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Georgios Chatzoudis | 01/26/2015 | 7401 Views | 2 | Interviews

"Debt may be 'Schuld' in German, but it's 'belief' in Italian and 'faith' in English"

Interview with Mark Blyth on the historical origins and current politics of austerity

Ben Feddersen | 28.04.2015 | 17:35
The translation of 'beziehungsweise' here is wrong. 'Respectively' has a totally different meaning in this case. A better option would be 'more specifically' (bzw. im Sinne von 'genauer gesagt').
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Georgios Chatzoudis | 04/02/2015 | 951 Views | 1 | Interviews

Leistung. Von der Last zur Lust

Interview mit Heiko Stoff über Leistung im Sport und in der Arbeitswelt

Dr. Jan-Holger Kirsch | 15.04.2015 | 12:05
Siehe zu dem am Schluß des Interviews angesprochenen Aspekt auch:

Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History
11 (2014), Heft 3: Stress!
hg. von Lea Haller, Sabine Höhler und Heiko Stoff
http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2014
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Georgios Chatzoudis | 11/14/2013 | 27757 Views | 3 | Interviews

"Christopher Clark spricht die Deutschen von der Schuld am Ersten Weltkrieg frei"

Interview mit Gerd Krumeich zum Ersten Weltkrieg

Dr. Alexander Schomandl | 24.03.2015 | 09:06
Krumeich betreibt in obigem "Interview" unverblümt recht aggressive Sales Promotion für sein Buch und teilt sowohl gegen Clark als auch gegen Fischer mit fachkollegial-freundlichen Tritten unter die Gürtellinie aus. So ist die Behauptung, Clark schreibe über die diversen Auflagen hinweg seine "Schlafwandler" unausgewiesen um, um seinen Text gegen erhobene Kritik zu immunisieren, ein glatter wissenschaftlicher Platzverweis. Das aber in den Ring zu werfen und in Aussicht zu stellen, wenn denn mal Zeit sei, werde das vielleicht auch einmal näher belegt, ist ebenfalls nur der roten Karte wert. Fischer zum tausendsten Mal die KriegsSCHULD-These als sein Thema anzukleben, wo er über imperialistische KriegsZIELE schrieb - und nicht müde wurde, darauf hinzuweisen - und weiter zu behaupten, er habe sich dabei halt so zu zusammengesucht, wie er es für seine VORGÄNGIGE Absicht brauchen konnte ist nicht minder beweislos-unverschämt. Es wird wohlfeil ein Pappkamerad aufgebaut und abgewatscht. Doch was soll`s: es heißt ja nicht umsonst WissenschaftsBETRIEB...:-)))
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Georgios Chatzoudis | 03/17/2015 | 10784 Views | 2 | Interviews

"Symbol für einen selbstbewusst-weiblichen Islam"

Interview mit Reyhan Şahin über die Bedeutung des muslimischen Kopftuchs

Dr. N. Bagherpour | 18.03.2015 | 14:47
Ich halte die Arbeit von Frau Dr. Şahin für sehr wichtig. Das Kopftuch wird allzu oft zu einseitig als Symbol der Unterdrückung wahrgenommen, obwohl es eine sehr vielschichtige Bedeutung hat, was auch immer in Zusammenhang mit der Intention der Trägerin steht. Die westliche Werte-Welt erscheint mir manchmal arrogant, wenn sie ohne genaue Analyse die für sie fremden, kulturellen oder religiösen Standards in eine Schublade steckt. Viel Erfolg weiterhin mit den sehr interessanten Studien, Frau Şahin.
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Georgios Chatzoudis | 06/06/2013 | 11593 Views | 13 | Interviews

Der 8. Mai - schon vergessen?

Interview mit Jens Holger Jensen und Hans Günter Thorwarth zum 8. Mai

Hans Günter Thorwarth | 15.03.2015 | 12:56
Am Dienstag, 21. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
findet im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
ein Symposion zum Thema statt:

Der 8. Mai im Geschichtsbild der Deutschen und ihrer Nachbarn

Anmeldung bis zum 10.4.2015 bei
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Taunusstraße 4-6
65183 Wiesbaden
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Georgios Chatzoudis | 08/05/2011 | 6509 Views | 3 | Interviews

"Die bisherigen E-Learning-Konzepte sind überholt"

Interview mit Jun.-Prof. Dr. Marko Demantowsky

Thomas Spahn | 02.03.2015 | 19:27
Werter Marko,

bevor ich dies kleinlich in einem Artikel benenne, werde ich es, nicht ganz ernsthaft und dabei auch die mögliche Benachrichtigungsfunktionen des Lisa-Portals 3 1/2 Jahre später austestend, hier los: Danke für die allerdings nicht nötigen Literaturhinweise, siehe meine verlinkte Einlassung im Webportal "Lernen aus der Geschichte" oben oder auch meine Studie zu WebQuests (vgl. http://unterricht-digital.de/impressum/publikationen/).

Denn Oberlehrer, das bin ich auch! ;-))

Schön, dass der konstruktive Dialog mittlerweile am Start ist!
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Georgios Chatzoudis | 02/05/2015 | 1986 Views | 3 | Interviews

"Ein Staat ist kein schwäbischer Haushalt"

Interview mit Arne Heise über die aktuelle wirtschaftspolitische Debatte in Europa

Dr. Stefan Fuchs | 19.02.2015 | 12:53
Endlich eine kompetente Stimme gegen die Propagandamaschine des journalistischen Mainstreams. Während man schon 2010, während der ersten sogenannten Griechenlandkrise in Deutschland auf das marode politische System Griechenlands und die angeblich dubiose Mentalität der Griechen eindrosch, was das Zeug hielt, legte der heutige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis gemeinsam mit dem US-Ökonomen James K. Galbraith und dem ehemaligen Wirtschaftsberater Harold Wilsons und Jacques Delors, Stuart Holland, eine tiefreichende Ursachenanalyse für die Eurokrise vor. Danach weist die Architektur der Eurozone systemische politische und ökonomische Mängel auf. Der gravierendste ist nach dieser Analyse das Fehlen eines europäischen Recycling-Mechanismus zwischen Defizit- und Überschussländern. Tatsächlich stehen sich In Europa zwei gigantische Berge gegenüber. Ein vor allem durch die diversen Bankenrettungen verursachter Berg öffentlicher Schulden auf der einen Seite und ein Berg von Ersparnissen sowohl in den Unternehmen als auch in den Haushalten auf der anderen. Der Marktkapitalismus und die Politik haben unübersehbar ihre Fähigkeit verloren, Verhältnisse zu schaffen, in denen dieses gewaltige Kapital in Aktivitäten investiert werden kann, die Einkommen ermöglichen, mit denen die Schulden bezahlt werden können. Das von einer rücksichtslosen Oligarchie ausgeplünderte Griechenland mit seiner vor allem auf Tourismus und Landwirtschaft basierenden Volkswirtschaft ist hier nur das schwächste Glied der Kette, oder eben der sprichwörtliche Kanarienvogel im Bergwerk, der zuerst stirbt, wenn die Atmosphäre ins Toxische umschlägt. Ein vom neuen griechischen Finanzminister bei seinen Treffen mit Amtskollegen in den vergangenen Woche oft bemühtes Bild.
Der selbstbewusste deutsche Exportweltmeister dagegen kultiviert trotzig den Stolz auf seine Leistungen, die unter anderem durch jahrelang zurückgehende Reallöhne und einen dramatische Rückbau der sozialen Sicherungssysteme möglich wurden. Vielleicht reagiert er deshalb so ungehalten, wenn man ihm entgegenhält, dass die Gewinne der einen die Schulden der anderen sind, und dass Nachhaltigkeit in der Europäischen Union und schon gar nicht in der von Währungsschwankungen geschützten Eurozone nicht auf der neoliberalen Devise „The Winner takes it all“ beruhen kann. Wenn alle systematisch den Gürtel Jahr für Jahr enger schnallen, endet das im kollektiven Selbstmord. Man kann eben nicht beides haben, die makroökonomischen Vorteile des weltweit größten Wirtschaftsraums und einen erbitterten Standortwettbewerb seiner Mitglieder untereinander.
Könnte es sein, dass Juristen wie Wolfgang Schäuble solche fundamentalen volkswirtschaftlichen Zusammenhänge nicht verstehen können? Oder ist die Weigerung die Notwendigkeit eines europäischen Überschussrecyclings einzusehen auf den politischen Populismus hierzulande zurückzuführen. Das Bild von der sparsamen schwäbischen oder im Falle Schäubles badischen Hausfrau, die Einnahmen und Ausgaben in ihrer Haushaltskasse peinlich genau im Gleichgewicht hält, ist den Wählern ja so einfach zu vermitteln. Dass das eine Milchmädchenrechnung ist, und Mikro- nur sehr mittelbar mit der Makroökonomie zu tun hat, bedürfte dagegen einer aufklärerischen Anstrengung.
Es ist also höchste Zeit, auf Ultimaten zu verzichten und die Vorschläge der Athener Reformer ohne Polemik zu prüfen, anstatt beinhart auf die Einhaltung von Vereinbarungen zu pochen, die man den Vorgängerregierungen in Athen in Stunden höchster Not aufgezwungen hat.
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Georgios Chatzoudis | 02/05/2015 | 1986 Views | 3 | Interviews

"Ein Staat ist kein schwäbischer Haushalt"

Interview mit Arne Heise über die aktuelle wirtschaftspolitische Debatte in Europa

Dr. Philipp Bockenheimer | 18.02.2015 | 20:50
Auch, wenn der enge Rahmen dieses Interviews keine detaillierte Analyse zugelassen hat, ist die Darstellung von Prof. Heise doch recht eindimensional. Der Kommentar von Klaus Neumann weist daher mit Recht auf Probleme bei der Umsetzung der ´reinen Lehre` von Keynes in der Wirklichkeit hin und auf die Tatsache, dass es den Geldgebern (Troika und die dahinter stehenden Steuerzahler) unzumutbar erscheinen muss, dass Griechenland weiterhin nicht bereit oder in der Lage ist, sein Steuersystem zu korrigieren und große Privat- und Geschäftsvermögen zu beteuern. Bleibt die Frage, warum von der Troika keine konkreten Maßnahmen dazu eingefordert wurden. Ergänzend kann man betrachten, dass Griechenland 1908 aus der von 1865 - 1926 bestehenden Währungsunion, der Lateinischen Münzunion, ausgeschlossen wurde, weil es seine Staatsschulden unseriöser Weise mit dem Drucken von Papiergeld beglich und damit die anderen Partnerländer katastrophal belastete. Griechenland war wegen seiner ineffizienten staatlichen Strukturen im 19. Jh. mehrfach dem Staatsbankrott nahe und verkündete ihn 1893 auch formell. Bleibt die Frage, warum Griechenland 2001 in die Eurozone aufgenommen wurde, obwohl sich diese Verhältnisse nicht gewandelt hatten und warum diese bekannten historischen Entwicklungen in der gegenwärtigen Situation nicht deutlich mit der griechischen Regierung diskutiert werden.
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Georgios Chatzoudis | 02/05/2015 | 1986 Views | 3 | Interviews

"Ein Staat ist kein schwäbischer Haushalt"

Interview mit Arne Heise über die aktuelle wirtschaftspolitische Debatte in Europa

Klaus Neumann, M.A. | 05.02.2015 | 13:03
Keynesianismus mag in der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie eine attraktive Alternative sein. Es wird aber imho stets vergessen, dass Keynesianismus nur dann funktioniert, wenn nicht nur in schlechten Zeiten die Ausgaben gesteigert, sondern auch in guten Zeiten die Staatsausgaben zurückgefahren und Schulden getilgt werden. Letzteres funktioniert aber in 99% der Fälle nicht, weil das System Demokratie nach einer anderen Logik funktioniert als die wirtschaftswissenschaftliche Theorie. Schon das angeblich "schwäbisch" denkende Deutschland schafft es nicht, in guten Zeiten Schulden zu tilgen, sondern beschließt stattdessen lieber Hotelsteuersenkungen, Mütter-Renten & Co. Ob die USA mit ihrer Schuldenpolitik langfristig nicht vor die Wand fahren, ist auch noch offen. Und dann soll man darauf vertrauen, dass das nicht gerade für ein effizientes Staatswesen und integre Politiker bekannte Griechenland nach der Ausweitung des Staatshaushaltes, wenn die Wirtschaft wieder läuft, aus Einsicht eine "Austeritätspolitik" (= 2. Hälfte von Keynes) betreibt? Da ist die schwäbische Hausfrau wesentlich realistischer, weil sie neben dem gesunden Menschenverstand wirtschaftswissenschaftliche UND politische Logiken berücksicht.

Wenn die öffentliche Hand mehr investieren soll, dann ist überhaupt nicht einzusehen, warum das in einem völlig überschuldeten Land durch noch mehr Schulden geschehen soll, solange riesige Privat- und Geschäftsvermögen im Land vorhanden sind, die so gut wie nichts zum Funktionieren des Staatswesens beitragen. Hier könnten Syriza & Kollegen ja einmal neue Akzente setzen.
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Georgios Chatzoudis | 01/26/2015 | 7401 Views | 2 | Interviews

"Debt may be 'Schuld' in German, but it's 'belief' in Italian and 'faith' in English"

Interview with Mark Blyth on the historical origins and current politics of austerity

Steven Berridge | 26.01.2015 | 14:17
Excellent, incisive questions which provided a very informative article. Thank you.
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Georgios Chatzoudis | 01/20/2015 | 5329 Views | 1 | Interviews

"Über Herrschaftssatire können alle lachen"

Interview mit "Titanic"-Kolumnist Stefan Gärtner über Satire

Kevin-Godehard Zumwinckel | 23.01.2015 | 12:32
Interessantes Interview. Stimme allem zu. In seiner Kolumne sind mir Herrn Gärtners Sätze immer viel zu lang, verschachtelt und kompliziert. Dann lese ich nicht weiter.
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Georgios Chatzoudis | 10/03/2011 | 1984 Views | 1 | Interviews

"Es fehlt das Handeln des Volkes"

Interview mit Prof. Dr. Otto Dann

Dipl.-Ing. Wilhelm K.H. Schmidt | 04.01.2015 | 23:08
Zur 25. Wiederkehr des Tages der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 ist im Auftrag der Stadt Premnitz (Land Brandenburg) eine Ausstellung mit dem Titel "40 Jahre deutsch-deutsche Teilung - Geschichte auf Briefmarken" in Arbeit, die sich aus der Sicht der Philatelie mit dem Begriff der Nation beschäftigt. Auf 20 Tafeln werden Themen der deutschen Nation mittels postkartengroßer Abbildungen von Briefmarken dargestellt. Tenor der ausgewählten Themen ist die Annahme, dass die deutsche Nation trotz Teilung fortbestand. Diese Annahme wird gestützt durch die Auswahl von Briefmarkenemissionen der Postverwaltungen aus Ost und West zu den gleichen Themen, die aus den gemeinsamen Wurzeln des kulturellen Erbes beider deutscher Staaten resultierten. Dadurch wurde die Absicht der DDR-Machthaber, eine Zwei-Nationen-Theorie mit der Zielstellung der Anerkennung der DDR-Staatsbürgerschaft unbewusst unterlaufen. Daran konnten auch das Verschwinden des Textes aus der DDR-"National"-Hymne "lass uns Dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland" und der Übergang von der Briefmarkenbezeichnung von "Deutsche Demokratische Republik" zu "DDR" Anfang der 1970-er Jahre nichts ändern. Mit dem neidvollen Blick auf den erfolgreichen Weg der Bundesrepublik zu einer gelebten Demokratie hat es immer noch nationalbewusste meist ältere DDR-Bürger gegeben, die die Hoffnung auf die Vereinigung nicht aufgegeben hatten. Es ist sehr bedauerlich, dass der Begriff der Nation nach dem 3. Oktober 1990 politisch kaum noch verwendet wird. Es gibt keine jährlich wiederkehrende Rede des/der Bundeskanzlers/-kanzlerin zur Lage der Nation, die das Identitätsbewusstsein aller Deutschen stärken würde. Hinzu kommt die unverständliche Festlegung des 3. Oktober anstelle des volkstragenden Ereignisses des Umstürzens der trennenden Mauer am 9. November 1989 zum Staatsfeiertag, der nicht das Handeln der Ostdeutschen, sondern lediglich den politischen institutionellen Akt der Vereinigung würdigt und entsprechend teilnahmslos in weiten Teilen unseres Landes begangen wird. Dem Kölner Historiker Prof. Otto Dann ist es zu verdanken, den Begriff der Nation immer in den Fokus gerückt zu haben.
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Georgios Chatzoudis | 12/09/2014 | 2702 Views | 1 | Interviews

"Clark tritt als eine Art Kulturtourist auf"

Interview mit Angela Siebold über die ZDF-"Deutschland-Saga" mit Christopher Clark

Prof. Dr. Jutta Scherrer | 26.12.2014 | 09:44
Ausgezeichnete Unternehmen. Bravo!
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Georgios Chatzoudis | 06/26/2014 | 7842 Views | 3 | Interviews

"Ich übersetze nackte Forschungsergebnisse in spannende Geschichten"

Interview mit Angelika Franz über Archäologie und Journalismus

Unangepasster Lebenskunstpraktiker Madschuno Vata-list | 21.12.2014 | 14:41
In Ihrem L.I.S.A.-Interview hat Mich eine Passage so stark berührt, dass Ich - wenn Ich mal wieder in Hamburg bin - IHNEN gerne von Angesicht zu Angesicht ZUHÖREN möchte . . . Darf Ich Sie kontaktieren, wenn's soweit ist? P.S.: In ferner Vergangenheit habe Ich mal ca. 6000 cranii humani (als Lehrmittel) bearbeitet. Diese Episode führte Mich wohl auch zu dem Vampirgrabartikel usf.
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Georgios Chatzoudis | 07/19/2013 | 5181 Views | 1 | Interviews

Fußball in Ostdeutschland am Beispiel des Thüringen-Derbys Erfurt gegen Jena

Interview mit Michael Kummer über die historische Rivalität zweier Clubs

Hubert von Mühlebach | 25.11.2014 | 22:18
hallo Herr Dr Kummer
Ihr Beitrag zum Thema Doping im Fussball in der Sendung "Fakt ist...." war extrem schwach.
Sie sollten mehr Objektivität und Mut zur Wahrheit mitbringen.
Hubert v Mühlebach, 25.11.14
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Georgios Chatzoudis | 11/18/2014 | 4322 Views | 2 | Interviews

Der Aufruf 'An die Kulturwelt' - "Eine trotzige Überreaktion"

Interview mit Jürgen von Ungern-Sternberg über das Manifest der 93

Marcus Cyron | 20.11.2014 | 02:46
Es gab aber auch Gegenbeispiele, wo man sich innerhalb der Forscher als Gruppe solidarisierte, statt aufeinander nur loszugehen. Das DAI etwa schloss Mitglieder aus verfeindeten Ländern nicht aus - allerdings kam es zu Austritten solcher Mitglieder. So trat der Franzose Pierre Paris in einem Brief vom 23. 11. 2014 an den DAI-Generalsekretär nicht nur aus, sondern ließ das von schmähenden Worten begleiten. Der Brief wurde dann im Archäologischen Anzeiger des Jahres 1914 abgedruckt. Aber - und hier kommt das aber - dort gedachte man auch den eigenen Gefallenen des Jahres gemeinsam mit den Opfern verfeindeter Nationen wie dem Franzosen Joseph Déchelette. Noch gab es Fenster zur Überbrückung und nicht nur Verhärtungen. Aufgenommen wurde Mitglieder dieser Nationen ins DAI allerdings erst wieder ab 1925.
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Georgios Chatzoudis | 11/18/2014 | 4322 Views | 2 | Interviews

Der Aufruf 'An die Kulturwelt' - "Eine trotzige Überreaktion"

Interview mit Jürgen von Ungern-Sternberg über das Manifest der 93

Christa Pöppelmann | 18.11.2014 | 15:07
Vielen Dank für das interessante Interview! Ein sehr früher Kritiker des Aufrufes war übrigens auch Theodor Wolff. Am 8. Oktober 1914 empörte er sich in seinem Tagebuch über die Unterzeichner als "Leute, die zuhause geblieben" seien, "von nichts eine Ahnung" hätten, aber sich jetzt "in den Vordergrund schieben" und "in die Brust werfen", um zu zeigen, dass sie "so tapfer wie unsere wirklich tapferen Soldaten" seien. Über Gerhart Hauptmann sagt er, dieser sei ganz zum "Welteneroberer geworden, der "Belgien und die halbe Welt verschlingen" möchte. Wolff nannte es auch unbegreiflich, dass "die ersten Denker Deutschlands Bürgschaft leisten wollten, dass im Krieg alles gerecht zugehe" und prophezeite einen verheerenden Eindruck bei den neutralen Mächten. Selber war er dank seiner Recherchen und Beziehungen informiert, dass Zerstörungen und die Erschießung von Geiseln vorgekommen waren, durfte aber wegen der Zensur nicht darüber schreiben.
Eine zweite Ergänzung: Auch die deutsche Presse diffamierte die Kriegsgegner schon bevor der erste Schuss gefallen war als Barbaren. Ich habe die Berichterstattung von 13 wichtigen deutschen Tageszeitungen während der Julikrise untersucht und es ist besonders erschreckend, wie sehr auch die anfangs kritischen Zeitungen gegen Ende der Krise "umgefallen" sind. So wütete etwa die linksliberale "Frankfurter Zeitung" am 2. August 1914 über "beispiellose Perfidie" der leitenden Männer Russlands, den "heimtückischen Geist eines nur oberflächlich gefirnissten Tatarentums", der mit westlichen Ehr- und Sittlichkeitsbegriffen nicht das Geringste zu tun" habe und ruft dazu auf, den deutschen Boden vor "moskowitischer Barbarei" zu schützen. Andere Zeitungen klingen ähnlich und am 3. und 4. August kommt es zu entsprechenden Ausfällen gegen "heimtückische Franzosen" und "gewissenlose englische Krämerseelen".
( Mehr dazu: "Der Pathos der Verführten" vom 4.8.2014 auf www.juli1914.de/blog.html )
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Georgios Chatzoudis | 06/26/2014 | 7842 Views | 3 | Interviews

"Ich übersetze nackte Forschungsergebnisse in spannende Geschichten"

Interview mit Angelika Franz über Archäologie und Journalismus

Dr. Arnold Schumacher | 12.11.2014 | 17:11
es ist eine Freude zu lesen, wie da eine/r seinen Weg findet/gefunden hat und das kommt auch rüber! Informativ, spannend und ironisch.
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Georgios Chatzoudis | 10/21/2014 | 3379 Views | 2 | Interviews

"Otto Dann war ein zutiefst politisch denkender Historiker"

Interview mit Peter Alter zum Tod von Otto Dann

Dr. Klaus Pabst | 31.10.2014 | 23:26
Unter den akademischen Schülern Theodor Schieders war Otto Dann neben Peter Alter sicher derjenige, der Schieders Forschungen zum Nationalismus und zu europäischen Nationalbewegungen am intensivsten fortgeführt hat. Dabei galt sein besonderes Interesse den oft zu kurz gekommenen freiheitlichen und demokratischen Zügen in der neuzeitlichen Entwicklung einer deutschen Nation sowie deren Vertretern, also weniger Bismarck als etwa Friedrich Schiller oder Gustav Heinemann. Dessen Biographie, an der Otto Dann seit Jahren arbeitete, wird er nun leider nicht mehr vollenden können.
Das Interview mit Prof. Peter Alter zeichnet ein zutreffendes Bild des verstorbenen Historikers, dessen berufliches Ethos, stärker als bei vielen Generationsgenossen, noch ganz den traditionellen Idealen eines deutschen Universitätsprofessors entsprach.
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Georgios Chatzoudis | 03/29/2012 | 6702 Views | 1 | Interviews

"Archäologische Stätten wie Mondlandschaften"
Plünderung und Antikenraub im Irak

Interview mit Dr. Michael Müller-Karpe

Professor Henrik Hanstein | 20.10.2014 | 16:06
Die Ausführungen von Herrn Müller Karpe sind von der Sorge um das wertvolle Kulturgut geprägt,aber nicht immer von Realität und abgewogenem Sachverstand-wie bereits ein Frankfurter Gericht bemängelte. Sein Engagement in Ehren,aber manches ist nun wirklich Unfug in Bezug auf den Kunsthandel.Selbiger hat die Kulturgüterschutzgesetze ebenso zu beachten wie die Museen und besonders auch die UNESCO Konvention von 1970. Darüberhinaus haben sich aber alle grösseren Auktionshäuser dem art Loss Register angeschlossen,welches alle Werke über 2500E in den Auktions-und Messekatalogen auf Verlust weltweit überprüft. Dies haben die Museen mit ihren Beständen noch nicht vollständig getan.
Würde Dr. Müller Karpe nicht so unbedacht und hemmungslos übertreiben,wäre sein Anliegen,welches ich teile,überzeugender.
Der Orient ist die Wiege unserer Kultur,und es ist ein Katastrophe was dort mit der Kultur passiert.
Die Zollfreiläger in Genf & Co. sollten daraufhin besser untersucht werden.