht, seine Expertise im Kampf gegen das Virus nachvollziehbar, wissenschaftlich fundiert und mit einer gehörigen Portion Vorsicht, nämlich um die Artikulation seines begrenzten Wissens und der Forderung um Unbedingtheit der Zuarbeit anderer Wissenschaftsdisziplinen bei der politischen Entscheidungsfindung, darlegt, überschlagen Sie sich hier im Kern im den Gedanken: Wissen wir da wirklich, was wir tun? Warum fragt uns niemand?

So stellt man eine bzw. gleich mehrere Disziplinen nicht im Mediendschungel seriös dar. Bleiben Sie so, wie es viele andere Wissenschaften gerade auch tun, bei Ihren Leisten und legen Sie sortiert, fundiert und nicht im Medienschlagwortjagon Bedenken und Einwände klar und sachlich dar. Anders kann man sie nicht ernst nehmen - zumindest nicht als halbwegs wissenschaftlich interessierter Bürger.

Mit freundlichen Grüßen
Marco Lange
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 23:37 Uhr
Sehr geehrter Herr Quencher, vielleicht lohnt die Überwindung ja mal. Wir haben hier eine sehr interessante Debatte - bald eventuell von seriellem Charakter. Mit freundlichen Grüßen, Georgios Chatzoudis
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Quentin Quencher | 27.03.2020 | 23:20 Uhr
Sehr geehrter Herr Chatzoudis, vielen Dank für die Antwort. Vielleicht ist es eine Marotte von mir, prinzipiell keine Texte mit „Sternchen“ zu lesen, denn eigentlich scheue ich mich nicht davor, in die Gedankenwelt von anderen Personen vordringen. Auch und gerade wenn ich anderer Meinung bin, so interessiert es mich doch, wie anders Gestrickte denken. Aber das Gendersternchen löst eine derartige innere Abstoßungsreaktion aus, dass es mir einfach unmöglich ist, mich mit solchen Texten zu befassen.
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 13:30 Uhr
Sehr geehrter Herr Quencher, es sind doch nur sehr wenige Gendersternchen und im Chat wird das Thema "Sprachgendern" sogar einmal kurz angeschnitten - heiter und gelassen. Wir fühlen uns im Übrigen in einem persönlichen Chat nicht dazu berechtigt, die präferierte Kommunikationsform unserer Gäste zu sanktionieren. Ich hoffe da auf Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen, Georgios Chatzoudis
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Quentin Quencher | 27.03.2020 | 13:26 Uhr
So ärgerlich, gerne hätte ich den Text gelesen, aber alles voller Gendersternchen. Ich kann das nicht lesen! Und werde auch solch verunstaltete Texte in Zukunft nicht lesen.
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 12:47 Uhr
Sehr geehrter Herr Meinhof, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Frage, die wir heute Abend in unserer zweiten Runde aufnehmen werden. Wir werden unsere Gäste bitten, diesen Aspekt noch einmal zu präzisieren bzw. näher darauf einzugehen. Morgen können Sie unser Protokoll dazu nachlesen. Viele Grüße, Georgios Chatzoudis
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Georgios Chatzoudis | 27.03.2020 | 1089 Aufrufe | 10 | Interviews

26. März 2020 | Coronakrise: Eine Epochenwende?

LogBuch "Corona, geisteswissenschaftlich betrachtet". Eine Gesprächsrunde mit Jürgen Zimmerer und Georgios Chatzoudis

Marius Meinhof | 27.03.2020 | 12:44 Uhr
Tolle Debatte.
Finde es aber Schade, dass die Frage "warum waren wir unvorbereitet" irgendwie untergegangen ist. Ich denke, es gäbe einiges zu sagen zu der noch Ende Februar vielfach geäußerten Überzeugung, dass ein Virus, das eine Katastrophe im Entwicklungsland China auslöst, vom deutschen Gesundheitssystem verkraftet werden kann. Da steckt doch eine Art Distanzierung Europas von den Entwicklungsländern dahinter, vielleicht eine Form von othering? Die Nachrichten über China waren ja mindestens auch auf Englisch zugänglich, warum hat das anscheinend fast niemand in EU, USA usw. auf 'uns' bezogen?

Das wäre dann auch meine völlig utopische Hoffnung auf eine positive Folge: Dass Europa sich vielleicht etwas verletzlicher fühlt, zumindest nicht mehr denkt, Zusammenbruch des Gesundheitssystems durch Pandemien kann es nur in Asien und Afrika geben. Vielleicht ein stärkeres Gefühl dafür, global in einem Boot zu sitzen (oder in der Sprache der chinesischen Propaganda: eine globale Schicksalsgemeinschaft zu sein)?
Ich glaube nicht, dass das passieren wird, ist nur so eine spekulative Idee einer möglichen positiven Folge.
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Georgios Chatzoudis | 25.09.2018 | 2707 Aufrufe | 1 | Interviews

"Historischer Zusammenhang zwischen Neoliberalismus und Linksliberalismus"

Interview mit Andreas Reckwitz über die Gesellschaft der Singularitäten

Pau Simek | 08.03.2020 | 17:06 Uhr
Ob ich voreingenommen bin … man sieht was man sehen will? Mein Eindruck nämlich, die Postmoderne wird immer mehr als oberflächlich bis dumm abgelehnt … Sie ist doch nicht eine „Explosion“ von neuen Ideen … Immer mehr fragen sich, ob man einige wichtige Ideen der Frühmoderne und des Frühliberalismus nicht retten und weiterentwickeln muss, sonst endet der ach soooo „liberaler“ Kapitalismus in einer Katastrophe. So gat Prof. Reckwitz sogar kein Problem mit dem Klassenbegriff usw
"Ich will den Begriff [Neoliberalismus], der ja seinen Wert hat, eigentlich retten, indem ich ihn wieder auf seine Kernbedeutung zurückführe: auf die neoliberale Politik, die Politik der Vermarktlichung, die zweifellos in den letzten Jahrzehnten prägend war."
Die Marktwirtschaft war ursprünglich nicht eine „freiheitliche“, sondern eine geregelte Ordnung (Spinoza, Hume, Smith, …), der Neoliberalismus ist ihr Verrat und Henker
Marktwirtschaft neue denken
http://marktwirtschaft-neu-denken.de/
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 4049 Aufrufe | 10 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

M. Ulrich | 28.01.2020 | 14:53 Uhr
Die Alternative zu einem Regelsystem mit alle seinen Fehler ist nicht, dass jeder nur noch macht, was er will und alle glücklich sind. Die Alternative nennt sich Anarchie und Zerfall der Gesellschaft.


Niemand wird auf Dauer bereit sein eine Gesellschaft mit seiner eigenen Arbeitskraft zu finanzieren, wenn andere nicht dazu bereit sind.

Die Folge konnte man im Staatssozialismus sehen: Schwarzmarkt, Unter-der-hand-Gemauschel, intransparentes Beziehungsgekungel. Der Normalbürger dagegen hatte das bloße Minimum (zumindest in Polen).

Ist das am Ende besser?

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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 4049 Aufrufe | 10 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

Martin B. | 26.01.2020 | 11:29 Uhr
Vielen herzlichen Dank an Bettina Grimmer für alle Mühe zu diesem Buch und exakt treffenden Buchtitel „Folgsamkeit herstellen“ - nach Synonymlexikon auch: Fügsamkeit, Gefügigkeit, Kadavergehorsam und um genau das geht es – vorallem sogar wie in feudalen* Zeiten in denen der Untertan auch keine Rechte hatte (?) - und man sie nicht mit Gesetzen und Rechten belästigen soll – der Amtsleiter sogar bestreitet, daß er die falsche Behörde bei einer Notlage ist ! - es heute eine zum Teil schrecklichste deutsche Geschichte gibt, aber nichts daraus gelernt, ein GG, Gesetze und sogar Urteile vom Bundesverfassungsgericht und sogar über das Leben und Lebensexistenz prozessiert werden muß (… wo ist da die Würde des Menschen unantastbar, wenn sie gerade vom Staat angetastet wird ?! (Art. 1 GG)) … und ich könnte viele Bücher füllen mit den ganzen Verhaltensweisen der Jobcenter, aber auch mit vielen anderen staatlichen Institutionen, wie Behörden, Gerichte, aber auch Parlamente (!) in denen genauso gedacht und gearbeitet wird - und die nur schriftlich und nachweisbar „produziert“ worden sind … und fühle mich heute an die damaligen Zeiten erinnert, wie auch ständig der Angst um mein Leben und meiner Lebensexistenz und dem Wissen, daß es dort Menschen gibt, die uns „verrecken“ lassen, indem sie von Anfang an ohne berechtigten Grund sämtliche Leistungen verweigern, dazu noch belügen, betrügen, verleumden, diskriminieren, auch Eingehungsbetrug, Prozeßbetrug, Nötigung und Erpressungen begehen … und dann auch noch gezwungen wird unter Androhung von Sanktionen (Nötigung/Erpressung) deren „Einladungen“ zu folgen, die Vorladungen sind und auch hier verharmlost wird wie zu anderen Zeiten … ihre vollständige Menschenverachtung dann auch (!) dadurch, indem man wieder ungewollte Menschen ohne rudimentäre Anhaltspunkte zu Geisteskranken und als vollständig erwerbsunfähig erklärt, was mal in die Öffentlichkeit gelangt ist unter https://hartz4widerspruch.de/news/leistungen-gestrichen-geisteskrank/

und dann soll man dort erscheinen in dem Wissen, daß in dem Beratungsvermerk wie üblich Lügen stehen die als Wahrheit an die Gerichte weitergegeben werden und so die „Kunden“ auch heute auch von den Gerichten entrechtet und entwürdigt werden, weil denen alles geglaubt wird ohne jeglichen Anhaltspunkt. Das war jetzt nur ein kleiner rudimentärer Anfang von über 1000 Seiten Jobcenter – Akten (ohne der inoffiziellen Geheimakten, die es darüber hinaus auch noch gibt und überhaupt keiner Kontrolle unterliegen), fast 100 Gerichtsverfahren, fast 100 Petitionen … noch mehr unbeantwortete (Dienstaufsichts-)Beschwerden, Befangenheitsanträge, ANTRÄGE auf Auskunft (ANTRÄGE müssen immer beschieden werden!) …

und werde als klagefreudiger Problememacher benannt, auch von Richtern (!) ohne Grund als Betrüger bezeichnet, obwohl ich nur mein Recht auf die gesetzlichen Leistungen durchsetzen möchte … = was ist da also völlig „geisteskrank“ in diesem Staat ??? - und weshalb macht auch heute niemand etwas gegen diese Exzesse – und darf ich mich nach Urteilen der Gerichte nicht mal darüber äußern …

ein selbstverständlich vollständiger, pünktlicher und unbürokratischer Leistungsbezug sowie Dienstleistungen überall vorausgesetzt werden, obwohl nicht vorhanden – und nach Treu und Glauben – und dann auch keine Pflichten für den „Kunden“ bestehen, er jedoch trotzdem seine Pflichten zu erfüllen hat mit Nötigung / Erpressung durch Sanktion oder vollständiger Leistungsversagung.

Es gibt viele Arten zu töten:
Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen,
einen von einer Krankheit nicht heilen,
einen in eine schlechte Wohnung stecken,
einen zum Selbstmord treiben,
durch Arbeit* zu Tode schinden,
einen in den Krieg führen u.s.w.
und nur wenig ist in diesem Staate verboten.

Bertold Brecht
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Georgios Chatzoudis | 21.01.2020 | 687 Aufrufe | 1 | Interviews

"Nichts verhindert ökologische Nachhaltigkeit mehr als sozioökonomische Ungleichheit"

Interview mit Christoph Butterwegge über Ungleichheiten in Deutschland

R.Gunst | 23.01.2020 | 11:32 Uhr
Ungleichheit und Armut ist nicht das Resultat böser geistiger Gesinnung, sondern der schlichte Effekt des Zinsfußes. Der treibt in jede Gesellschaft den Keil. der sie über kurz oder lang spaltet. Das wussten bereits die Israeliten und deshalb strichen sie wohl alle 7 Jahre die Schulden
Doch gerade dieser Keil ist die Grundlage einer nachhaltigen und permanenten Entwicklung der Menschheit. Ihre Durchfütterung mit einem Grundeinkommen würde aber gerade diese Anstrengungen für eine Weiterentwicklung verhindern.
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Georgios Chatzoudis | 24.09.2015 | 1736 Aufrufe | 1 | Interviews

"Der Verkündungsmechanismus funktioniert nicht mehr"

Interview mit Franz Sommerfeld zu Leserreaktionen in analogen und in digitalen Zeiten

Ingmar O. | 09.01.2020 | 11:36 Uhr
Gutes Interview, das die WDR-Belegschaft mal lesen sollte.

Stichwort "Oma-Sau-Lied" - Die Zeit der Gatekeeper ist vorbei und das ist gut so. Im ÖRR ist das leider noch nicht angekommen. Da sitzt man mit Millarden subventioniert auf den hohen Ross und jammert, wenn die eigene Meinung mal in Frage gestellt wird.

Ich denke auch da wird es knallen, wenn klar ist dass der ÖRR es nicht mal mehr schafft die Fußball-EM 2022 zu zeigen - und das bei 6 Millarden Zwangsgebühren.
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Georgios Chatzoudis | 24.06.2014 | 21057 Aufrufe | 9 | Interviews

Ustaša - "Faschismus und Nationalsozialismus als ideologische Leitsterne"

Interview mit Alexander Korb über Kroatien im Zweiten Weltkrieg

DPM | 02.01.2020 | 10:55 Uhr
Sehr geehrter Herr Korb, ich habe Ihr Buch zwar nicht gelesen, jedoch das Interview. Mir scheint Ihre Arbeit äusserst einseitig zu sein und wichtige Aspekte des serbisch-kroatischen Konflikts (welcher bereits weit vor dem 2.WK ausbrach) beiseite zu lassen. Zuerst einmal beruht die Dämonisierung der Kroaten (und zwar kollektiv alle Kroaten!) auf einer pervertierten serbischen Mythomanie, welche sich auch in obigen Kommentaren wieder findet. Die Ustaschi waren sicherlich keine heiligen aber folgende Punkte möchte ich zum weiteren Verständnis hervorheben: 1. Bereits im Rahmen des Jugoslawischen Königreiches wurden alle nicht-serbische Völker (und v.a. Kroaten) von den Serben brutal unterdrückt. Als die "Banowina Hrvatska" 1939 ausgerufen wurde kam es zu schwersten von Tschetniks ausgeübten Massakern an Kroaten und Muslimen im Gebiet Bosniens und der Herzegowina. Dass die Kroaten nach Selbständigkeit suchten ist somit verständlich. Dass die Serben dies niemals zulassen würden, da sie Kroatien als Teil ihres "Lebensraumes" betrachten war ebenfalls klar. Kein Wunder also, war die Erstellung des Vasallenstaates NDH für die Serben ein Fiasko, welches man mit propagandistischen Mittels bekämpfen musste. So entstanden danach weitere Mythen von 700'000 getöteten Serben im sog. KZ Jasenovac) die Zahl wurde mittlerweile auf 80'000 gesenkt, obwohl keinerlei Beweise dafür vorliegen (Ausgrabungen wurden 1964 abrupt eingestellt, als man nur wenige Leichen im Umkreis des Lagers finden konnte, selbst Tito hat Jasenovac nie besucht, um seine Kondolenz an die Opfer zu erbieten, etc.). Auch von kindertötenden kroatischen Monstern, welche die Augen ihrer kleinen Opfer in Früchteschalen hielten und weitere degoutante Mythen wurden entwickelt, mit dem Ziel die Kroaten und ihr Bestreben nach Selbständigkeit im Keim zu ersticken. All die Geschichten, welche über Kroaten und ihre Rolle im 2. WK (oder im rezenten Aggressionskrieg der Serben währen der 90er Jahre) kursieren sind übertrieben und häufig erfunden. Die aktuelle Datenlage in den Archiven bestätigt dies klar. Ich hätte mich deshalb sehr auf mehr Objektivität und Wissenschaftlichkeit in Ihrem Interview gefreut...