Registrieren
merken
Georgios Chatzoudis | 02.04.2013 | 8496 Aufrufe | 1 | Interviews

"Das Potential des Nebensächlichen"

Interview mit Anna Degler über das Parergon aus kunsthistorischer Sicht

M. A. Marion Heisterberg | 03.04.2013 | 12:34 Uhr
Herzlichen Dank für dieses vergnügliche wie lehrreiche Interview - von nun gilt mein Blick einmal mehr kleinen, großen "Sujet-Accessoires". Ich freue mich auf die Veröffentlichung Ihrer Doktorarbeit!
merken
Georgios Chatzoudis | 26.11.2012 | 4767 Aufrufe | 1 | Interviews

"Eine Art damnatio memoriae verhängt"

Interview mit Michael Krüger zur Debatte um Carl Diem

Klaus Bailly | 17.12.2012 | 09:51 Uhr
Die Diem-Debatte wird viel zu sehr verengt, wenn man sich nur auf die Frage konzentriert, ob Diem Nationalsozialist oder Antisemit war, anstatt das gesamte Weltbild und Sportverständnis des Mannes in den Blick zu nehmen. Diem war wohl kein Nationalsozialist im eigentlichen Sinne des Wortes, aber er war ein Faschist sui generis. Sein Sportverständnis war eng verknüpft mit dem Ideal des Soldatischen, Werte wie Manneszucht, Unterordnung des Individuums unter die Gemeinschaft und Härte gegen sich und andere standen bei ihm obenan. Er ist damit meilenweit entfernt von einem modernen Sportverständnis. Ein Mann, der schon im Kaiserreich und in der Weimarer Republik ernsthaft versucht hat, eine Allgemeine Sportpflicht (analog zur Allgemeinen Wehrpflicht) durchzusetzen, kann für eine freiheitliche demokratische Gesellschaft kein Vorbild sein.
merken
Georgios Chatzoudis | 03.12.2012 | 8210 Aufrufe | 1 | Interviews

Kunstfälschung in der Kunstgeschichte

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Henry Keazor und Tina Öcal

Werner Reiter | 04.12.2012 | 16:06 Uhr
Zum aktuellen Kunstfälscher - Skandal von Wolfgang Beltracchi.
Das fälschen von Moderner Kunst und alter Meister wird auf Grund ihrer Technik ja sowieso immer schwieriger, bis unmöglich werden, perfekte Fälschungen zu machen. Man wird sich eher auf „ Artnapping sowie Erpressung spezialisieren, um ans sichere Geld zu kommen.
Der größte Kunstraub in unserer Kulturgeschichte, ist der Raub der Mona Lisa, dass der Italiener Vincenzo Peruggia am 20. Aug. 1911 aus dem Louvre Museum gestohlen hatte. Das erst zwei Jahre später nach 6 facher Kopierung wieder im Kunsthandel auftauchte. Daher die große Frage! Ist die Mona Lisa von Louvre auch wirklich das Original?
Konrad Kujau war einer der bedeuteten Maler und Kunstfälscher im 20. Jahrhundert, der 1983 die Hitler- Tagebücher fälschte und damals für 9,3 Millionen DM an den Stern verkaufte.
Er war dadurch zu einem der bekanntesten deutschen Kunstfälscher geworden, der alle austrickste, und nach seiner Haftstrafe durch gut durchdachtes Management erst richtig berühmt würde. Kunstfälscher haben ein sehr großes künstlerisches Talent, dass meistens nur aufs kopieren ausgerichtet ist ( abmalen ). Auch Restauratoren bekannter Museen malen Originalkunstwerke als Kopie fürs Museum nach, aber nicht nach dem Originalmaß des jeweiligen Kunstwerks, ansonsten wäre es wieder eine Fälschung. Es gibt Künstler die können alles nachmalen - nur selbst haben sie keinerlei Ideen um dies auf dem Kunstmarkt umzusetzen. Und haben daher oftmals als Künstler keinerlei Erfolg mit ihrer Kunst gehabt.
Diese Fälscher haben aber ein Können, sodass sie jeden Stil beherrschen und sind meist Autodidakten. Meistens schlittert man unbewusst in dieses Dilemma ( Kunstfälscher ) hinein um zu begreifen was am Ende wirklich passiert ist. Jemand der aus der Kultur - Branche kommt erfährt etwas von diesen großenTalent eines Hobby Künstlers, der alles bis ins feinste Detail nachmalt, und schon hat er einen kleinen Auftrag etwas nachzumalen. 
Für dessen Künstler noch völlig unbewusst, dass er hier ein Fälscher wäre. Denn nachmalen ist ja nichts verbotenes, im Gegenteil er wird ja noch gelobt, und genau dieses Lob beflügelt ihn weiter zu machen, um noch besser zu werden in seiner Ausdrucksweise dies zu malen. Wie gesagt, der Auftrag wird dann immer größer. Der Künstler hat eine große Freude, dass sich jemand aus der Kunst - Branche interessiert für seine Bilder, die ja ( nur ) nachgemalt sind, und gelegentlich auch gutes Geld bringen. bis dahin ist man auch nicht strafbar. Ein Problem wird es dann, wenn der Auftraggeber diese Bilder als Original am Kunstmarkt einschleust. Dann wird der sogenannte Künstler erst zum Fälscher gemacht - am Anfang für den Künstler oft unbewusst. Das der Auftraggeber jetzt genau weiß was er braucht und möchte, wird für den Künstler erst strafbar, wenn er die Signatur Authentisch mit dem des Originalkunstwerks auf seiner Kopie verwendet.
Die so-genannten Experten versorgen einen dann mit dem besten Material was es auf dem Markt gibt, egal ob Leinwände oder Farben - Geld spielt dabei keine Rolle!
Dafür will aber der so-genannte Experte ein absolut Authentisches Kunstwerk, so ein Bild wie im Kunstkatalog das längst nicht mehr auffindbar ist, diese Kunstwerke lassen sich am besten fälschen, noch dazu wenn sie entartete konfiszierte Nazi Kunst ist. Solche Kunst die dann wieder auftaucht hat große Nachfrage bei Sammlern und Museen, und daher der extrem große Wert solcher Bilder. Da solche Kunstwerke oft nur in Werksverzeichnis des Künstlers angegeben sind, und die Originale niemand je zu Gesicht bekam und es auch keine Fotos gibt, kann man auch die Experten bei Expertisen ganz leicht täuschen. Indem man so ein Bild ganz einfach im Stil des Künstlers malt ( fälscht ) - denn gesehen hat das Bild ja noch niemand. Und die es kennen würden, leben heute nicht mehr. Einige Künstler machen mit, weil es finanziell sehr verlockend ist, andere können nicht mehr aufhören - weil sie erpresst werden. In beiden Situationen ist es kriminell, obwohl sie in ihrem Können große Meister sind. Aber unsere Kultur ist zu kostbar um Nieten einer Fälschung der nächsten Kultur - Generation zu hinterlassen. Leider wird man dies nicht zur Gänze verhindern können, denn das große Geld als Verlockung spielt hier eine wesentliche Rolle, und zwar auf beiden Seiten. Im 21. Jahrhundert wird meiner Meinung nach das Fälschen von Kunstwerken nicht mehr so interessant werden, weil es heute ganz andere Möglichkeiten gibt, Kunst auf seine Echtheit zu untersuchen. Es geht dabei nicht um die Technik wie ein Kunstwerk gemacht wird, da Fälscher sehr großes Talent haben jeden Stil zu kopieren, sondern eher aus materieller Sicht fast nicht mehr möglich sein wird - eine perfekte Fälschung zu machen, weil es für Untersuchungen im 21. Jahrhundert ganz andere Voraussetzungen gibt, als vor 50 Jahren eine Fälschung zu überführen. Man wird sich eben für die brutale Art die gewünschte Kunst zu beschaffen - orientieren, und zwar das Original „ haben zu wollen „ in Form von " Artnapping sowie Erpressung " wodurch die Hintermänner auch zu ihrem Geld kommen. Oder es geht erst gar nicht ums Geld, und die Kunstwerke landen dann bei den Sammlern in Depots, die für immer verschwinden werden. Bei Erpressung, wird dann die Auszahlung der Versicherungen in Form von „ Finderlohn „ umgewandelt, denn das kommt ihnen allemal noch billiger, als den vollen Erlös der Versicherungssumme den Museen zu bezahlen. Denn Erpressungsgelder dürfen die Versicherungen ja ohnehin nicht bezahlen. Es gibt auch Beispiele, wie‘s noch besser ( krimineller ) geht gutes Kapital mit Kunst zu machen. Der spektakuläre Kunstraub in einer Julinacht 1994 das Diebe aus der Frankfurter Schirn Kunsthalle - Leihgaben der Londoner Tate Gallery Meisterwerke des englischen Malers William Turner, sowie auch Werke des Künstlers Caspar David Friedrich entwendeten. Das Kunstwerk „ Schatten und Dunkelheit „ von William Turner tauchte zuerst auf. Schon seit dem 19. Juli 2000 befindet sich das Gemälde wieder im Besitz der Tate Gallery. Doch man hielt die gute Nachricht geheim, um die Suche nach den beiden anderen Werken nicht zu gefährden. Aber man hatte die volle Versicherungssumme kassiert, und diese wurde gewinnbringend angelegt. Was die finanziellen Transaktionen angeht, hält sich die Tate Gallery sehr bedeckt. Sicher ist, dass im April 1995 die Versicherungssumme von 24 Millionen Pfund voll ausbezahlt wurde. Gut angelegt wuchs der Betrag im Lauf der Jahre mit Zinsen auf etwa 31 Millionen Pfund. Tate, klug beraten durch das britische Schatzamt, schlug der Versicherung H. den Rückkauf der Besitzrechte an den Turners für acht Millionen Pfund vor. Somit hat sich legal ein astronomischer Betrag erwirtschaftet, der sofort für neue Anschaffungen investiert wurde. Wie einige sagen: „ Dort sei etwas traumhaft Schlitzohriges geplant und umgesetzt worden „. Das ist sicher kein Einzelfall in dieser Branche. Was ich sagen will: „ Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an „
Es gibt in Prävention eine Möglichkeit Kunst vor Fälschungen zu schützen, dass möchte ich Ihnen auf der folgenden Homepage präsentieren - aber keinerlei Sicherheit vor Kunstraub bietet. Was dabei den großen Vorteil hat, dass Kunst die geraubt wurde auch irgendwann wieder auftauchen wird, die aber vorher mit diesem Sicherheitssystem zertifiziert und ausgeführt wurde - und dann auf Grund des angewandten Systems bei einer Untersuchungen durch eine Daktyloskopie zu 100% feststellen lässt -  ob dieses Kunstwerk das wieder aufgetaucht ist, ein Original oder eine Fälschung ist. Das ist dann auf diesem Weg, mit wenig Geld und ohne großen Ärger ganz leicht möglich, um die wahre Gewissheit zu erlangen, besitze ich wirklich das Original?!?



Mehr zu diesem Thema unter: www.fingerprint-on-art.com  

merken
Georgios Chatzoudis | 10.11.2011 | 7882 Aufrufe | 1 | Interviews

"Griechenland war noch nie eine res publica"

Interview Prof. Dr. Heinz A. Richter

dipl.-übersetzer peter müller + mariana efthymiadou-müller, realschullehrerin | 03.12.2012 | 21:38 Uhr
In den vierzig Jahren unserer gemeinsamen Kontakte zu Griechenland und den Griechen haben wir erkennen müssen, dass die griechischen Medien und das griechische Schulsystem offensichtlich nicht willens sind, den Griechen und insbesondere der griechischen Jugend verständlich zu machen, wie es zu der aktuellen Krise kam und welche Schritte für eine Genesung des Landes erforderlich sind. Kirche, Schulen und Medien zeichnen ein entstelltes Bild des heutigen Europa und übertreiben fast krankhaft die eigene Bedeutung. Dies wird auch deutlich an der ständigen Verwendung des Superlativ bei der Verwendung von Adjektiven zur Beschreibung des eigenen Landes. Eine differenzierte und differenzierende Betrachtung scheint auch gebildeten Griechen äußerst schwer zu fallen.
merken
Georgios Chatzoudis | 24.08.2011 | 2909 Aufrufe | 2 | Interviews

"Wir leben mit Muslimen völlig friedlich zusammen"

Interview mit Stefan Weidner

Frau Margarete Osman | 23.11.2012 | 13:48 Uhr
toll
merken
Georgios Chatzoudis | 24.08.2011 | 2909 Aufrufe | 2 | Interviews

"Wir leben mit Muslimen völlig friedlich zusammen"

Interview mit Stefan Weidner

Frau Margarete Osman | 23.11.2012 | 13:47 Uhr
Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich bewundere Sie für ihre Versuche , Deutschland die arabische Literatur näher zubringen. Nach 20 Jahren als Bibliothekarin am Goethe-Inst. Khartoum/Sudan, weiss ich es zu schätzen.
Margret Osman
merken
Georgios Chatzoudis | 29.10.2012 | 8903 Aufrufe | 2 | Interviews

"Reaktion auf latenten Antisemitismus"

Interview mit Dietrich Schulze-Marmeling über Juden und Fußball in Deutschland

Dieter Willen | 02.11.2012 | 23:43 Uhr
Auch von mir herzlichen Dank für diesen sehr interessanten Beitrag. Das Interview ist sehr lesenswert.

Lg Dieter Willen
merken
Georgios Chatzoudis | 31.10.2012 | 4313 Aufrufe | 1 | Interviews

L.I.S.A.live mit Prof. Dr. Jürgen Osterhammel verpasst?

Videomitschnitt des Live-Expertenchats über Globalgeschichte

Quentin Quencher | 01.11.2012 | 09:06 Uhr
Lieber Herr Chatzoudis,

vielen Dank für die Frage im Chat. Ich hatte den Eindruck, dass Prof. Osterhammel, wie er es auch andeutete, keine klare Definition für diesen Begriff hat (Häufigkeitsverdichtungen), sondern, wie er auch andeutete, es eher eine bildhafte Umschreibung ist.

Mich, und einige andere, hatte diese Frage vor allem interessiert, weil Prof. Osterhammel mehrfach im WBGU-Gutachten »Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation« genannt wird.

Zum Beispiel dies hier auf Seite 6 und 287:
„Aus historischen Analysen lässt sich lernen, dass „Häufigkeitsverdichtungen von Veränderungen“ (Oster- hammel, 2009) historische Schübe und umfassende Transformationen anstoßen können. Die gesellschaft- liche Dynamik für die Transformation in Richtung Kli- maschutz muss also durch eine Kombination von Maß- nahmen auf unterschiedlichen Ebenen erzeugt werden: .... “

Deshalb war meine Frage auch mit dem Nachsatz versehen, ob diese Vorgänge gezielt herbeigeführt werden können (wie im WBGU-Gutachten suggeriert wird) oder ob diese evolutionär entstehen. Die Beispiele die Prof. Osterhammel anführte (Cluster, Kriege, Mode) sind meines Erachtens nicht geeignet, die Darstellung des WBGU zu stützen.

Insgesamt, nicht nur wegen meiner Frage, war es sehr informative Stunde. Vielen Dank dafür.

Quentin Quencher
http://glitzerwasser.blogspot.de/
merken
Georgios Chatzoudis | 29.10.2012 | 8903 Aufrufe | 2 | Interviews

"Reaktion auf latenten Antisemitismus"

Interview mit Dietrich Schulze-Marmeling über Juden und Fußball in Deutschland

Marcus Cyron | 30.10.2012 | 23:25 Uhr
Vielen Dank für solche Beiträge. Es ist immer wieder schön, daß zum Einen Fußball auch auf einem höheren Niveau näher gebracht werden kann, andererseits aber immernoch Fußball bleibt und nicht komplett theoretisiert wird. Generell ist es erfreulich, daß in letzter Zeit Sportgeschichte auf ansprechendem Niveau keine Seltenheit mehr ist und vor allem die dunkleren Jahre (und dieser Bezug zu bestimmten Phasen der Geschichte die so genannt werden ist beabsichtigt) der deutschen Sportgeschichte nicht mehr nur mit netten Umschreibungen verfälscht werden.
merken
Georgios Chatzoudis | 15.10.2012 | 4074 Aufrufe | 1 | Interviews

"Eric Hobsbawm war ein Einzelkämpfer"

Interview mit Peter Alter zum Tod von Eric Hobsbawm

Otto Dann | 17.10.2012 | 20:51 Uhr
Ein ertragreiches Interview!
Kluge Fragen führten zu informativen und kompetenten Antworten.
merken
Georgios Chatzoudis | 09.10.2012 | 2902 Aufrufe | 1 | Interviews

"Eric Hobsbawm war unorthodox und undogmatisch"

Interview mit Jürgen Kocka zum Tod von Eric Hobsbawm

Prof. Dr. Lydia Haustein | 10.10.2012 | 12:18 Uhr
Was für eine wunderbare Analyse und Würdigung von Eric Hobsbawm durch Jürgen Kocka. Kein ein anderer Wissenschaftler lehrt uns eine solche Generosität gegenüber anderen, widersprüchlichen Positionen.
merken
Georgios Chatzoudis | 23.03.2012 | 2495 Aufrufe | 1 | Interviews

Was verbindet Gewerkschaft und Wissenschaft?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Antonia Kühn

Dr. Prekarius | 21.09.2012 | 14:50 Uhr
Eines der wichtigsten Themen in Bezug auf "Gewerkschaft und Wissenschaft" wurde nur ganz kurz angetippt. Und zwar sollten die Stiftungen bei jedem Stipendium, das sie bereitstellen genau überlegen, ob sie damit nicht die Prekarisierung des "Mittelbaus" weiter befördern. Für jedes Drittmittelstipendium wird im Zweifel eine Mitarbeiterstelle eingespart. Das führt nicht nur zu finanziellen Einsparungen, sondern die Hochschulen nehmen den Wissenschaftlern im Mittelbau damit auch noch auf elegante Weise ihre Mitbestimmungsrechte.

Gewerkschaften udn Mittelbauinitiativen fordern daher die Stiftungen auf, die Vergabe von Stipendien grundsätzlich zu überdenken und statt Stipendien Stellen zu finanzieren, die dann automatisch auch mit sozialer Absicherung und Mitbestimmungsrechten einher gehen.
merken
Georgios Chatzoudis | 14.08.2012 | 7069 Aufrufe | 3 | Interviews

"Die Alten werden gegen die Neuen ausgespielt"
Zur Debatte um die Berliner Gemäldegalerie

Interview mit Prof. Dr. Andreas Beyer

Dr. Silke Walther | 03.09.2012 | 14:37 Uhr
Es ist sehr bedauerlich, dass sich der Konflikt zwischen staatlichen Kunstmuseen und den Interessen der Sammler seit Jahren verschärft, obwohl die Ursachen und mögliche Lösungswege gleichfalls auf zahlreichen Tagungen erörtert und erwogen wurden. In Berlin zeichnet sich diese Problematik aufgrund der hohen Attraktivität der Museen bei gleichzeitig desolater Haushaltslage gravierender ab. Es gibt allerdings ähnliche Fälle im EU-Raum, die die SPK vor ihren Beratungen mit den Sammlern hätte zur Kenntnis nehmen können da über die Integration ganzer Sammlungsblöcke in die Dauerbestände in den Kultur-Ressorts der internationalen Presse genug debattiert wurde. „Wenn ich zwanzig Jahre tot bin, wird niemand mehr wissen, wer Heiner Pietzsch war. Aber ich will das Museum.“ Dieser Satz des Sammlers prägte im Zeichen der Public Private Partnership-Modelle seit den 90er Jahren die Debatte u.a. auch in Berlin: Die voreiligen Zusicherungen nach der erfolgreichen temporären Ausstellung vor drei Jahren waren der erste Schritt in eine ungünstige Verhandlungsposition, denn das Museum braucht den Sammlungsblock nicht zwingend, während der Sammler einige Vorteile, u.a. eine kontinuierliche Bestandspflege und wissenschaftliche Aufarbeitung zu Recht von diesem Handel erwarten kann. Das Land Berlin wäre gut beraten, aus seinen vormaligen Fehlern zu lernen.
merken
Georgios Chatzoudis | 14.08.2012 | 7069 Aufrufe | 3 | Interviews

"Die Alten werden gegen die Neuen ausgespielt"
Zur Debatte um die Berliner Gemäldegalerie

Interview mit Prof. Dr. Andreas Beyer

Joris C. Heyder | 23.08.2012 | 16:15 Uhr
Andreas Beyer sei für seine deutlichen Worte herzlich gedankt! Seit gut zwei Monaten nun tobt im deutschsprachigen Feuilleton ein wahrer Kulturstreit um die Zukunft der Gemäldegalerie. Die Befürworter der Pläne bleiben in zentralen Fragen Antworten schuldig oder legen den Kritikern Aussagen in den Mund. Bislang unbeantwortet blieb die Kernfrage, warum mit dem Umzug der Alten Meister nicht bis zum fertigen Neubau auf dem Gelände des Kasernenhofs gewartet werden kann. Andeutungen des Stiftungspräsidenten haben die fragwürdige Taktik aufscheinen lassen, dass man die Politik mithilfe eines untragbaren Zustands unter Druck setzen wolle! Das klingt mehr nach Hasardspiel, denn nach vernünftiger Verwaltung einer kostbaren Sammlungen. Besonders oft hört man von den Befürwortern beschwichtigend, Rembrandt, Botticelli und Van Eyck würden nie ins Depot wandern. Tatsächlich haben die Kritiker nie um die Zurschaustellung der absoluten Meisterwerke gefürchtet, sondern vor allem um die Präsentation der weniger bekannten, für die Kunstgeschichte aber nicht minder wichtigen Maler und Schulen. Bemerkenswert ist, dass die Befürworter die vielen klugen Argumente gegen einen übereilten Umzug schlicht ignorieren und es bleibt zu hoffen, dass nicht Müdigkeit den Protest schließlich zum Verstummen bringt!

Eine (möglichst) vollständige Dokumentation aller bislang erschienener Artikel bietet: http://warum-mittelalter.de/zur-entscheidung-des-bundestags-am-12-juni-2012/
merken
Georgios Chatzoudis | 14.08.2012 | 7069 Aufrufe | 3 | Interviews

"Die Alten werden gegen die Neuen ausgespielt"
Zur Debatte um die Berliner Gemäldegalerie

Interview mit Prof. Dr. Andreas Beyer

Julius Redzinski | 14.08.2012 | 16:07 Uhr
"Ich hoffe sehr, dass auch die Berliner Stifter sich nicht zum Spielball einer etwas kopflosen Museumspolitik machen lassen. Und, ungeachtet ihrer Vorliebe für den Surrealismus, öffentlich bekunden, dass sie nicht den Anlass bieten wollen, dass mit den "alten" Meistern so unsäglich verfahren wird."

Schön wäre es, es wird aber ein frommer Wunsch bleiben. Der Berliner Stifter fühlt sich in seiner Rolle leider wohl. Ein Absatz aus einem Artikel bei faz.net spricht da leider für sich: "Für Heiner Pietzsch ist das keine Frage. Die Gegner des Projekts, sagt er, hätten „das alte griechische Prinzip nicht begriffen: Alles fließt.“ Um Berlin endgültig zur Kulturmetropole Deutschlands zu machen, müsse man eben Druck auf die Politik ausüben. „Wenn eine Zeitung schreibt, die Schenkung sei eine Erpressung, um das Museum des Zwanzigsten Jahrhunderts aufzubauen - damit kann ich leben.“ Was die Stiftung mit den Alten Meistern vorhabe, sei zwar schmerzlich: „Aber jede Geburt bringt Schmerzen.“ (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/kunstsammler-pietzsch-wenn-es-schiefgeht-freuen-sich-meine-erben-11815133.html)

Da verliert man eher jede Hoffnung.
merken
Georgios Chatzoudis | 27.07.2012 | 2990 Aufrufe | 3 | Interviews

Sport und Recht in der Antike

Interview mit Dr. Kaja Harter-Uibopuu und PD Dr. Thomas Kruse

Marcus Cyron | 28.07.2012 | 03:44 Uhr
Das ist sehr erfreulich! :)
merken
Georgios Chatzoudis | 27.07.2012 | 2990 Aufrufe | 3 | Interviews

Sport und Recht in der Antike

Interview mit Dr. Kaja Harter-Uibopuu und PD Dr. Thomas Kruse

Kaja Harter-Uibopuu | 27.07.2012 | 23:53 Uhr
Ja, die Beiträge werden in einem Sammelband publiziert, der Anfang nächsten Jahres erscheinen soll.
merken
Georgios Chatzoudis | 27.07.2012 | 2990 Aufrufe | 3 | Interviews

Sport und Recht in der Antike

Interview mit Dr. Kaja Harter-Uibopuu und PD Dr. Thomas Kruse

Marcus Cyron | 27.07.2012 | 19:37 Uhr
Wird es zu dieser Veranstaltung eine Publikation geben? Ein äußerst spannendes Thema!
merken
Georgios Chatzoudis | 28.06.2012 | 3562 Aufrufe | 6 | Interviews

"Kein Exklusivrecht auf Menschenrechte"

Interview mit Dr. Annette Weinke

Dr. Pieck, Werner | 10.07.2012 | 12:12 Uhr
Hallo,

das Interview mit Frau Dr. Annette Weinke über die Menschenrechte hat mir sehr gefallen. Gibt es das Interview auch als lesbare Datei?

Mit Dank und freundlichen Grüßen

Werner Pieck
Rottweil

merken
Georgios Chatzoudis | 07.11.2011 | 3044 Aufrufe | 2 | Interviews

"Die Denkmäler stehen noch in der Landschaft" -
Archäologie in der Mongolei

Interview mit Prof. Dr. Jan Bemmann

priv. Doc. Dr. Rahmi Oruc Güvenc | 07.07.2012 | 12:08 Uhr
Sehr geehrter Herr Prof. Dr.Bemmann,
mit großem Interesse habe ich das Bild von der Winkelharfe gesehen. In den Altairegionen, Kirgisien und Kasachsten wird ein fast identisches Instrument noch heute verwendet, die Kilkopuz.
Mein Mann Dr. Güvenc ist der Wiederentdecker der Altorientalischen Musiktherapie, die er seit mehr als 40 jahren erfoorscht und anwendet. In vielen Ländern Europas findet sie wieder Eingang als Ergänzung zur modernen medizin.Deshalb interessiert uns das von ihnen gezeigte Instrument sehr. Leider führen uns unsere reisen ind er nächsten zeit nicht nach Bonn. Könnten sie uns weitere Auskünfte über das Alter, genaue Herkunft u.a. zukommen lassen.
Mit freundlichen Grüssen
andrea azize güvenc