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Jens Holger Jensen | 31.05.2018 | 597 Aufrufe | 2 | Veranstaltungen

Ausstellung: Unbekannte Sachsenhäuser Geschichte(n). StadtteilHistoriker stellen Erstaunliches vor

01.06.2018 – 14.07.2018 | Frankfurt am Main, Bibliothekszentrum Sachsenhausen

Sachsenhausen wurde vor 825 Jahren erstmals in einer Urkunde* erwähnt. Dieses Jubiläum nehmen ehemalige „Sachsenhäuser StadtteilHistoriker“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft zum Anlass, ihre Forschungsergebnisse zu diesem Stadtteil in einer gemeinsamen Ausstellung vorzustellen.

Viele Geschichten und Anekdoten verbergen sich in den Straßen zwischen Schweizer Platz und Städel. Jens-Holger Jensen hat sie alle akribisch erforscht und präsentiert die Dinge hinter dem Straßenschild und so mancher Hausnummer.

Warum in Sachsenhausen fast 500 Jahre lang Wein angebaut wurde und wie daraus der Siegeszug unseres „Nationalgetränks Äpfelwein“ wurde, hat Uwe Engert untersucht und ist dabei auf manche Überraschung gestoßen.

Rudolf K. Wagner hat sich dagegen einem anderen Getränk verschrieben.  Wie bayrisch Bier nach Frankfurt kam, ist Gegenstand seiner Untersuchungen. In diesen Zusammenhang gehört auch die Villa in der Darmstädter Landstraße 109, die von einer Brauerfamilie erbaut wurde.

Die Geschichte des heutigen Hotels Villa Kennedy erzählt Dieter Wesp und stieß dort auf die „Arisierung“ jüdischer Immobilien und Forschungen für den Krieg. 

 

  • Die Straßen zwischen Schweizer Platz und Städel
  • Historie des Übergangs vom Wein zum Äpfelwein
  • Wie bayrisch Bier nach Frankfurt kam
  • Villa Kennedy
  • Villa Darmstädter Landstraße 109

Während der sechswöchigen Ausstellungszeit stehen die StadtteilHistoriker an vier Freitagen in Ausstellungsgesprächen mit eigenen Kurzvorträgen interessierten Besuchern der Ausstellung auch für Fragen und nähere Erläuterungen zur Verfügung.

Diese Gespräche beginnen am 8.6 / 15.6 / 22.6. / 29.6.2018, jeweils um 17:00 Uhr.

 

 

 * Sachsenhausen wurde in einer in Wien aufbewahrten Urkunde Kaiser Heinrichs VI., ausgestellt in Speyer am 29. März 1193, erstmalig erwähnt. In dieser, feierlich auf Pergament geschriebenen, Urkunde schenkt der Kaiser seinem Reichsministerialen Cuno von Münzenberg für dessen Hospital  „in Sassenhusen prope Franchenfurt iuxta ripam Mogi“ (in Sachsenhausen bei Frankfurt am Ufer des Mains) Königsland und Nutzung im Reichsforst, dem späteren Frankfurter Stadtwald.

Auf diese Urkunde und Datum stützt sich das achthundertfünfundzwanzigjährige Jubiläum Sachsenhausens.

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Kommentar

von Michael Becker | 08.11.2019 | 11:09 Uhr
Hallo zusammen,

ist es eigentlich geplant, dass die Informationen zu dieser wirklich sehr interessanten Ausstellung irgendwann in lesbarer Form erscheinen?

Freundliche Grüße
Michael Becker

Kommentar

von Jens-Holger Jensen | 08.11.2019 | 12:47 Uhr
Sehr geehrter Herr Becker,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Eine zusammenfassende Publikation der unterschiedlichen Sachsenhäuser Themen,
so wie wir sie im Sommer 2018 präsentiert haben, ist nicht geplant. Wir hatten seinerzeit
das Stadtteiljubiläum "825 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung von Sachsenhausen"
zum Anlass genommen und uns als ehemalige Stadtteil-Historiker für diese Ausstellung zusammengefunden.

Es existieren allerdings zu den präsentierten Themen sehr wohl einige Bücher
und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass weitere Bücher der verschiedenen Autoren folgen werden.

Rudolf K. Wagner:
"Wie bayrisch Bier nach Frankfurt kam"
"Villa 109" in der Darmstädter Landstraße

Dieter Wesp:
"Villa Kennedy: Wohnhaus - Forschungslabor- Luxushotel"

Herr Engert:
Von ihm liegt eine kurze Zusammenfassung seiner Projektarbeit in der Festschrift zum 529. Sachsenhäuser Brunnenfest (2019) vor.

Als fleißiger L.I.S.A.-Leser kennen Sie möglicherweise meine Beiträge zur Sachsenhäuser Geschichte, die ich seit 2011 hier veröffentlichen darf. Zuletzt der sehr umfangreiche Bericht über die Geschichte und Entwicklung der Kennedyallee.
Völlig unerwartet ist vor wenigen Tagen eine Kuratorin vom Kunsthaus Zürich auf meinen Beitrag zu Johann Theodor Wolfensperger aufmerksam geworden. Die Dame bereitet eine Ausstellung über die Malerin Ottilie W. Roederstein vor, die mit Herrn Wolfensperger befreundet war. Die umfangreiche Wolfenspergersche Sammlung ist Gegenstand aktuellen Recherchen. Die Ausstellung soll am 04.12.2020 in Zürich eröffnet werden.


Mit freundlichen Grüßen
Jens-Holger Jensen

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