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L.I.S.A. Redaktion | 26.02.2020 | 1123 Aufrufe | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung |
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Alex Natan - Der schnellste Jude Deutschlands

Berlin - Jugend | Episode 1

Der jüdische Sprinter und Staffelläufer Alex Natan wurde 1906 in Berlin geboren und gehörte bereits mit 17 Jahren zur erweiterten deutschen Leichtathletikspitze. Das brachte ihm den Spitznamen "schnellster Jude Deutschlands" ein, vergeben von seinem Großonkel und dem berühmten Galeristen Alfred Flechtheim. Prof. Dr. Kay Schiller widmet sich in einem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Forschungsprojekt dem Leben des Sportlers. Dabei interessieren ihn nicht allein die sportlichen Leistungen Natans, sondern vor allem seine gesellschaftliche Stellung in der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus: Inwiefern verhalfen sportliche Leistungen zur Anerkennung in der deutschen Bevölkerung? Welche Rolle spielte der Sport generell? Und mit welchen antisemitischen Vorurteilen war Alex Natan konfrontiert, bis er 1933 nach England emigrierte?

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Das Projekt
Die wissenschaftliche Biographie des jüdisch-deutschen Sprinters und Sportautors Alex Natan, die von dem Historiker Prof. Dr. Kay Schiller verfasst wird, hat eine eine doppelte Zielsetzung: zum einen, Natan ins Bewusstsein einer an Zusammenhängen von Sport und deutscher und britischer Zeitgeschichte interessierten wissenschaftlichen Öffentlichkeit zurückzuholen. Zum anderen sollen die Sport- und Körpergeschichte vorangetrieben und anhand der Entfaltung der kulturhistorischen Kontexte, in denen sich Natan bewegte, zentrale begriffliche Gegensatzpaare der europäischen Zeitgeschichte während des 20. Jahrhunderts diskutiert werden, z.B. Körper – Technik, Antiquiertheit – Modernität, Demokratie – Diktatur. Auf diese Weise kann man einerseits Natans facettenreiche Lebensgeschichte als zivilbürgerlicher Individualist und existenzieller Außenseiter, als deutscher, heimatloser Jude, homosexueller Athlet und Journalist und intellektueller Sportler erfassen. Andererseits lassen sich anhand seiner Figur auch eine Reihe für die weitere Kultur-, Sport-, und Körpergeschichte von der Weimarer Republik bis in die frühe Bundesrepublik bedeutende Fragestellungen erörtern.

Projektleitung

Prof. Dr. Kay Schiller

Ort

Durham

Redaktion
Peter Prestel

Kamera
Klaus Hernitschek

Schnitt
Klaus Hernitschek

Gesamtkonzeption
Gisela Graichen und Peter Prestel

Alle Episoden
Berlin - Jugend
Episode 1
26.02.2020
London - Emigration
Episode 2
04.03.2020
München - Sportfunktionäre und Olympia '72
Episode 3
11.03.2020
Das Generalinterview mit Prof. Dr. Kay Schiller
Episode 4
18.03.2020

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