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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1512 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Carmen Maler | 26.02.2019 | 15:14 Uhr
Der Kommentar des Vorredners zeigt, dass er den Text entweder nicht gelesen oder, was beunruhigender ist, nicht verstanden hat. Heitmeyer macht deutlich, dass die Flüchtlingskrise nur als Verstärker einer Demokratiekrise zu verstehen ist, die wesentlich älter ist und die ursächlich nichts mit den Flüchtlingen zu tun hat. Er hat auch nicht verstanden, dass Heitmeyer darauf hinweist, dass die Fluchtursachen viel mit diesen eigentlichen Gründen einer Demokratiekrise zu tun haben. Es ist eine frei flottierende Wirtschaft, angetrieben von einem ungezügelten Finanzkapitalismus, die nicht nur unsere Demokratie, sondern die ganze Welt in eine schwere Krise stürzt. Kontrollverluste des Politischen, zugunsten von Kontrollgewinnen fürs Kapital.
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Georgios Chatzoudis | 26.02.2019 | 1512 Aufrufe | 21 | Interviews

"Auf diese Weise zerstört sich eine liberale Demokratie"

Interview mit Wilhelm Heitmeyer über Kontrollverluste und Radikalisierungen

Frank L. | 26.02.2019 | 13:38 Uhr
Ich frage mich auch oft was ist eigentlich passiert? Die SPD war lange meine Partei, aber es war eine Partei, die kluge Politik gemacht hat. Heute kann ich nichts mehr an ihr finden. Warum?

Beispiel: viele denken bei 2015 wie ich – ja, es war gut zu helfen, aber: für mich war der unausgesprochene Deal, dass wir im großen Ausmaß helfen, aber dann alles tun, um die Unberechtigten wieder aus dem Land zu bringen. Was passiert aber? Nichts. Die SPD tanzt nach der Pfeife der Linken und Grünen. Beispiel sichere Drittstaaten Tunesien etc.

Und so kommen monatliche 15 000 Neue an, Abschiebungen gerade mal 2000 bei 60 000 vollzugspflichtig Abgelehnten... die Steuerlast des Mittelstandes steigt und steigt, aber man koketierte mit den Linken, die gleich alle Grenzen aufmachen wollen. Egal, was das bedeutet, wenn hier Millionen Armustflüchtlinge hereinkommen.

Die „Linke“ versteht nicht, dass das alles kein „Spass“ ist. Hier geht es um diesen Staat, das was die Menschen sich aufgebaut haben. Da kann man nicht mal so „Grenzen auf“ fordern. Das bedeutet dieses Land zu zerstören.

Nein, es ist das linke Milieu, dass selber masslos geworden ist, um seine Hypermoral zu bedienen. Dann braucht man sich aber über die AfD nicht wundern.

Vielleicht gibt es ja mal wieder eine SPD der Schmidts, Wehners oder Brandts... dann erledigt sich die Rechte von alleine, aber so sehe ich schwarz.
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Georgios Chatzoudis | 12.02.2019 | 1029 Aufrufe | 4 | Interviews

"Das Überlegenheitsgefühl der Militärs wurde verletzt"

Interview mit Matthias Häussler über den Genozid an den Herero

Frank W. | 22.02.2019 | 07:34 Uhr
Aus Wikipedia: Infolge einer längeren Dürreperiode um 1830 dehnten die rinderzüchtenden Herero (Herero bedeutet ursprünglich Viehbesitzer) ihre Weidegebiete immer stärker nach Süden aus und verdrängten dabei die dort seit 1700 siedelnden Nama.


... Frage: wird das eigentlich von den Herero thematisiert? Genau dieser Satz sollte eigentlich diese ganze Diskussion als absurd entlarven. Es ist schlechterdings nicht möglich die Geschichte der Vergangenheit im Heute "wiedergutzumachen", zumindest nicht wenn die Betroffenen seit langer, langer Zeit unter der Erde liegen. Es ist ein sehr deutsches Konzept, bis zum heutigen Tag einer Erbschuldanahme über x Generationen nachzuhängen.

Aber Deutschland war ja schon immer das Land der Sonderwege und Extreme, oder mit Churchill: Die Deutschen liegen einem entweder zu Füßen oder sie halten einem das Messer an die Kehle.
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Georgios Chatzoudis | 12.02.2019 | 1029 Aufrufe | 4 | Interviews

"Das Überlegenheitsgefühl der Militärs wurde verletzt"

Interview mit Matthias Häussler über den Genozid an den Herero

Annika Fromsberg | 14.02.2019 | 13:39 Uhr
Aus meiner Sicht krankt die gesamte Diskussion um Namibia an der Definition eines Völkermordes, wie der Autor auch eingangs sagt. Um es mal vergleichend darzustellen:

- Waren die Gulags, in die die Sowjets ganze Völker verschleppten Völkermord?
- Waren die Sowjetgreuels im Osten Deutschland Völkermord oder die Bombenangriffe der Allierten?
- War Vietnam ein Völkermord?


Wer ernsthaft dieses Vergleiche zieht kann nur zu einem Urteil kommen. Bei aller Grausamkeit muss es Kriterien geben, die "neutral" zutreffend sind. Wenn die Proklamation eines Offiziers, die nicht von der Regierung geteilt wird, der wichtigste Beweis ist, dann sieht es düster aus für die deutsche Historikerzunft.

Eines aber sollten Historiker in der Tat den Populisten überlassen - ein "bluttriefendes Dokument", wie das von Trotha als Kern ihrer Argumentation heranzuziehen. Das ist pure Emotionalisierung und hat mit Wissenschaft wenig zu tun.
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Georgios Chatzoudis | 12.02.2019 | 1029 Aufrufe | 4 | Interviews

"Das Überlegenheitsgefühl der Militärs wurde verletzt"

Interview mit Matthias Häussler über den Genozid an den Herero

Rene Schierenbroich | 12.02.2019 | 16:24 Uhr
Der Text ist gut, ABER er krankt an den üblichen Problemen deutscher Historiker. Diese sind mangelndes Einfühlungsvermögen in die jeweile historische Zeit und eine Tendenz, in jedem Fall am Ende Deutschland als „schuldig“ darzustellen. Aber konkret:

1.) Die Rede Trothas war sicherlich martialisch, aber im Duktus der Zeit auch nichts Besonders. Solle Reden können sie um 1900 wohl in allen Ländern finden. Richtig schreibt er, dass das ständige Erwähnen als "Beweis" für einen Völkermord grotesk ist.

2.) Trotha handelte NICHT im Einvernehmen mit Kaiser und Reichsregierung. Im Gegenteil – Berlin unterband die brutale Kriegsführung des Mannes, der dazu auch noch (berechtigt) in Ungnade fiel. Für einen Völkermord wäre eine offizielle politische Intention aber unabdingbar gewesen. Ansonsten bräuchte man nur einen Soldaten, der seine eigene Agenda hat, um jeden Krieg als Völkermord darzustellen. Das wäre absurd. Ilja Ehrenburg hat ähnliche Texte im WW 2 gegen die Deutschen verfasst.

3.) Ausdrücklich zustimmen kann man bei der These, dass es sich um ein Aufschaukeln im Militärischen handelte. Die Herero hatten den Deutschen herbe Verluste zugefügt und viele deutsche Siedler ermordet. Die war eine Katastrophe für die stolzen Militärs, die daraufhin in dieser unglaublichen Brutalität reagierten. Diese überstieg dann in der Tat jedes Maß.

Nach heutigen Maßstäben ist das Geschehene in seiner Brutalität sicherlich kaum fassbar. Aber ein Historiker sollte sich der historischen Wahrheit verpflichten und die damaligen Bedingungen in sein Urteil einfließen lassen. Das hat der Autor teilweise getan und dafür gebührt ihm Dank. Teilweise ist er aber auch wieder in die Haltung verfallen, das Geschehene mit einer heutigen Wertung zu belegen.
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Georgios Chatzoudis | 04.02.2019 | 1487 Aufrufe | 2 | Interviews

Zum ewigen Krieg?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Dieter Langewiesche

Rüdiger KALUPNER | 12.02.2019 | 12:09 Uhr
Nach meinem evolutionstheoretisch fundierten Erkenntnisstand bilden der Krieg und die Kreativität die Extremoptionen, mit denen der Evolutionsprozess die allgegenwärtigen Beharrungs- und Fortschrittswiderstände überwindet.

Neben dem Krieg sind systemische Geniepunkt-Innovationen als Fortschrittsträge zu nennen. Letztere setzen sich dominomächtig durch - wenn sie denn ins Spiel kommen.

Es ist aber schon schwierig diese systemischen Geniepunkt-Innovationen in der Komplexität des Kultursystems zu erkennen und allein diese Systemtheorie- und Erkenntnislücke verhinderte bisher, dass Konfliktkämpfe und Kriege überflüssig wurden, d.h. rechtzeitig verhindert werden konnten.

Zumal ja die Herrschenden keinerlei Interessee haben, sich von Geniepunkt-Innovatoren ausspielen zu lassen.

Doch die evolutionseigene, goetheische Genialität-in-den-Dingen sorgt dafür, dass im kulturellen Fortschrittsprozess diese Hürden gegen den Vorrang der Geniepunkt-Politikmodells vor dem Konfliktkampf- und -Ausbeutungs-Modells aufgelöst werden. Der Verfasser arbeitet daran, dass diese Umkehr der Fortschrittsmodelle bald geschieht. Vielleicht kommt es zu einem Gedankenaustausch zwischen mir und Herrn Dr. Langewiesche.

MfG,
Rüdiger Kalupner

Rüdiger Kalupner
Dipl.Wirtsch.-Ing.
Entwickler evolutionärer Steuerungssysteme und deren Realisierung auf chaosphysikalischer Grundlage
Regierungsberater in Sachen Epochenwende unter die Ordnung des öko-KREATIVEN Evolutionspfades
Bundesvorsitzer der DIE KREATIVEN, 1. evolutionsprojekt- und goethe-politische Partei der Welt, gegr. 1985

T. 09131 207675 - www.die-kreativen-partei.de

Dechsendorfer Str. 2
91054 Erlangen
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Georgios Chatzoudis | 04.02.2019 | 1487 Aufrufe | 2 | Interviews

Zum ewigen Krieg?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Dieter Langewiesche

louis renn | 04.02.2019 | 20:25 Uhr
sehr interessantes Interview! Danke.
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Judith Wonke | 26.06.2018 | 2352 Aufrufe | 1 | Interviews

Berufsperspektiven in den Geisteswissenschaften

Interview mit Doris Gutsmiedl-Schümann und Katharina Herrmann

Anna | 04.02.2019 | 13:02 Uhr
Danke für dieses Interview!
LG Anna
p.s.
Auf meinem Blog erzähle ich wie sich eine Projektarbeit gestalten lässt: https://hausarbeit-agentur.com/blog/projektarbeit-schreiben
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 3769 Aufrufe | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

O. Ingmar | 13.01.2019 | 08:39 Uhr
@J. Jonas: ja, ich habe eine Putzfrau, der ich in meiner kleinen Firma, in der ich 8 Leuten Arbeit gebe und tüchtig Steuern abdrücke, um 7 Uhr die Tür aufmache, nachdem ich um 6:30 angefangen habe. Aber das ist ja offenbar schon neoliberaler Luxus...

Aber sie haben wohl recht - ich als "Neoliberaler" werde wohl nie verstehen das Linke wie sie immer die selben Attitüden an den Tag legen, die schon hunderfach gescheitert sind und nur ins Elend führen. Es bleibt dabei: Der Sozialismus funktioniert genau so lange, bis ihm das Geld derjenigen ausgeht, die ihn nicht wollten...
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 3769 Aufrufe | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

J. Lonas | 12.01.2019 | 21:32 Uhr
@O. Ingmar: Wer eine Putzfrau beschäftigen kann, dem kann es ja finanziell nicht schlecht gehen. Vermutlich hatten Sie bisher nie die Bekanntschaft mit Arbeitslosigkeit, HartzIV (Alg2), Sanktionen usw. gemacht.

Neoliberale mit ihren immer gleiche Attitüden.
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 3769 Aufrufe | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

O. Ingmar | 03.01.2019 | 13:15 Uhr
@Frau Baier: ich halte Ihre Meinung für sehr gefährlich. Auch ein Arbeitnehmer ist STÄNDIGEN massiven Druck ausgesetzt, selbst die Putzfrau - und sie bezahlt den von ihnen in Watte gepackten Arbeitslosen (wenn einer psychisch krank ist ist das eine andere Sache, aber dann soll er ein Attest vorlegen).

Wahr ist aber auch - siehe Berlin oder Venezuela - wenn es nicht einen gewissen Druck gibt, zerbricht der Sozialstaat in kürzester Zeit. Berlin hat Glück und wird massiv subventioniert und so vor einem Zusammenbruch bewahrt, in Venezuela sieht es trotz Öl leider anders aus...
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Judith Wonke | 03.01.2019 | 689 Aufrufe | 1 | Interviews

"Die charismatische Führerschaft schien wenig glaubhaft"

Interview mit Peter Selb über die Auswirkung von Hitlers Wahlkampfauftritten

Rainer M. Kunz | 03.01.2019 | 12:23 Uhr
Das könnte für unsere jüngere Zukunft bedeuten, dass moderne Instrumente der Massenbeeinflussung, die dezidiert eingesetzt werden, wesentlich mehr zum Erfolg einer Gruppe beitragen, als deren charismatische Leitfigur. Ich denke das an Trump und das Geschwader von Spinning doctors, die aufgrund durch Facebook, etc. gewonnenen Daten Stimmung gemacht haben.
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Georgios Chatzoudis | 25.12.2018 | 370 Aufrufe | 1 | Interviews

"Zähmung 'wilder' Medientechnologien"

Interview mit Monique Miggelbrink über die Vermöbelung von Fernsehgeräten

Jan-Holger Kirsch | 02.01.2019 | 11:59 Uhr
Aus dem Kontext von Monique Miggelbrinks Arbeit siehe auch dies., »Wohnen zwischen Teen und Twen«. Jugend(ding)kultur in westdeutschen Einrichtungszeitschriften um 1960, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 13 (2016), S. 515-529, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2016/id=5409
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 3769 Aufrufe | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

P. Langel | 02.01.2019 | 07:44 Uhr
Mich würde mal interessieren, ob sich die Studie repräsentativ (was ich bezweifeln möchte) damit beschäftig hat, welche Erfahrungen die Mitarbeiter der Jobcenter (und schon lange nicht - mehr - ARGEN) gemacht haben, damit sich das eigene Verhalten ändert. Wurde "Ursache und Wirkung", denen beide Personenkreise (Arbeitsvermittler und Hilfebedürftiger) ausgesetzt sind, tatsächlich gegenüber gestellt?
Warum distanzieren sich die Mitarbeiter der Jobcenter wirklich von den Antragstellern? Ist das "nur" ein Machtgehabe, oder hat man evtl. so viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass grundsätzlich diese Trennung der beiden Welten nachvollziehbar wird?
Alles was ich oben lese, erscheint mir sehr subjektiv. Eine Erfahrung durch die Begleitung von 8 Arbeitsvermittlern über einen geringen Zeitraum. Repräsentativ erscheint mir das nicht. Daraus tatsächlich dann auch ein Buch zu schreiben, erscheint mir mehr als bedenklich. Offensichtlich gibt es eine sehr einseitige Betrachtung der Wirklichkeit. Evtl. denken die Mitarbeiter tatsächlich darüber nach, dass ihr Arbeitsleben nicht so ungefährlich ist, wie das der Öffentlichkeit preisgegeben wird. Da es in der Wirklichkeit schon zu Tötungen von Mitarbeitern der Jobcenter gekommen ist, ist die Handlungsweise m. e. ein wenig nachvollziehbar.
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 3769 Aufrufe | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

Jaqueline Baier | 29.12.2018 | 00:39 Uhr
@O. Ingmar
Selbstverständlich ist es zu viel verlangt und seelisch äußerst belastend, sich ständig vor irgendeinem selbstherrlichen Schreibtischtäter rechtfertigen zu sollen. Das lässt sich überhaupt nicht mit den Anforderungen des Alltags im Rahmen einer Arbeitsstelle vergleichen, nicht mal ansatzweise!
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 3769 Aufrufe | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

Martin Hoyer | 24.12.2018 | 10:09 Uhr
Ich kenne die hier vorgestellte Studie (noch) nicht. Ich bin sehr neugierig darauf. Denn aus eigener Erfahrung halte ich ihre Fragestellung und ihr Erkenntnisinteresse für sehr wichtig. Aus einer Leseprobe der Studie erfahre ich, dass es ihr auch um neue Überlegungen zur Macht- und Herrschaftssoziologie geht. Aus der Alltagserfahrung heraus drängt sich auch mir der Gedanke seit längerer Zeit auf, dass man es mit den Jobcentern auch um eine "neue Form bürokratischer Herrschaft" (aus der Studie) zu tun hat. Einer, für die das System der ARgen und Jobcenter auch die Blaupause für andere Bürokratien darstellen könnte. Und dann käme es auch dort zu jenen Entdemokratisierungsprozessen kommen, wie ich sie in den Jobcentern zu beobachten meine. Und damit nicht allein bin, mit dieser Beobachtung. Nur kann ich meine Gedanken dazu nicht wissenschaftlich ordnen und forschend überprüfen. Darüber hinaus halte ich die Studie für die Öffentlichkeit für sehr wichtig! Denn in den Medien und der Öffentlichkeit ist man sich solcher Entwicklungen viel zu wenig bewusst.
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Georgios Chatzoudis | 10.12.2018 | 1171 Aufrufe | 1 | Interviews

"Die Frauen waren '68 wichtig"

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Christina von Hodenberg

Jan-Holger Kirsch | 19.12.2018 | 11:37 Uhr
Zum Themenkomplex "1968" siehe die umfangreiche Bibliographie von Büchern ab 2005 (mit Rezensionsnachweisen) unter https://zeithistorische-forschungen.de/sites/default/files/medien/material/Rezensionen_68erPDF.pdf
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 3769 Aufrufe | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

O. Ingmar | 10.12.2018 | 11:59 Uhr
Also es ist zuviel zugemutet einmal im Monat auf dem Amt zu erscheinen und Bericht abzugeben? Lese ich das richtig?

Fragt sich nur, wie ich das meiner Putzfrau, die jeden Morgen um 7 Uhr pünktlich zum Dienst auf der Matte steht, mitteile? Ist ja dann auch nicht zumutbar...vielleicht machen wir alle einfach gar nichts mehr und gucken mal, was passiert? Wäre mal ein interessantes Projekt.

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Judith Wonke | 25.10.2018 | 1228 Aufrufe | 8 | Interviews

"Die Lektüre ermöglicht auch Rückschlüsse auf den Zeitgeist"

Interview mit Melanie Babenhauserheide zur ideologiekritischen Analyse der Harry Potter-Reihe

Loisachschwimmer | 06.12.2018 | 10:19 Uhr
Liebe Redakteurinnen und Diskutanten,
ich bin hier über einen Link reingeplatzt und durch die Überschrift neugierig geworden, wäre also ein potentiell auch zukünftiger Leser, - aber ganz ehrlich, die Arroganz und vollständige Nichteinsichtsfähigkeit, die nicht nur aus dem Text spricht, sondern vor allem aus den Antworten des Redakteurs auf die Kritik einiger Leser, die schreckt mich wieder ab. Dieses Interview spiegelt genau das Elend unserer Akademikerwelt, besonders der Geisteswissenschaften, dieses Um-sich-Selbst-Kreisen, dieses behagliche Analysieren aus der Distanz, dieses Hantieren mit den immer selben keimfreien Werkzeugen, ohne zu merken, dass sie kaum je greifen. Bis auf ein paar interessante Stellen wie die mit dem Radiomoderator ist da wenig, was die Lektüre lohnt. Und genau das sind natürlich die Stellen, an denen man bei einem richtigen Interview nachgehakt hätte und wo es hätte interessant werden können. Schade, Chance vertan.
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Georgios Chatzoudis | 04.12.2018 | 3769 Aufrufe | 8 | Interviews

"Folgsamkeit der Klienten als Ressource"

Interview mit Bettina Grimmer über Jobcenter als Disziplinierungsinstitutionen

Jan-Holger Kirsch | 05.12.2018 | 12:23 Uhr
Für eine stärker historische Einordnung des Themas siehe:
Wiebke Wiede, Von Zetteln und Apparaten. Subjektivierung in bundesdeutschen und britischen Arbeitsämtern der 1970er- und 1980er-Jahre, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 13 (2016), S. 466-487, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2016/id=5398