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L.I.S.A. Redaktion | 20.05.2010 | 5017 Aufrufe | 2 | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung |
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Der "Hamburger Feuersturm" (Deutschland)

Als ich ein kleiner Junge war | Episode 3

Nach der Rekonstruktion des Gebietes, in dem 1943 der Feuersturm wütete, treffen die Forscher dort einen Zeitzeugen, der die Bombenangriffe als achtjähriger Junge im Luftschutzbunker erlebt hat. Dieser gibt sehr lebensnah das Gefühl eines kleinen Jungen während eines Bombenangriffs wieder, den er auch heute noch als schlimmste Erfahrung seines ganzen Lebens bezeichnet.

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Das Forschungsprojekt
Der Begriff "Hamburger Feuersturm" steht für den sich über mehrere Tage hinziehenden Luftangriff auf Hamburg im Sommer 1943. Etwa 35.000 Menschen verloren dabei ihr Leben, und der "Feuersturm" prägte sich als tiefste Zäsur des 20. Jahrhunderts in Hamburgs Stadtbild und -geschichte ein. Über die langfristigen Auswirkungen sowohl in historischer Hinsicht als auch im Hinblick auf intraindividuelle und transgenerationale Folgen dieser Kriegserfahrung ist bislang nur wenig bekannt. Im Mittelpunkt eines seit 2006 von der Gerda Henkel Stiftung unterstützten interdisziplinären Forschungsprojekts steht am Beispiel der Überlebenden und der nachfolgenden Generationen die Frage, inwieweit Kriegserlebnisse zu langfristigen Traumatisierungen führen und wie diese individuell, familiär und gesellschaftlich verarbeitet werden.

Welche Folgen für das Familiengedächtnis hat der Hamburger Feuersturm bis heute? Wie sehen die seelischen Wunden dieses Ereignisses, eingebettet im Gesamtkontext Zweiter Weltkrieg aus? Wie werden die Erlebnisse innerhalb der Familien von Generation zu Generation weitergegeben? Wie spielen historische Ereignisse und Psyche im kollektiven Bewusstsein zusammen?

Die Lösung dieser vielschichtigen Fragen soll durch die Zusammenarbeit von Psychosomatikern, Historikern und Kinderpsychologen erreicht werden. Sie untersuchen mit Interviews, Fragebögen und disziplinübergreifenden Auswertungen die Mechanismen der Überlieferung der Ereignisse in den Familien und ihre Auswirkungen bis heute.

Ein Hamburger Forscherteam um die Psychoanalytiker Dr. Ulrich Lamparter und Dr. Silke Wiegand-Grefe sowie die Zeithistoriker Prof. Dr. Dorothee Wierling und Dr. Malte Thießen hat sich in Hamburg auf die Suche nach Bombenlücken, Bunkern und Betroffenen gemacht.

Projektleitung

PD Dr. Ulrich Lamparter
Dr. Silke Wiegand-Grefe
Prof. Dr. Dorothee Wierling

Ort

Hamburg (Deutschland)

Wissenschaftliche Projektleitung

PD Dr. Ulrich Lamparter
Dr. Silke Wiegand-Grefe
Prof. Dr. Dorothee Wierling

Projektleitung des Films

Dr. Birgit Möller
Dr. Malte Thießen

Redaktion

Marie Stavermann

Kamera

Hannes A.M. Riedesser
Marie Stavermann

Schnitt

Martin Pogac


Projektmitarbeiter / Film-Darsteller

Dr. Linde Apel
Dr. Malte Thießen
Prof. Dr. Dorothee Wierling
Dr. Christa Holstein
PD Dr. Ulrich Lamparter
Dr. Birgit Möller
Dr. Silke Wiegand-Grefe
Valeska Buder
Philipp von Issendorff
Veronique Sydow

Weitere Darsteller im Film

Peter Bodes
Hans-Hermann Möller
Timon Möller
Gerhard Pfeiffer
Gunnar Wulf
Kinder des Naturkindergartens Kokopelli

Gesamtkonzeption

Gisela Graichen und Peter Prestel

Alle Episoden
Das Projekt Feuersturm
Episode 1
29.03.2010
Vergissmeinnicht
Episode 2
22.04.2010
Als ich ein kleiner Junge war
Episode 3
20.05.2010
Auch der Hund hatte Angst
Episode 4
28.06.2010
Clash of Generations
Episode 5
02.08.2010
Tausend Fragen
Episode 6
20.09.2010
Fliegeralarm
Episode 7
08.11.2010
Krieg im Kindergarten
Episode 8
10.01.2011
Das explosive Erbe
Episode 9
07.03.2011
Der Feuersturm ist unter uns
Episode 10
18.04.2011

Kommentar

von Journalistin Jette Nielsen | 25.01.2012 | 22:05 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,

Ist Ihr Projekt beendet,oder läuft es noch?
Kann man schriftliche Dokumentation Ihrer Konklusionen bekommen / aufs Internet finden?

Ich bin eine dänische Journalistin. Meine Schwiegermutter hat den Feuersturm in Hamburg überlebt, aber ihr Leben ist nie wieder gut geworden. Ihr Verhältnis zu ihren Kindern - also auch zu meinem Mann - war immer schlecht. Ich würde sagen, dass ich - obwohl ich eine 45 jährige Dänin bin - durch meine Ehe mit einem Kind von einem Feuersturm-überlebendem - jeden Tag mit den Einwirkungen des Feuersturmes lebe.

Ich arbeite an einem Buch über das Leben meiner Scwiegermutter - deshalb das Interesse.
MfG und besten Dank,
Jette Nielsen

Kommentar

von Georgios Chatzoudis | 25.01.2012 | 23:29 Uhr
Sehr geehrte Frau Nielsen,

haben Sie vielen Dank für Ihre interessante Anfrage. Wir werden sie an die Leiter des Forschungsprojekts weiterleiten, verbunden mit der Bitte, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

Mit den besten Grüßen
Ihre L.I.S.A.Redaktion

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