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Georgios Chatzoudis | 09.06.2015 | 8342 Aufrufe | 5 | Interviews

"Keine Ausweispflicht für den Gebrauch der Meinungsfreiheit"

Interview mit Patrick Bahners über die Debatte um das Blog "Münkler-Watch"

Diplom Designer/FH Tom Gollas | 11.06.2015 | 09:31 Uhr
... zumal es in der NS-Zeit noch gar keine Blogs und schon gar keine anonymen gab!
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Dr. Birte Ruhardt | 04.06.2015 | 2312 Aufrufe | 1 | Interviews

Vom Musikwissenschaftler zum Kabarettisten

Interview mit Martin Zingsheim über seinen Berufsweg nach der Promotion

Ursula Stricker-Ellsiepen (M.A.) | 10.06.2015 | 19:47 Uhr
Wunderbar erfrischendes Interview! Als Kultur- und Musikwissenschaftlerin ein großer Genuss.
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Georgios Chatzoudis | 09.06.2015 | 8342 Aufrufe | 5 | Interviews

"Keine Ausweispflicht für den Gebrauch der Meinungsfreiheit"

Interview mit Patrick Bahners über die Debatte um das Blog "Münkler-Watch"

Ariel Koller | 10.06.2015 | 19:33 Uhr
Natürlich muss man nicht der Meinung sein. Aber "münklerwatch" mit NS-Methoden zu vergleichen ist wohl doch etwas unlauter, finden Sie nicht?
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Georgios Chatzoudis | 09.06.2015 | 8342 Aufrufe | 5 | Interviews

"Keine Ausweispflicht für den Gebrauch der Meinungsfreiheit"

Interview mit Patrick Bahners über die Debatte um das Blog "Münkler-Watch"

Hans Günter Thorwarth | 10.06.2015 | 19:03 Uhr
Natürlich wurden die Antworten gelesen. Die Meinung des Herrn Bahner muss aber vom Leser nicht übernommen werden, oder?
Im Übrigen bezieht sich der Kommentar auf das System "Münkler-Watch" und sonst nix.
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Georgios Chatzoudis | 09.06.2015 | 8342 Aufrufe | 5 | Interviews

"Keine Ausweispflicht für den Gebrauch der Meinungsfreiheit"

Interview mit Patrick Bahners über die Debatte um das Blog "Münkler-Watch"

Ariel Koller | 09.06.2015 | 18:41 Uhr
Bei dem vorherigen Kommentar frage ich mich, ob Bahners Antworten überhaupt gelesen wurden. Wahrscheinlich nicht - anders kann man sich diesen Kommentar nicht erklären.
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Georgios Chatzoudis | 09.06.2015 | 8342 Aufrufe | 5 | Interviews

"Keine Ausweispflicht für den Gebrauch der Meinungsfreiheit"

Interview mit Patrick Bahners über die Debatte um das Blog "Münkler-Watch"

Hans Günter Thorwarth | 09.06.2015 | 18:22 Uhr
"Münkler-Watch" ist nichts anderes als anonymes Mobbing mit NSDStB-Methoden.
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Georgios Chatzoudis | 21.05.2015 | 4433 Aufrufe | 5 | Interviews

"Reproduktion der Anonymität von 'Münkler-Watch'"

Interview mit Charlotte Jahnz über die Debatte um anonym bloggende Studierende

Prof. Dr. Helen Knauf | 27.05.2015 | 15:33 Uhr
Die Frage der Öffentlichkeit einer Vorlesung hat hier zwei Dimensionen:

Die erste - individuelle - betrifft Herfried Münkler, der durch mehr Transparenz die Vorwürfe gegebenenfalls entkräften könnte.

Die zweite - grundlegendere - Dimension betrifft die Öffnung von Hochschulen insgesamt. Für mich steht es außer Frage, dass eine mit öffentlichen Mitteln finanzierte Leistung an einer öffentlichen Hochschule auch allgemein zugänglich sein muss. Im Sinne von Transparenz, Teilhabe und Inklusion sind Veranstaltungen, die nur einem exklusiven Kreis von Eingeweihten zugänglich sind indiskutabel. Dass dabei nicht selbstverständlich davon ausgegangen werden kann, dass jede*r Lehrende jede seiner*ihrer Veranstaltungen filmt und ins Netz stellt, sollte aber auch klar sein. Auf welche Weise, in welchem Umfang und wo dies geschieht, bedarf der Klärung in der Scientific Community. In jedem Falle sehe ich mehr Transparenz und Sichtbarkeit als große Chance für die Wissenschaft, in der Gesellschaft wirksam zu werden und begrüße einen Dialog über diese Fragen. Wenn Münchner-Watch solch einen Dialog anstoßen kann, wäre das doch ein (wenngleich wohl nicht intendierter) Erfolg!
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Georgios Chatzoudis | 21.05.2015 | 4433 Aufrufe | 5 | Interviews

"Reproduktion der Anonymität von 'Münkler-Watch'"

Interview mit Charlotte Jahnz über die Debatte um anonym bloggende Studierende

Charlotte Jahnz, BA | 27.05.2015 | 12:48 Uhr
Ich möchte mich dann noch einmal ausführlicher zum Thema "Videoaufzeichnung" äußern. Es steht Herrn Münkler frei, ob er dies möchte und meine Antwort sollte keine Aufforderung darstellen, lediglich eine Überlegung anstellen. Denn (das schrieb ich bereits an anderer Stelle) die Vorwürfe sind in der Welt und vor einem derartigen Angriff besteht kein Schutz. Die Frage ist, wie man damit umgeht und da finde ich es nicht besonders souverän, Vergleiche mit 1933 zu ziehen (aber auch das ist lediglich meine Meinung). Man könnte versuchen, die "diffamierenden Vorwürfe" zu entkräften. Stattdessen ist z.B. im FAZ-Artikel "Der überwachte Professor" von Mona Jaeger vom 25. Mai (online hier: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studenten-kritisieren-herfried-muenkler-anonym-13611258.html) zu lesen, Münkler sei den Vorwürfen wehrlos ausgesetzt. Ich bezweifle das. Als Public Intellectual dürfte er mehrere Wege haben, sich zur Wehr zu setzen und er nutzt diese ja auch, wie sein Interview mit der ZEIT in der vergangenen Woche zeigt. Aus bereits genannten Gründen hätte ich die Videodokumentation begrüßt, es ist ja auch nicht so als würde dies nicht bereits stattfinden. Ich habe während meines BA eine Vorlesung per Podcast "besucht", weil ich während dieser VL in einer anderen saß, MOOCs arbeiten zum Teil ähnlich. Es ist eben auch nur eine Möglichkeit der Wissenschaftsvermittlung und generell gesprochen: in die Vorlesung könnte sich auch sonst jeder hineinsetzen, der sich für sie interessiert, aber vielleicht nicht den Status "Student" hat. Ich weiß z.B. nicht, ob die Anwesenheit mehrerer sog. "Seniorenstudenten" die "informelle, mitunter flapsige" Atmosphäre einer Vorlesung verändert (wobei ich mir das schon vorstellen könnte).
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Georgios Chatzoudis | 21.05.2015 | 4433 Aufrufe | 5 | Interviews

"Reproduktion der Anonymität von 'Münkler-Watch'"

Interview mit Charlotte Jahnz über die Debatte um anonym bloggende Studierende

Dr. Britta Kägler | 26.05.2015 | 20:04 Uhr
Wie meine Vorredner sehe auch ich den „Knackpunkt“ (L.I.S.A.) nicht in der Anonymität, sondern in den diffamierenden Vorwürfen selbst. Inhaltliche Widersprüche aushalten zu lernen, zu diskutieren und weiterzudenken, ist doch wunderbar. Aussagen, die einem selbst widerstreben, gleich an den Pranger zu stellen, ist etwas ganz anderes. Und das steckt durchaus im Münkler-Watch. Diskussionsfreude spreche ich den Studierenden, die ich an meinen Universitäten bislang kennengelernt habe, nicht ab. Es wird im Gegenteil gern diskutiert. Was mir in den Netzdiskussionen hingegen oft fehlt, ist die Toleranz gegenüber anderen Meinungen als denen, die dem vermeintlichen Zeitgeist entsprechen.

Unbedingt beipflichten möchte ich meinem Kollegen Oliver Hülden, dass die Aufzeichnung von Vorlesungen nicht unbedingt die vermeintliche Transparenz vergrößert. Vielleicht ist es sogar eine Frage, die das Präsidium einer Universität zu entscheiden haben wird: An welche „Öffentlichkeit“ richten sich denn die Vorlesungen? Ist es so ohne weiteres vorgesehen, die Leistung der Vorlesungen für jedermann online zu stellen? Werden nicht Vorlesungsmitschriften in der Regel auch nur denjenigen als Skripte zur Verfügung gestellt, die in der Vorlesung sitzen? Da sind sicherlich eine ganze Reihe von Folgefragen zu klären. Den Mehrwert von aufgezeichneten Vorlesungen schätze ich vorsichtig als marginal ein. Selbstverständlich wissen wir alle, dass jederzeit – auch aus dem Zusammenhang gerissene – kleine Videosequenzen von uns in den Lehrveranstaltungen auftauchen können. Aber eine Aufzeichnung einer Lehrveranstaltung wird sicherlich den Duktus verändern... nicht inhaltlich, sicher aber die Nähe, die Form, das informelle und mitunter flapsige, das gut tut, wenn man Wissen, Umgang mit Quellen oder Forschungsdiskursen vermitteln möchte.
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Georgios Chatzoudis | 05.05.2015 | 3364 Aufrufe | 4 | Interviews

"Das Vorurteil vom geisteswissenschaftlichen Misserfolg auf dem Arbeitsmarkt"

Interview mit Lucas Burkart über die Debatte um einen NC auf Geisteswissenschaften

Michael Zerjadtke | 21.05.2015 | 15:15 Uhr
Sehr geehrte Dr. Bagherpour Kashani,

ich danke Ihnen für Ihre Rückmeldung. Sie haben Recht damit, dass Geisteswissenschaftler oft nicht wissen, was sie eigentlich außerhalb von Bildung und Forschung zu bieten haben. Auch ist ein gewisser Anteil an kritisch gebildeten Bürgern unabdingbar für eine freie und demokratische Gesellschaft, doch am Ende bleibt doch festzustellen, dass viele hinterher umschulen müssen und/oder mit ihrer Karriere sehr unzufrieden sind. Und es können nun mal nicht alle Unternehmer werden, wie es von wirtschaftsliberaler Seite teilweise geäußert wird (was ich Ihnen keinesfalls unterstellen möchte). Viele sind dafür nicht geeignet und auch für diese Menschen muss es Möglichkeiten geben, ihren Lebensunterhalt würdevoll zu bestreiten. Dafür sollte idealerweise ihre (Aus)Bildung sorgen.

Sehr geehrter Dr. Hülden,

ich gebe Ihnen vollkommen Recht, dass das Wort "derzeit" (...wären in Politik und Gesellschaft vor allem die sogenannten wirtschaftlich effizienten Berufe gefragt) suggeriert, es wäre jemals anders gewesen. Das ist meines Erachtens nämlich nicht der Fall. Es ist zwar nicht zu bestreiten, dass aufgrund der Globalisierung und der damit einher gehenden globalen Konkurrenz der Arbeitskampf härter geworden ist, doch lief der Niedergang der Geisteswissenschaften nicht parallel hierzu. Die seit Jahrzehnten explodierenden Absolventenzahlen haben nun mal auch die Anzahl der Geisteswissenschaftler wachsen lassen, obwohl der Markt nicht dementsprechend wuchs. Die staatlichen Stellen sind und waren stets begrenzt und die Arbeitsmöglichkeiten in Verlagen und anderen wissenschaftsnahen Unternehmen sind nicht im gleichen Maße gewachsen wie die Masse der Absolventen. Ich teile auch Ihre Einschätzung, dass die Marktdominanz in überschaubarer Zeit nicht ersetzt werden und sich auf den Arbeitsmärkten für Geisteswissenschaftler kaum eine Verbesserung einstellen wird. Ich denke, das Ansehen der Geisteswissenschaften ist und war nur bei einem relativ kleinen Teil der Bevölkerung hoch und wird es auch bleiben.

Die Formulierung "gesellschaftliche Selbsterneuerung" ist in der Tat sehr versatzstückartig, ist aber nicht falsch. Nach meiner Interpretation ist hierunter die potentielle Fähigkeit eines kritischen Individuums gemeint, sich selbst und die Gesellschaft neu zu hinterfragen und bei Bedarf zu ändern (zu allererst sich selbst). In einfachen Worten: wenn man merkt, dass in der mitteleuropäischen Gesellschaft etwas nicht rund läuft und Tendenzen erkennbar sind, die auf mittlere Sicht in eine ökonomische oder soziale oder sonstwie geartete Katastrophe führen können, dann muss man was ändern. Änderungen sind jedoch immer Arbeit und mit Mühen verbunden, weshalb die Meisten Änderungen nicht mögen. Wenn man jedoch verstanden hat, dass sie nötig sind und einverstanden ist mit ihrer Umsetzung, kann man ihnen entweder nicht im Wege stehen oder aktiv mit helfen und andere beim Verstehen unterstützen. Da Änderungen in einem demokratischen System von einem gewissen Prozentsatz getragen (und überprüft) werden müssen, braucht man einen Anteil an Verstehenswilligen. Im Besonderen ist anzumerken, dass Probleme und Lösungen nicht allein aus ökonomischer Sicht gesehen werden dürfen. Die ökonomische ist eine wichtige, aber eben nur eine Sicht unter vielen. Soziale, historische, politische und rechtliche Aspekte spielen auch eine Rolle und bedürfen der Fürsprache und vor allem auch des Verständnisses. Letzteres erlangt man aber nur, wenn es genug Personen gibt, die Willens und in der Lage sind, komplizierte Sachverhalte zu durchdringen.
Wer den Hebel zu dieser Selbsterneuerung an welcher Stelle ansetzen soll, ist eine schwierige Frage. Ich denke, man sollte solche Veränderung überhaupt nicht steuern. Sie geschehen von ganz allein durch die Selbstorganisation von Individuen. Nehmen Sie die sog. Homo-Ehe. Dass die gleichgeschlechtliche Ehe kommt, ist vollkommen klar, nur nicht wann. Dabei hat niemand von oben gesteuert, dass nun bald auch Schwule und Lesben heiraten können sollen. Die Menschen sind allgemein toleranter geworden und gewöhnen sich an den Gedanken. Da muss man nichts im Speziellen forcieren - das geschieht von allein.
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Georgios Chatzoudis | 05.05.2015 | 3364 Aufrufe | 4 | Interviews

"Das Vorurteil vom geisteswissenschaftlichen Misserfolg auf dem Arbeitsmarkt"

Interview mit Lucas Burkart über die Debatte um einen NC auf Geisteswissenschaften

Dr. Oliver Hülden | 17.05.2015 | 14:02 Uhr
Ich verzichte jetzt mal auf eine Anrede, weil ich meine Frage an keine bestimmte Person richten möchte. Frau Bagherpour Kashani schreibt, dass derzeit in Politik und Gesellschaft die ökonomischen Interessen dominieren, was zweifellos zutrifft. Mit dem "Derzeit" scheint angedeutet zu sein, dass sich das in Zukunft auch wieder ändern könnte. Da würde mich interessieren, wie das konkret geschehen soll, denn von alleine wird es ja wohl nicht passieren.
Die zweite Frage schließt unmittelbar daran an und betrifft die Formulierung "gesellschaftliche Selbsterneuerung", mit der ich zugegebenermaßen wenig anfangen kann. Da wüsste ich gerne, was ich denn aus geisteswissenschaftlicher Perspektive (von mir aus aber auch ganz allgemein) darunter konkret zu verstehen habe. Wer soll sich denn da in welche Richtung genau selbst erneuern? Und wer soll eigentlich den Hebel zu dieser Selbsterneuerung an welcher Stelle ansetzen?
Zu beiden Fragen würden mich Reaktionen freuen.
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Georgios Chatzoudis | 05.05.2015 | 3364 Aufrufe | 4 | Interviews

"Das Vorurteil vom geisteswissenschaftlichen Misserfolg auf dem Arbeitsmarkt"

Interview mit Lucas Burkart über die Debatte um einen NC auf Geisteswissenschaften

Dr. N. Bagherpour Kashani | 14.05.2015 | 13:00 Uhr
Sehr geehrter Herr Zerjadtke,
danke für Ihre Anerkennung, jedoch muss ich Ihrem Kommentar noch etwas hinzufügen. Natürlich sind es auch meine Orts- und Sprachkenntnisse, die ausschlaggebend sind für meinen Werdegang, allerdings hat gerade meine geisteswissenschaftliche Ausbildung einen hohen Anteil an diesem Erfolg. Zunächst einmal habe ich u.a. viele meiner Kenntnisse und Fähigkeiten zu Iran durch die Arbeit in archäologischen Projekten erlangen können (http://beratung-iran.de/?page_id=8); zudem ermöglicht es mir meine wissenschaftliche Ausbildung und nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit einem umfangreichen und komplexen "Projekt" wie meiner Dissertation, mich mit neuen und vielschichtigen Themen auseinandersetzen zu können.
Ich möchte damit sagen, dass viele Geisteswissenschaftler nicht wissen, was sie alles zu bieten haben und wie sie damit für sich werben können. Als ich Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung war, habe ich viele andere Stipendiaten kennen gelernt, die ein ausgeprägtes Wissen über Länder oder gewisse Bereiche besitzen, das weit über die Kenntnisse mancher sogenannter Experten geht.
Wenn ein Geisteswissenschaftler eine Laufbahn ausserhalb der Universität oder der Forschung einschlagen möchte, ist es natürlich nicht leicht, seine Nische zu finden. Dennoch bin ich der Auffassung, dass es mehr Möglichkeiten gibt, als es allgemein bekannt ist. Es wird leichter, wenn junge Wissenschaftler früh ihre Weichen stellen, um rechtzeitig Netzwerke, Kontakte und Zusatzwissen aufzubauen. Wünschenswert wäre es daher, wenn die Universitäten, Institute und Fachbereiche an diesem Punkt eine grundlegende und kompetente Unterstützung bieten würden, etwa durch Coachings, evtl. als Ausgleich für die hohen Materialkosten, die andere Fächer aufweisen, wie es auch Prof. Burkart im Interview andeutet. Derzeit sind in Politik und Gesellschaft vor allem die sogenannten wirtschaftlich effizienten Berufe gefragt (Stichwort Wirtschaftswachstum). Ich halte es aber nicht für sinnvoll die Zahl der Geisteswissenschaftler zu reduzieren, denn dadurch würde uns eine große Gruppe, kritisch sowie vielseitig denkender und einsetzbarer Personen abhanden kommen, die wertvoller für unsere Gesellschaft sind als es zunächst ersichtlich ist. Herr Prof. Burkart nennt hier die gesellschaftliche Selbsterneuerung, zu der gerade Geisteswissenschaftler einen wichtigen Beitrag leisten.
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Dr. Birte Ruhardt | 21.01.2014 | 2512 Aufrufe | 1 | Interviews

Auf Reisen mit dem Deutschen Archäologischen Institut

Interview mit Marcel Danner über sein DAI-Reisestipendium

Marcus Cyron | 09.05.2015 | 02:09 Uhr
Und zwei Jahre später ist nun Frau Bazzechi drann als Stipendiatin des DAI zu reisen. Eine wirklich interessante Familie. Da hoffen wir doch auf die Zukunft.
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Georgios Chatzoudis | 05.05.2015 | 3364 Aufrufe | 4 | Interviews

"Das Vorurteil vom geisteswissenschaftlichen Misserfolg auf dem Arbeitsmarkt"

Interview mit Lucas Burkart über die Debatte um einen NC auf Geisteswissenschaften

Michael Zerjadtke | 05.05.2015 | 15:15 Uhr
Mit einem Magister in Alter Geschichte und Klassischer Archäologie gehöre ich zu den "Betroffenen". Seit meinem Abschluss 2011 habe ich die letzte 4 Jahre die Situation meiner Kommilitonen und -innen verfolgen können. Zwar kann meine Perspektive nicht als repräsentativ gelten, doch da es nicht so viele Lehrstühle für meine Fächer gibt, kann ich auch nicht völlig daneben liegen.

Ich finde den Vorstoß einer Verkleinerung bestimmter Wissenschaftszweige gar nicht verkehrt, denn in Dtl. stellt sich die Situation anders dar, als in der Schweiz (wo laut Artikel 95% in einem Job sind - Allerdings verrät diese Zahl noch nicht, welchen Job diese 95% ausüben.). Doch wenn ich die Wege meiner Bekannten nach verfolge, so sehe ich da oftmals nicht die Karrieren, die man sich vorgestellt hat. Die Meisten finden ihr Betätigungsfeld außerhalb der studierten Disziplinen und viele müssen sich durch Zweitstudium oder Lehre neu qualifizieren. Gern tun dies die Wenigsten, viele hadern im Nachhinein mit ihrer Studienwahl und sind frustriert.

Fragt man die Unis, so möchten diese freilich keine Studenten verlieren, weil mehr Studenten, mehr Geld bedeutet. Doch auf deren Zukunft wird kaum geachtet. Es wäre angebracht, über andere Betreuungsschlüssel nachzudenken, da Geisteswissenschaften nun mal stark argumentativ geprägt und diskussionslastig sind und daher ein anderes Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden erfordern. Die weit geringeren Materialkosten im Verhältnis zu anderen Wissenschaften würden den relativen personellen Mehraufwand ausgleichen.

Fragt man hingegen die Lehrenden, so sind viele der Ansicht, dass ein wenig mehr Auslese nicht schaden könnte.

Im übrigen möchte ich noch einen Hinweis zu einem älteren Artikel äußern, der auf Ihrer Seite erschien (http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/in_der_wirtschaft_wird_ein_doktor_titel_sehr_geschaetzt?nav_id=5121). Dr. Bagherpour beschreibt darin, wie ihr ihr Doktortitel in Archäologie zu einer Laufbahn in der Wirtschafts- und Kulturberatung verholfen hat. Erst einmal Hut ab zu diesem Werdegang und zu der Leistung. Was aber leider etwas untergeht ist, dass nicht ihr Abschluss hier den Ausschlag gegeben hat, sondern im erheblichem Maße ihre Sprachkompetenz und Ortskenntnis, die sie ihrer halbiranischen Herkunft und ihren Reisen zu verdanken hat. Der Abschluss ist hier mehr so eine Art Bonus. Der allein hätte ihr wenig gebracht. Es wäre durchaus ehrlich, den jungen Studieninteressierten klar zu machen, dass nach dem Abschluss eine sehr harte Zeit auf sie zukommen wird.

Es gibt m.E. von fachlicher Seite eigentlich keinen Grund, warum man nicht ein wenig strenger bei den Zugangskriterien sein könnte.
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Georgios Chatzoudis | 23.04.2015 | 6491 Aufrufe | 1 | Interviews

"200.000 amerikanische Bomberangriffe haben Pol Pot erst möglich gemacht"

Interview mit Bernd Stöver über die Geschichte Kambodschas

Diplom Politologe | 30.04.2015 | 08:56 Uhr
Die Aussage: "200.000 amerikanische Bomberangriffe haben Pol Pot erst möglich gemacht" ist missverständlich und kann zu falschen Schlussfolgerungen führen. Mit Pol Pot werden grausame Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Verbindung gesetzt. Die Überschrift suggeriert, dass die Amerikaner letztendlich für die Verbrechen der Khmer Rouge verantwortlich sind. Eine gängige Meinung übrigens unter Kambodschanern, die nicht verstehen können/wollen, wie Kambodschaner/innen, Kambodschaner/innen umbringen konnten.
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Georgios Chatzoudis | 26.01.2015 | 7353 Aufrufe | 2 | Interviews

"Debt may be 'Schuld' in German, but it's 'belief' in Italian and 'faith' in English"

Interview with Mark Blyth on the historical origins and current politics of austerity

Ben Feddersen | 28.04.2015 | 17:35 Uhr
The translation of 'beziehungsweise' here is wrong. 'Respectively' has a totally different meaning in this case. A better option would be 'more specifically' (bzw. im Sinne von 'genauer gesagt').
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Georgios Chatzoudis | 02.04.2015 | 944 Aufrufe | 1 | Interviews

Leistung. Von der Last zur Lust

Interview mit Heiko Stoff über Leistung im Sport und in der Arbeitswelt

Dr. Jan-Holger Kirsch | 15.04.2015 | 12:05 Uhr
Siehe zu dem am Schluß des Interviews angesprochenen Aspekt auch:

Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History
11 (2014), Heft 3: Stress!
hg. von Lea Haller, Sabine Höhler und Heiko Stoff
http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2014
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Georgios Chatzoudis | 14.11.2013 | 27291 Aufrufe | 3 | Interviews

"Christopher Clark spricht die Deutschen von der Schuld am Ersten Weltkrieg frei"

Interview mit Gerd Krumeich zum Ersten Weltkrieg

Dr. Alexander Schomandl | 24.03.2015 | 09:06 Uhr
Krumeich betreibt in obigem "Interview" unverblümt recht aggressive Sales Promotion für sein Buch und teilt sowohl gegen Clark als auch gegen Fischer mit fachkollegial-freundlichen Tritten unter die Gürtellinie aus. So ist die Behauptung, Clark schreibe über die diversen Auflagen hinweg seine "Schlafwandler" unausgewiesen um, um seinen Text gegen erhobene Kritik zu immunisieren, ein glatter wissenschaftlicher Platzverweis. Das aber in den Ring zu werfen und in Aussicht zu stellen, wenn denn mal Zeit sei, werde das vielleicht auch einmal näher belegt, ist ebenfalls nur der roten Karte wert. Fischer zum tausendsten Mal die KriegsSCHULD-These als sein Thema anzukleben, wo er über imperialistische KriegsZIELE schrieb - und nicht müde wurde, darauf hinzuweisen - und weiter zu behaupten, er habe sich dabei halt so zu zusammengesucht, wie er es für seine VORGÄNGIGE Absicht brauchen konnte ist nicht minder beweislos-unverschämt. Es wird wohlfeil ein Pappkamerad aufgebaut und abgewatscht. Doch was soll`s: es heißt ja nicht umsonst WissenschaftsBETRIEB...:-)))
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Georgios Chatzoudis | 17.03.2015 | 10721 Aufrufe | 2 | Interviews

"Symbol für einen selbstbewusst-weiblichen Islam"

Interview mit Reyhan Şahin über die Bedeutung des muslimischen Kopftuchs

Dr. N. Bagherpour | 18.03.2015 | 14:47 Uhr
Ich halte die Arbeit von Frau Dr. Şahin für sehr wichtig. Das Kopftuch wird allzu oft zu einseitig als Symbol der Unterdrückung wahrgenommen, obwohl es eine sehr vielschichtige Bedeutung hat, was auch immer in Zusammenhang mit der Intention der Trägerin steht. Die westliche Werte-Welt erscheint mir manchmal arrogant, wenn sie ohne genaue Analyse die für sie fremden, kulturellen oder religiösen Standards in eine Schublade steckt. Viel Erfolg weiterhin mit den sehr interessanten Studien, Frau Şahin.
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Georgios Chatzoudis | 06.06.2013 | 11542 Aufrufe | 13 | Interviews

Der 8. Mai - schon vergessen?

Interview mit Jens Holger Jensen und Hans Günter Thorwarth zum 8. Mai

Hans Günter Thorwarth | 15.03.2015 | 12:56 Uhr
Am Dienstag, 21. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
findet im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
ein Symposion zum Thema statt:

Der 8. Mai im Geschichtsbild der Deutschen und ihrer Nachbarn

Anmeldung bis zum 10.4.2015 bei
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Taunusstraße 4-6
65183 Wiesbaden